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Diese Hotels wollen hoch hinaus

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Diese Hotels wollen hoch hinaus

Autor: Carole Schneuwly

Wie alle bedeutenden Tourismusorte in den Alpen ist die Destination Andermatt in der Belle Epoque (1880-1914) gross geworden. Als diese glanzvolle Zeit zu Ende ging, sprang das Militär mit einem Kompetenzzentrum für Gebirgsdienst in die Bresche. Der Abbau von Arbeitsplätzen beim Militär stellte die Urner Gemeinde erneut vor wirtschaftliche und demografische Probleme. Diese soll nun der schillernde ägyptische Investor Samih Sawiris mit einem gigantischen Ferienresort lösen. Das umstrittene Projekt, dessen Baubeginn für Frühling 2009 geplant ist, sprengt mit einem Investitionsvolumen von 800 Millionen Franken die Dimensionen aller Tourismusanlagen, die je in der Schweiz verwirklicht wurden.

Trotz seiner Einzigartigkeit hat das Andermatt Resort viel mit anderen Projekten der Schweizer Alpenhotellerie gemeinsam, etwa dem geplanten Alpenbad Adelboden, dem Zauberturm Schatzalp in Davos oder dem russischen Grossprojekt in Aminona bei Crans-Montana: Man setzt auf klar definierte Zielgruppen, eindrucksvolle Architektur und die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Opposition, die solch ambitionierten Projekten unweigerlich erwächst, vor allem, wenn sie das Ortsbild stark verändern.

Kein Konzept gilt allgemein

Das Schweizerische Alpine Museum in Bern präsentiert in seiner Sonderausstellung «Zimmer frei – Alpenhotels zwischen Abbruch und Aufbruch» elf aktuelle alpine Hotelprojekte: spektakuläre Grossprojekte, aber auch bescheidenere Vorhaben, die auf den gewachsenen Strukturen aufbauen. Die Vielfalt der vorgestellten Projekte zeigt, dass es bei allen Gemeinsamkeiten kein allgemeingültiges Tourismuskonzept für den Alpenraum gibt.

Ein Blick in die reiche Vergangenheit der Schweizer Alpenhotellerie seit der Belle Epoque macht deutlich, dass «neue» Ideen wie etwa die alpine Wellness gar nicht so neu sind und dass gerade grosse Projekte in der Schweiz schon immer kontrovers diskutiert wurden. Was das Andermatt Resort heute ist, war im 19. Jahrhundert das «Hôtel-Kursaal de la Maloja»: Finanziert mit vier Millionen Goldfrancs von internationalem Kapital, war es bei seiner Eröffnung 1884 das grösste je realisierte Tourismuszentrum der Schweiz.

Imaginäres Hotel

Solche und andere Themen behandelt «Zimmer frei» in einem imaginären Hotel, in dessen Zimmern die Besucher auf Architekturmodelle und Visualisierungen, Filme und Zitate, historische Fotografien und Objekte stossen.

Schweizerisches Alpines Museum, Helvetiaplatz 4, Bern. Bis zum 16. August 2009. Mo. 14 bis 17.30 Uhr, Di. bis So. 10 bis 17.30 Uhr. Geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar.

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