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Die Zukunft selbst in die Hand nehmen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

«Zurück in die Zukunft» heisst das Projekt der Suchtpräventionsstelle Freiburg, das sich an Jugendliche richtet, die (zu) oft Alkohol oder Cannabis konsumieren. Sie sind zu Gesprächsrunden im kleinen Kreis eingeladen, um gemeinsam ihre momentane Situation zu überdenken. «Wir versuchen sie zu ermuntern, ihre Lage zu überdenken und sich bewusst zu werden, welche Folgen ihr Konsum auf ihr berufliches und privates Leben haben kann», erklärt die Ko-Projektleiterin Silvia Friedrich.

«Kann ich Stopp sagen?»

«Die Jugendlichen sind eingeladen, sich grundsätzlich mit dem Thema auseinanderzusetzen», ergänzt ihre Kollegin Claudia Rehmann. Fragen wie «Trinke ich zu viel?» und «Kann ich noch Stopp sagen?» sind Diskussionsthemen, aber auch, ab welcher Dosis es für den Körper gefährlich bzw. ab wann die Droge zu einem strafrechtlichen Thema wird, werden behandelt.

Es gehe darum, die Eigenkompetenzen im Umgang mit Suchtmitteln zu fördern, betont Silvia Friedrich. Das Motto des Projekts «Zurück in die Zukunft» bezieht sich auf die Chance für die Jugendlichen, aus dem Verhalten auszubrechen, das längerfristig für sie zu einem Problem werden kann. «Sie sind eingeladen, die eigene Zukunft wieder selbst in die Hand zu nehmen, statt sie ?vernebelt? wahrzunehmen», erklärt sie.

Das Projekt spricht in erster Linie Jugendliche an, die ihren Konsum hinterfragen wollen, aber auch solche, die sich unsicher fühlen und offene Fragen zum Thema haben.

Hohe Schwelle

Die Einladung zu den Gesprächsabenden wird derzeit in einigen Gemeinde-Infoblättern publiziert. Silvia Friedrich und Claudia Rehmann sind sich bewusst, dass es nicht leicht wird, die Jugendlichen mit einem öffentlichen Aufruf überhaupt zu erreichen. «Die Schwelle, sich selber einzugestehen, dass man ein Problem hat, ist wohl recht hoch», hält Claudia Rehmann fest.

Sie hoffen aber, dass einzelne Kandidaten eventuell durch Eltern, Lehrer, Ärzte, Jugendarbeiter oder andere Fachkräfte zu diesem Schritt ermuntert werden. «Manche brauchen vielleicht auch einen leichten Druck aus ihrem persönlichen Umfeld, um sich ihres Problems bewusst zu werden», erklärt Silvia Friedrich, betont aber, dass die Gesprächsrunden zum Thema Alkoholkonsum freiwillig ist.

Zu Beratung verpflichtet

Etwas anders ist es bei den Cannabis-Konsumenten: Einige Teilnehmer der Gesprächsrunde stehen bereits fest. Seit etwa drei Jahren sind nämlich Jugendliche, die bei Polizeikontrollen mit einer gewissen Menge Haschisch erwischt werden, verpflichtet, ein Beratungsgespräch bei der Suchtprävention wahrzunehmen. Wie Silvia Friedrich ausführt, betrifft dies etwa 10 bis 15 Jugendliche pro Jahr.

Abgesehen von diesen zugewiesenen Jugendlichen steht es natürlich weiteren am Thema Interessierten frei, an den Gesprächsrunden teilzunehmen.

Auch Treffen für Eltern

Parallel zu den Treffen mit den Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren finden auch Abende für die Mütter und Väter statt. Wie soll eine Familie mit einem kiffenden Sohn oder einer regelmässig betrunkenen Tochter umgehen? «Der Abend bietet Gelegenheit, sich mit diesen und anderen Fragen auseinanderzusetzen», führt Claudia Rehmann aus. Aus früheren ähnlichen Anlässen weiss sie, dass die Eltern auch den Austausch untereinander schätzen.

Diese Elternabende stehen zudem auch nahestehenden Verwandten offen. Wer über diese Abende hinaus Hilfe braucht, kann danach auch individuell ein Beratungsgespräch vereinbaren, und zwar Eltern oder Jugendliche. «Es ist ein Pilotprojekt in unserem Kanton. Wir wissen nicht, wie viele Jugendliche und wie viele Eltern sich melden», erklärt Silvia Friedrich. Das Bedürfnis sei schwer einzuschätzen. Das Programm läuft parallel auch im französischsprachigen Teil des Kantons.

Die ersten Gesprächsrunden für Eltern und Jugendliche finden im April und Mai 2009 statt. Im Herbst soll dann ein zweiter Teil stattfinden. Weitere Informationen und Anmeldung: Suchtpräventionsstelle Freiburg: 026 321 22 00; Mail: info@prevention-fr.chwww.prevention-fr.ch

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