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Die Zeit fehlt, um die Zweisprachigkeit zu prüfen

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Freiburg«Wir verlangen nicht, dass die Stadt von einem auf den andern Tag zweisprachig wird», sagte SP-Generalrat Thierry Steiert im Oktober letzten Jahres im Freiburger Generalrat. «Aber wir möchten, dass der Gemeinderat die Vor- und Nachteile prüft – und zwar finanzieller wie auch nicht finanzieller Art.» Der Generalrat stimmte diesem Anliegen zu und überwies den Vorstoss von Steiert und Marc-Antoine Gamba (CVP) ohne Gegenstimme an den Gemeinderat.

Nun, knapp ein Jahr später, kam die Antwort: Die Stadtregierung habe zurzeit andere grosse und wichtige Aufgaben und könne sich darum der Frage der Zweisprachigkeit nicht annehmen, sagte Syndic Pierre-Alain Clément (SP) am Montagabend im Generalrat. Eine Antwort auf die Fragen Steierts und Gambas verlange eine vertiefte Arbeit, welche nebst den anderen laufenden Aufgaben nicht machbar sei. Als Beispiele nannte der Syndic die mögliche Fusion von sechs Nachbargemeinden, die strukturelle Analyse der Gemeindeverwaltung, die Agglomeration Freiburg sowie die zunehmende Alltagsbelastung.

«Die Frage der Zweisprachigkeit ist mittelfristig zu stellen», sagte Clément. Erst wolle der Gemeinderat beobachten, welche Entwicklungen sich in der Agglomeration oder bei den fusionierten Gemeinden ergäben. Zudem warte die Stadtregierung die Antwort des Staatsrates auf ein Postulat im Grossen Rat ab, bei welchem es um die finanzielle Unterstützung von zweisprachigen Gemeinden gehe.

«Noyer le poisson»

François Steiert zeigte sich «nicht besonders befriedigt» über diese Antwort. «Wir verlangten die Abklärung der Kosten, gerade auch in Hinsicht auf das neue Sprachengesetz», sagte er im Generalrat auf Deutsch. «Mit seiner Haltung zeigt der Gemeinderat, dass er nicht bereit ist, sich dieser Frage anzunehmen.» Und auf Französisch erklärte er, der Gemeinderat sei in Fragen zweisprachige Stadt ein Meister darin, «de noyer le poisson» – oder auf Deutsch: einer Antwort auszuweichen. njb

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