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DNA-Analysen beweisen: Es war ein Wolf

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Autor: karin aebischer

Freiburg DNA-Analysen von Kot- und Speichelproben zeigen, dass es sich bei den fünf Übergriffen Mitte Juni auf Schafe in den Kantonen Freiburg und Bern um Wolfsübergriffe gehandelt hat. Dies teilte die Kantonale Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft den Medien am Mittwoch mit.

Der Übeltäter ist ein eingewanderter Wolf italienischer Abstammung. Dieser hatte am 18. Juni 2009 in der Region Walop/Stierengrat (Kanton Bern) acht Schafe getötet. Kurz darauf wütete er auch in der Region Steinig-Gantrisch-Widdergalm (Kanton Freiburg) und verletzte oder tötete 18 weitere Schafe (siehe FN vom 30. Juni).

Ein altbekanntes Tier?

Ob es sich beim besagten Tier um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, konnte Reinhard Schnidrig, Leiter der Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität beim Bundesamt für Umwelt, am Mittwoch auf Anfrage der FN nicht sagen. «Man kann jedoch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es dasselbe Männchen ist, das seit drei Jahren zwischen dem Stockental und den Waadtländer Alpen unterwegs ist», meinte er.

Hunde schützen Schafe

Um weitere Schäden zu vermeiden, werden nun wie angekündigt Herdenschutzmassnahmen umgesetzt. Im Kanton Freiburg werden die betroffenen Alpen durch Herdenschutzhunde geschützt.

Eine Schafherde mit 98 Tieren auf einer Alp, auf der sich aufgrund der starken Verbuschung zurzeit keine Schutzmassnahmen umsetzen lassen, wird gemäss Mitteilung teils in eine geschützte Herde integriert und teils ins Tal gebracht. «Durch die starke Verbuschung ist das Gelände für die Hunde zu unübersichtlich», erklärt Reinhard Schnidrig.

Ein Gesamtkonzept bringts

Da der Wolf aber auch eine andere, nicht geschützte Alp aufsuchen könnte, müssen die Präventionsmassnahmen ausgeweitet werden. «In den Freiburger Voralpen muss eine Bewirtschaftungsstruktur aufgebaut werden, welche die Schafe längerfristig schützt», sagt Schnidrig. Dies gelinge nur, wenn man – wie es die Freiburger Koordinationsgruppe Wolf bereits tue – planerisch an die Sache rangehe. «Man muss zum Beispiel kleine Herden zu Grösseren zusammenführen, damit es sich lohnt, Hirte und Hunde einzusetzen», so Schnidrig.

Die Hunde würde das Bafu besorgen und zu einem grossen Teil auch subventionieren. «Mit Herdenschutzhunden kann man die Schäden minimieren», weiss Schnidrig. «Einfach warten, bis viele tote Schafe am Boden liegen, und auf einen Abschuss hoffen, ist der falsche Weg», betont er.

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