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Diskussion um Schulcontainer

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«Diese Übergangslösung ermöglicht es uns, eine seriöse und nachhaltige Planung für den Ausbau der Primarschule auszuarbeiten», sagte die Taferser Gemeinderätin Riccarda Melchior am Mittwochabend zum Antrag des Gemeinderates, einen fabrikneuen, zweistöckigen Container in der Nähe des Primarschulgebäudes aufzustellen. In der provisorischen Anlage will der Gemeinderat ausserschulische und familienergänzende Angebote wie Mittagstisch, Eltern-Kind-Deutschkurse und Spielgruppe vorübergehend unterbringen. Als Standort des Containers ist der Trainingsplatz des FC Tafers vorgesehen. An der Gemeindeversammlung machte der Fussballverein seine Ansprüche geltend, zeigte sich aber kooperativ.

Tafers kämpft mit Platzmangel

Konkret hat die Gemeinde Tafers zurzeit das Problem, dass ihr Angebot ihre räumlichen Möglichkeiten übersteigt. Die Spielgruppe ist aus Platzmangel in der Primarschule bei der Sensler Stiftung für Behinderte (SSB) untergebracht; der Mittagstisch findet in der Buvette des Fussballclubs Tafers statt. Das neue Integrationsprojekt Eltern-Kind-Deutschkurs benötigt zukünftig zudem zwei separate Räume. Auch die Primarschule braucht mehr Platz, um den pädagogischen Kriterien gerecht zu werden, damit also beispielsweise Gruppenarbeiten durchgeführt werden können.

Bis die Pläne für einen Um- und Ausbau der Schulinfrastruktur vorliegen, will der Gemeinderat darum all die ausserschulischen und familienergänzenden Angebote unter einem Dach vereinen, dies möglichst nahe bei der Schule.

Standort ist umstritten

Gemeinderat Kuno Bertschy präsentierte den rund 85 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern auf einer Karte die fünf geprüften Standorte rund um das Schulgebäude. Am Schluss sei aber nur der Trainingsplatz infrage gekommen.

Die Ausführungen von Bertschy hätten ihn überzeugt, sagte der Präsident des FC Tafers, Markus Stöckli. Doch mit dem Landkauf durch Pascal Zbinden, der das Coop-Gebäude beim Trainingsplatz erweitern möchte, sei bereits ein Teil des Grundstücks verschwunden. «Unser Vorstand anerkennt den Bedarf an zusätzlichen Räumen für ausserschulische Angebote, doch wir sind auf einen Ersatz angewiesen, um unsere Trainings durchführen zu können.» Nicht nur die Gemeinde leiste wichtige Integrationsarbeit, sondern auch der Fussballclub: Gut 48  Prozent der 140 aktiven Junioren hätten einen Migrationshintergrund, betonte Stöckli. Ammann Gaston Waeber beteuerte, dass die Gemeinde gemeinsam mit dem Verein nach Lösungen suchen werde. Der Gemeinderat werde deshalb auch eine ausserordentliche Gemeindeversammlung im Herbst einberufen, um eine entsprechende Lösung für den FC Tafers zu präsentieren.

Wie Gemeinderat Kuno Bertschy ausführte, handelt es sich beim Container um eine Anlage, die dem geforderten Minergie-Standard entspricht und 15  Jahre lang genutzt werden kann. In Tafers soll das Provisorium während acht Jahren im Einsatz sein, danach kann es gemäss Bertschy noch für gutes Geld verkauft werden. Der Gemeinderat beantragte einen Gesamtkredit von insgesamt 1,17  Millionen Franken, um das Projekt zu realisieren.

Viele Fragen blieben offen

In der Botschaft seien viele Fragen offengeblieben, bemerkte Beat Jörg, Präsident der Finanzkommission, zum Antrag des Gemeinderats. Es hätten beispielsweise Angaben zu den Reinigungskosten oder zu den Löhnen der Betreuer gefehlt. «Wir bitten den Gemeinderat, beim nächsten Mal einen Planungskredit zu beantragen.» Die Kommission habe aber letztlich entschieden, das Projekt zu unterstützen, da die Notwendigkeit für zusätzliche Räume unbestritten sei. Mit 63 Ja- zu 19 Nein-Stimmen hiessen die Anwesenden den Gesamtkredit von rund 1,17  Millionen Franken sodann gut.

Anträge

Tafers stellt die Weichen für ein neues Mehrzweckgebäude

Die Gemeindeversammlung von Tafers sprach am Mittwochabend einen Kredit von 50 000 Franken für die Ausarbeitung des Projekts für ein neues Mehrzweckgebäude. Bereits 2013 und 2016 hatte der Gemeinderat geplant, das baufällige Gebäude «Alte Tröchni» in ein Mehrzweckgebäude mit Werkhof und Feuerwehrlokal umzubauen – doch die Pläne scheiterten aus finanziellen Gründen, oder andere Projekte hatten Vorrang (die FN berichteten). Die Gemeinde wagt sich nun erneut an das Projekt und will zusätzlich den Jugendraum sowie eine Fernwärmeanlage integrieren.

Auch einem umfangreichen Entwässerungsprojekt im Dorf Tafers will sich die Gemeinde widmen. Den immer intensiveren Gewittern seien die Leitungen nicht mehr gewachsen, erklärte Gemeinderat Alfons Baeriswyl. Tafers habe zunehmend mit Oberflächenwasser zu kämpfen. Die Versammlung sprach einen Gesamtkredit von 1,35  Millionen Franken für eine umfassende Sanierung der Wasser- und Abwasserkanäle rund um den Dorfkern.

Die Bürger nahmen zudem die Jahresrechnung 2017 an, die mit einem Mehrertrag von rund 137 000 Franken bei einem Gesamtaufwand von rund 14,27  Millionen Franken schliesst. Die guten Steuereinnahmen und die vorsichtige Budgetierung des Gemeinderats seien zwei der Gründe, weshalb ein positiver Rechnungsabschluss vorliege, betonte Finanzchef Thomas Rauber. Es war Raubers letzte Versammlung als Gemeinderat von Tafers. Auf ihn folgt Stephan Dietrich (CVP).

jp

 

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