Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Differenzen kleiner geworden

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Differenzen kleiner geworden

Anzahlungen und Schlussabrechnung der Gemeindesteuer

Bei 30 Prozent der Steuerzahler sind die Anzahlungen der Gemeindesteuer 2004 auf Elementen des Steuerjahres 2003 berechnet worden. Die Differenz zu den Schlussabrechnungen beträgt drei Prozent.

In 69 Prozent der Fälle beruhen die Berechnungen dieser Anzahlungen auf Elementen des Steuerjahres 2002. Nur für zirka ein Prozent der Steuerpflichtigen wurden die Anzahlungen 2004 aufgrund von Daten früherer Steuerperioden berechnet, wie der Staatsrat auf eine Anfrage des CVP-Grossrats Elian Collaud bekannt gibt.

Böse Überraschungen

Der Grossrat aus dem Broyebezirk stellte in seiner Anfrage fest, dass die fakturierten Anzahlungen der Gemeindesteuern erheblich von den tatsächlich geschuldeten Beträgen abweichen, weil die Berechnungen aufgrund veralteter Daten erfolgen. Seit der Einführung der Gegenwartsbesteuerung habe sich die Situation noch verschlimmert. Einerseits führe dies zu zahlreichen Rückerstattungen. Andererseits – und dies sei viel schlimmer – würden Steuerpflichtige beim Erhalt der Schlussabrechnung böse Überraschungen erleben. Ausserdem hätten viele Steuerzahler den Überblick darüber verloren, was sie schon bezahlt haben, was sie bezahlen und was sie noch bezahlen müssen.

Elian Collaud möchte deshalb, dass die Gemeinden rasch auf die Daten der Steuererklärungen ihrer Steuerpflichtigen zurückgreifen können, damit sie ihre Akontozahlungen genauer berechnen könnten.

Durchschnittliche Differenz
bei drei Prozent

Der Staatsrat streitet in seiner Antwort nicht ab, dass die Differenz zwischen den Akontozahlungen und dem tatsächlich geschuldeten Betrag beim Wechsel zur Gegenwartsbesteuerung gross war, nämlich im Schnitt bei 13 Prozent lag. «Seit den Akontozahlungen für das Jahr 2003 ist dies nicht mehr der Fall. Die durchschnittliche Differenz beträgt um die drei Prozent», hält der Staatsrat fest, schliesst aber nicht aus, dass in einzelnen Fällen diese Differenz dennoch erheblich sein könne. Deshalb habe die Kantonale Steuerverwaltung (KSTV) zusammen mit den Anzahlungen auch einen leeren Einzahlungsschein verschickt, «damit die Steuerpflichtigen in Kenntnis ihrer Situation eine zusätzliche Einzahlung machen können».

Der Staatsrat ist sich auch bewusst, dass die Überschneidung der Anzahlungen für das laufende Jahr mit der Schlussabrechnung vergangener Jahre verwirrend sein kann. Er führt dies auch auf die Tatsache zurück, dass oft mehrere Behörden Steuern einkassieren. Deshalb hätten viele Gemeinden und Pfarreien die KSTV beauftragt, das Inkasso aller Steuern vorzunehmen.
Laut Staatsrat leitet die KSTV die Veranlagungsanzeigen sofort und monatlich den Gemeinden weiter, so dass diese die Schlussabrechnungen im folgenden Monat verschicken können. Es treffe deshalb nicht zu, dass die KSTV besser informiert sei als die Geimeinden. Der Informationsvorsprung betrage höchstens 30 Tage.

Datenschutz konsultieren

Der Staatsrat verrät weiter, dass es ab 2006 möglich sein sollte, dass die KSTV aktuelle Daten elektronisch an die Gemeinden weiterleiten kann. Zuvor müsse jedoch nicht nur die entsprechende Infrastruktur erstellt, sondern auch das Gesetz über die Gemeindesteuern revidiert werden. Zudem müsse auch die Datenschutz- behörde konsultiert werden.

Schliesslich macht der Staatsrat darauf aufmerksam, dass die KSTV gegenwärtig nicht die Möglichkeit hat, die Daten der Steuererklärung sofort für die Anpassung der Akontozahlungen zu verwenden. Dies würde eine automatische elektronische Veranlagung bedingen. Noch schwieriger sei es, mit diesen Daten die Anzahlungen der Gemeindesteuern anzupassen, da in der Steuererklärung nicht der Steuerbetrag, sondern die Veranlagungselemente angegeben seien. Er ist deshalb nicht überzeugt, dass eine sehr kostspielige Informatisierung zur Datenübermittlung an die Gemeinden zu einer besseren Schätzung der Akontozahlungen führen würde. az

Mehr zum Thema