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Die Zeit nach Gottéron

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Die letzte Saison endete für Gottéron mit dem Verpassen der Playoffs enttäuschend. Wenig überraschend, dass es daraufhin viele Wechsel im Team gab. So wurden etwa auf die neue Saison hin sämtliche Ausländer ausgetauscht. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Wirklich einen Schritt vorwärts haben die Freiburger dadurch nicht gemacht. Nach 30 Spielen haben sie 40 Punkte auf dem Konto und belegen den zehnten Rang. In der letzten Saison belegte Gottéron nach 30 Partien mit 44 Punkten den achten Zwischenrang. Stellt sich die Frage: Wie ergeht es im Gegenzug den Spielern, die den Club verlassen haben?

Bertrand, Miller und Birner top

Sehr gut, lautet die Antwort für Charles Bertrand. Der französische Stürmer stellt bei Tappara Tampere seine Torgefährlichkeit unter Beweis, die ihm in Freiburg zwischenzeitlich ein wenig abhandengekommen war. In 28 Meisterschaftsspielen für den Tabellenzweiten der finnischen Liga hat Bertrand 13 Tore erzielt und 10 vorbereitet. Und auch auf internationaler Ebene überzeugte der 28-Jährige. In seinen acht Champions-­League-Einsätzen für Tampere schoss Bertrand nicht weniger als sieben Tore.

Ganz gute Statistiken weist auch der wie Bertrand in Freiburg nicht mehr erwünschte Andrew Miller auf. Der amerikanische Stürmer ist der Topskorer des chinesischen KHL-Teams Kunlun Red Star, das eine überraschend gute Saison zeigt und im Mittelfeld der Kontinentalen Hockey-Liga angesiedelt ist. In 40 Spielen hat der 32-Jährige für das in Peking angesiedelte Team 10 Tore geschossen und 15 Assists gegeben – in der starken KHL wahrlich keine schlechten Werte. Wie während seiner Zeit in Freiburg, als er fast jeden freien Tag nutzte, um in der Schweiz oder im nahen Ausland neue Orte zu entdecken, scheint der reisefreudige Kunstliebhaber auch bei seinem neuen Arbeitgeber seinem Hobby nachgehen zu können, wie seine Ins­tagram-Posts – mit Bildern von der Chinesischen Mauer bis zu Kunstgalerien in Schanghai – zeigen …

Eher mässig läuft es für den Norweger Jonas Holos bei seinem neuen Club Linköping. Zwar weist der Verteidiger, der Freiburg vor allem wegen seiner mangelnden Produktivität verlassen musste, akzeptable Skorerwerte auf. Nach 26 Spielen steht er bei zwei Toren und sieben Assists und ist damit offensiv der beste Verteidiger seiner Mannschaft. Gleichzeitig weist der 32-Jährige mit Minus-11 jedoch die zweitschlechteste Plus-minus-Bilanz seines Teams auf. Kommt hinzu, dass es Linköping auch als Team nicht läuft. Die Mannschaft aus der Universitäts- und Industriestadt belegt in der SHL den drittletzten Rang.

Bemerkenswert ist derweil der Werdegang von Michal Birner. Der Tscheche, der Gottéron letzte Saison nach neun torlosen Spielen bereits früh verlassen musste, blüht in seiner Heimat richtiggehend auf. Bereits letzte Saison war er mit 41 Punkten in 49 Spielen entscheidend daran beteiligt, dass sein neuer Club Bili Tygri Liberec bis in den Final vorstiess. Und auf diese Saison hin hat Birner noch einmal aufgedreht: Nach 21 Einsätzen steht der 33-jährige Stürmer beim Tabellenzweiten bei 12 Toren und 14  Assists. Birner, in Freiburg nicht unbedingt für seine Skorerqualitäten bekannt, hat damit den drittbesten Punkteschnitt der tschechischen Extraliga, die vom Niveau her etwa mit der schweizerischen zu vergleichen ist.

Forrer und Schneeberger mit viel Eiszeit

Gottéron ebenfalls früh verlassen hat letzte Saison Makai Holdener. Der niederländisch-schweizerische Doppelbürger bäckt seither kleinere Brötchen. Nach einem Umweg über die zweithöchste schwedische Liga wechselte er auf diese Saison hin zu La Chaux-de-Fonds. Immerhin gehört der 22-jährige Stürmer mit 12 Toren und 11  Assists in 28 Spielen zu den Leistungsträgern des Clubs aus der Swiss League. Auf Leihbasis kam er deshalb auch bereits zu sechs NLA-Einsätzen für den EHC Biel, als dieser mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte, blieb dort aber ohne Skorerpunkt.

In die Swiss League zurückgekehrt ist auch Dan Weisskopf. Der solide Defensivverteidiger spielt seit dieser Saison für den EHC Olten, wo man mit ihm zufrieden ist und seinen Vertrag kürzlich bis 2022 verlängert hat.

Ein sicherer Wert in der National League ist derweil weiterhin Sebastian Schilt. Mit 8  Punkten in 29 Spielen und eine Plus-5-Bilanz weist der kampfstarke Verteidiger bei seinem neuen Club Langnau, bei dem er mit über 17 Minuten pro Spiel viel Eiszeit erhält, blitzsaubere Werte auf.

Auf dem Weg, sich in der höchsten Schweizer Liga zu etablieren, ist auch Sandro Forrer. Der 22-jährige Stürmer, der bei Gottéron selten bis nie zum Einsatz gelangte, steht bei NLA-Schlusslicht Rapperswil 15 Minuten pro Spiel auf dem Eis und durfte auch schon neben den Ausländern auflaufen. Mit zwei Toren und sechs Assists hat er entsprechend auch bereits den einen oder anderen Skorerpunkt gesammelt.

Seit gut einem Monat ist Forrer wieder Teamkollege von Noah Schneeberger. Der einstige Nationalspieler, der in Freiburg in dieser Saison meist überzählig gewesen war und der eigentlich noch bis 2021 bei Gottéron unter Vertrag steht, wechselte im November auf Leihbasis ebenfalls nach Rapperswil – und erhielt dort wieder die von ihm so sehnlichst gewünschte Verantwortung. Bevor er für einen unfairen Check für drei Spiele gesperrt wurde, gehörte er bei seinen fünf Einsätzen mit Eiszeiten von bis zu 21 Minuten zu den meisteingesetzten Spielern der St. Galler.

Slater nun an der Bande

Und dann wäre da noch ein Trio, das nicht mehr Profieishockey spielt. Erst noch vorübergehend gilt dieser Status für Jacob Micflikier. Der 35-jährige kanadische Stürmer ist zwar nicht offiziell zurückgetreten, ist aber seit seinem Abgang bei Gottéron ohne Club. Anders sieht es bei Jim Slater und Laurent Meunier aus, die sich beide bereits voll im Leben nach der Profikarriere befinden. Der ausgebildete Ingenieur Meunier arbeitet als Projektleiter bei einer Firma in der Region Freiburg, Slater ist zu seiner Familie in die USA zurückgekehrt und dem Eishockey treu geblieben. Er ist unter anderem als Nachwuchstrainer in der NHL-Organisation der Washington Capitals tätig und nebenbei noch Assistenztrainer im Team der Michigan State University.

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