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Diskussion um Elektroheizungen wird immer heisser

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Die Wirtschaft verbrauche 70 Prozent des Stroms und stehe in der Verantwortung, wenn es gelte, Strom zu sparen. So argumentierten gestern Vertreter von drei Wirtschaftsverbänden. Angesichts des Ausstiegs aus der Atomenergie sei ein Ja zum neuen kantonalen Energiegesetz am 25. November ein Muss. Die Wirtschaftsvertreter gründen nun ein Pro-Komitee. Die Vorteile des Gesetzes: weniger Stromverbrauch ohne Einschränkungen der Lebensqualität und der Konkurrenzfähigkeit der Firmen.

Ein zentrales Element ist das Verbot von Elektroheizungen bis 2025. Das Gesetz sieht aber Ausnahmen vor bei Zweitwohnungen, für Pensionierte, bei denkmalgeschützten Häusern und bei Anlagen, die bis 2025 noch nicht amortisiert sind. Die Ausnahmen würden theoretisch jeden vierten Besitzer einer Elektroheizung betreffen, wenn diese nicht schon zuvor aussteigt.

Die Wirtschaft profitiere von diesem Gesetz, so Handelskammer-Direktor Alain Riedo: «Freiburg muss dieses Gesetz annehmen, bevor der Bund es uns aufzwingt.» So würde die Wirtschaft wohl zu einer bedeutend schmerzhafteren Regelung verpflichtet. Eine Bundesregelung sei am Entstehen. Freiburg könnte für diese ein Vorbild sein, so Riedo weiter. Werde das Freiburger Gesetz mit seinen Ausnahmen vom Volk bewilligt, wäre es ein Muster für andere Regelungen.

 Gesetz sei unumgänglich

Die Verbände berufen sich auf den einstimmigen Entscheid des Grossen Rates im Februar und auf die drohenden Strompreiserhöhungen. Sie werfen den Gegnern vor, unehrlich zu sein und es an Respekt mangeln zu lassen (siehe Kasten). Das neue Gesetz sei unumgänglich, betonte Riedo, es gebe nach dem Beschluss, aus der Atomkraft auszusteigen, keinen Weg zurück.

 Christian Castella, Direktor der Fédération Patronale et Économique in Bulle, betonte die Einzigartigkeit dieses gemeinsamen Auftritts in einem Abstimmungskampf. Das Komitee hat eine Inseratekampagne aufgegleist und eine Internetseite gestaltet.

Pro: www.ja-energiegesetz.ch; contra:www.energiegesetz-freiburg.

Internetseiten: Ein digitaler Kleinkrieg der Komitees

D ie Gründung des Wirtschaftskomitees ist nach dessen eigenen Angaben eine Reaktion auf die harsche Kritik der Energiegesetz-Gegner, insbesondere auf deren Internetseite. Darin wird zum Beispiel der freiburgische Energiedirektor Beat Vonlanthen als Inquisitor karikiert. «Ich war geschockt darüber, was ich da sah», erklärte Jean-Pierre Siggen, Direktor des kantonalen Arbeitgeberverbandes. «Wir können angesichts der Menge von Falschaussagen nicht einfach tatenlos zusehen.» Er sprach vor allem die Kostenaufstellungen an, die er für wirr hält. Auf seiner eigenen Internetseite wolle das Pro-Komitee die Aussagen richtigstellen, so Siggen. «Wir akzeptieren ein demokratisches Referendum, aber keine egoistischen Argumente.» Es brauche mehr Respekt. fca

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