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«Dies wird am Ende teurer werden»

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«Wir haben das Maximum an Sparen

erreicht, das wir akzeptieren können. Deshalb ist es uns wichtig, die Politiker und die Öffentlichkeit auf die grossen Probleme aufmerksam zu machen, welche die kantonalen Sparmassnahmen verursachen», sagte René Thomet, Präsident der Vereinigung freiburgischer Alterseinrichtungen (Afipa). Zusammen mit der Freiburgischen Vereinigung der spezialisierten Institutionen (Infri) hatte die Afipa gestern zu einer Medienkonferenz geladen.

Bis Mitte September arbeitet der Staatsrat das Budget 2015 aus. «Es ist uns bewusst, dass es gewisse Sparmassnahmen braucht», sagte Ursula Schneider Schüttel, SP-Nationalrätin und Präsidentin der Infri. «Es ist uns aber auch wichtig, dass der Kanton sich bewusst ist, welche Konsequenzen die Sparmassnahmen haben.»

Im Bereich der Pflegeheime sei der Personalbestand bereits 2013 um 15 Stellen gekürzt worden, nun drohe eine erneute Kürzung um 15 Stellen, was einen jährlichen Personalrückgang von rund zwei Prozent bedeuten würde, so Thomet. «Dies, obwohl die Betreuung immer komplexer wird und mehr Pflegeleistungen und Kompetenzen notwendig macht.» Auch seien wichtige Projekte wie spezialisierte Abteilungen für Demenzkranke, eine medizinisch-soziale Koordination, die Palliativpflege oder die Entwicklung von Kurzzeitaufenthalten auf Eis gelegt, weil die Mittel fehlten. «Wenn wir jetzt nichts machen, wird dies am Ende aber viel teurer werden», warnte Thomet. So dienten die Kurzzeitaufenthalte dazu, dass betagte Leute länger zu Hause bleiben könnten, die Palliativpflege ermögliche einen längeren Aufenthalt im Heim. «Stehen diese Dienste nicht zur Verfügung, müssen die Leute ins Heim eingewiesen beziehungsweise hospitalisiert werden.»

Auch was die spezialisierten Institutionen betrifft, würden seit mehreren Jahren neue Projekte gebremst und so eine Weiterentwicklung verhindert, sagte Schneider Schüttel. «Solche Sparmassnahmen sind eine Zeit lang möglich. Wird ein Ausbau der Dienstleistungen aber zu lange verhindert, laufen wir Gefahr, die bestehenden Bedürfnisse nicht mehr decken zu können.» Dies umso mehr, als die Bevölkerung ständig wachse und demzufolge auch mehr Personen mit einer Behinderung zu betreuen seien. «Bereits jetzt müssen wir für manche Personen Plätze ausserhalb des Kantons finden.» Dies sei auf Dauer teurer, als hier die Plätze zu schaffen.

«Wir kommen voran»

«Natürlich teile ich die Sorge um die Qualität der Dienstleistungen im Gesundheitswesen», sagte Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) auf Anfrage. Jedoch zwinge die aktuelle Finanzlage des Kantons den Staatsrat, mit entsprechenden Sparmassnahmen die Ausgaben zu mässigen, «ein richtiger Einschnitt ist es aber nicht». So seien nicht 15 Vollzeitstellen bedroht, sondern höchstens sieben–über alle Heime verteilt. «Wir haben mit der Afipa vereinbart, dass das entsprechende Personal besser qualifiziert ist, die Gesamtkosten aber gleich bleiben müssen.» Auch glaube sie nicht, dass durch die Sparmassnahmen Mehrkosten entstünden. «Wir haben die Zahl der Betten in den Pflegeheimen in den letzten Jahren erhöht, und der Staatsrat will auch die Pflege zu Hause ausbauen.» Und schliesslich sei auch keines der vorgesehenen Projekte aufgegeben worden. «Wir kommen nicht überall so schnell voran, wie wir möchten, aber wir kommen voran.» rb

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