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«Diese Erfahrung möchte ich nicht missen»

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«Interessant, intensiv und lehrreich»: Lässt Linus Hayoz seine fünfjährige Amtszeit im Grossen Rat Revue passieren, dann kommen ihm vor allem positive Erinnerungen in den Sinn. «Ich habe viele tolle Menschen kennenlernen und mich mit spannenden Themen befassen dürfen. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen», sagt der 59-jährige Politiker aus Plaffeien, der 2012 als gewählter BDP-Grossrat zur CVP gestossen ist. Dass er die Wiederwahl ins Kantonsparlament Anfang November trotz des siebtbesten Resultats aller Sensler Kandidaten verpasst hat, sei für ihn mit sehr viel Wehmut verbunden gewesen. «Das ist zwar schade, aber es lässt sich nicht ändern», sagt Hayoz.

Um den Kompromiss bemüht

Viel lieber nehme er das Positive aus den Wahlen mit: «Im oberen Sensebezirk konnte die CVP um fast fünf Prozent zulegen, und ich persönlich durfte eine grosse Unterstützung aus der Bevölkerung geniessen.» Nun gelte es für die CVP Sense, die richtigen Schlüsse aus den beiden Sitzverlusten zu ziehen, um 2021 wieder angreifen zu können. Auch wenn die Fronten zwischen Links und Rechts in Freiburg nicht ganz so verhärtet seien wie etwa im Nationalrat, so sei eine starke und lösungsorientierte Mitte seiner Meinung nach doch sehr wichtig: «In der Mitte werden Kompromisse getroffen und Entscheidungen gefällt.»

Sich kompromissbereit zeigen, über Parteigrenzen hinweg arbeiten und Niederlagen akzeptieren können, das habe ihm nie Probleme bereitet: «Manchmal gehört man zu den Gewinnern und manchmal zu den Verlierern – so funktioniert unser politisches System.» Zu den Gewinnern zählen durfte sich Hayoz etwa bei der Gewährung des Kredits für den Bau des Campus Schwarzsee. «Das war ein sehr wichtiges Projekt fürs Sense-Oberland, und es brauchte einige Anstrengungen, um die ganze Fraktion von dessen Nutzen zu überzeugen.» Aber auch bei den Debatten zum Schulgesetz sei durch die Lösungsvorschläge der CVP ein guter Mittelweg gefunden worden.

Als Präsident von vier Vereinen – darunter des Gewerbevereins Plaffeien und Schwarzsee Tourismus – werde ihm die Arbeit auch ohne Grossratsmandat nicht ausgehen, sagt der Aussendienstler. Und sollte sich doch die Gelegenheit ergeben, für einen Parteikollegen in den Grossen Rat nachzurutschen? «Dann werde ich zuerst prüfen, ob es nicht mehr Sinn machen würde, wenn ich einer jüngeren Person den Vortritt lasse – einer Politikerin oder einem Politiker, der in fünf Jahren als Bisheriger zur Wiederwahl antreten könnte.»

In einer losen Serie ziehen die Freiburger Nachrichten Bilanz mit langjährigen Grossrätinnen und Grossräten, die am 6. November nicht mehr zur Wahl angetreten sind oder abgewählt wurden.

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