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«Dort leben, wo wir wollen»

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Albin Hayoz, Heimbewohner in Schmitten, sagt: «Was bleibt einem anderes übrig, wenn man zuhause nichts mehr selber machen kann?» Seine Kollegin Hilda Reidy-Vonlanthen will ihren Kindern auf keinen Fall zur Last fallen. Hedwig Hayoz bleibt am liebsten in ihrem Zimmer und der Arzt nennt Antidepressiva als das am häufigsten verschriebene Medikament (FN vom 25. April). Wann kommen die Verantwortlichen endlich darauf, dass da ein Zusammenhang besteht, der sich nicht darin erschöpft, dass mit zunehmendem Alter tabuisierte Themen wie Loslassen, Gebrechlichkeit, Sterben und Tod immer unbarmherziger anklopfen?

Tags zuvor melden die FN aus Muntelier und Misery, dass dies der Ort sei, wo Behinderte ab 2001 leben werden. Die meisten unter ihnen lassen sich unfreiwillig dort einweisen – leben wollen sie lieber dort, wo andere BürgerInnen es auch tun. Doch da uns Behinderten hierfür die notwendige Unterstützung bei erhöhtem Assistenzbedarf verweigert wird, müssen auch wir Behinderte wie unsere betagten KollegInnen in Anstalten, in die wir eigentlich gar nicht wollen. So sind Antidepressiva, erhöhter Alkoholkonsum und sinnloses Tun weit verbreitetes Spiegelbild einer fehlgeleiteten Sozialpolitik.
Unabhängig davon, ob nun 1147 im Jahr 98 (Staatsrätin Lüthi in der Märzsession) oder 2300 Betagte im Jahr 2000 (Generalsekretär Jürg Herren) in Alters- und Pflegeheimen wohnen – sie haben wie alle anderen der schätzungsweise 5000 KantonsbewohnerInnen mit regelmässigem Assistenzbedarf ein Recht auf Integration und Selbstbestimmung. Das ausreichende Geld, welches die Gesellschaft zur Verfügung stellt, ist ihnen direkt auszubezahlen, damit sie dort Pflege und Assistenz einkaufen können, wo es ihrer persönlichen Lebensgestaltung dient. Ich träume von der FN-Überschrift «Behinderte leben ab 2002 dort, wo sie es wollen!»

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