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Dottore honoris causa Massimo Rocchi

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Autor: URS HAENNI

Die Verleihung der Ehrendoktortitel steht traditionsgemäss im Mittelpunkt des Dies academicus der Universität Freiburg. Nach Franz Hohler machte die Philosophische Fakultät mit Massimo Rocchi zum zweiten Mal einen Kabarettisten zum Ehrendoktor. Der Bühnenkünstler wurde für sein interdisziplinäres und mehrsprachiges Werk geehrt, das den Menschen ins Zentrum stellt. Dies widerspiegle drei wichtige Werte der Universität Freiburg, hiess es in der Laudatio.

Ein anderer Ehrendoktor, Andrea Riccardi, konnte seine Urkunde nicht entgegennehmen. Der italienische Präsident und der designierte Ministerpräsident haben ihn gebeten, für die Regierungsbildung in Rom zu bleiben.

Rektor Guido Vergauwen nutzte die Anwesenheit politischer, akademischer, diplomatischer und kirchlicher Gäste sowie der Ehrengäste aus dem Sensebezirk, um eine erfreuliche Bilanz des vergangenen Jahres zu ziehen. Der Rektor hob die Schaffung eines Bachelor-Lehrgangs in Humanmedizin hervor, welcher auf einer einzigartigen Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital beruht. Ebenfalls erfolgreich gestartet sei der Master in Sportwissenschaften. Im Bereich Forschung erwähnte er die Entdeckung eines sich selbst reparierenden Materials durch das Merkle-Institut.

Jubiläum in drei Jahren

Für das kommende Jahr sieht Vergauwen drei Herausforderungen: die Vergrösserung des Standortes Miséricorde um ein Gebäude für die Rechtsfakultät, die Erstellung eines Masterplans für die Naturwissenschaften sowie die Umgestaltung der Klinik Garcia für die Forschung in Nanotechnologie. In drei Jahren feiert die Universität ihr 125-Jahr-Jubiläum. Auf dem Weg dorthin hält jede Fakultät am Dies einen geschichtlichen Rückblick. Gestern taten dies die Theologische und die Philosophische Fakultät.

Dekan Marc-Henry Soulet verlieh Massimo Rocchi (l.) den Ehrendoktortitel im Namen der Philosophischen Fakultät.Bild Charly Rappo/zvg

Interview:«Ich bin Komiker, nicht Professor, und ich will Komiker bleiben»

Unmittelbar nach der Verleihung des Ehrendoktortitels war Massimo Rocchi ein gefragter Mann. Die «NZZ am Sonntag» wollte etwas von ihm wissen, anschliessend «Glanz und Gloria» vom Schweizer Fernsehen. Schliesslich stand Rocchi auch den FN Red und Antwort.

Dottore Rocchi, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie vom Ehrendoktor erfuhren?

Es isch e so u fertig.

Denken Sie, der Titel wurde Ihrer Kunstform oder doch eher Ihnen als Mensch verliehen?

Es gibt keinen Unterschied. Aber ich bin Komiker, nicht Professor. Und ich möchte Komiker bleiben. Seit fünf Jahren geht meine Arbeit nicht nur in Richtung Sprache, sondern auch in Richtung Identität. Sprache ist gut, aber die Identität gibt der Sprache ihre Farben. Und da ist natürlich Freiburg mit seiner Brückenfunktion symbolisch.

Was verbindet Sie denn mit Freiburg?

Ich mag das Wappen: Kohle und Reinheit in einem. Ich bin schon oft im Kanton Freiburg aufgetreten. Im Theater am Stalden mit der dreieckigen Bühne, aber auch schon hier in der Aula der Universität. Und Murten ist für mich immer ein magischer Ort gewesen. Wir hatten dort unser Hochzeitsessen.

Was geschieht mit Ihrer Urkunde?

Es kommt ins Büro. Sicher nicht nach Hause, wo es einen Teppich und Vorhänge und sonst nichts hat. Auch auf die Bühne werde ich es nicht mitnehmen. Die Leute wollen doch einfach Massimo sehen. Vielleicht mache ich mal eine Nummer mit einem Doktor-Kostüm.

Welche Beziehung haben Sie zu akademischen Kreisen?

Ich habe an der Universität Bologna Theaterwissenschaften studiert. Die Universität ist für mich ein Fundus der Leidenschaften und Ideen. Ich hatte dort eine fantastische Zeit; man konnte die Zeit selber gestalten.uh

Würdigungen

Ehrendoktortitel und Wissenschaftspreise

Ehrendoktorate haben erhalten: Andrea Riccardi, Religionshistoriker und Gründer von Sant’Egidio; Karl-Heinz Ladeur, er hat die Rolle des Rechts in der Gesellschaft beleuchtet; Gebhard Kirchgässner, Direktor des Instituts für Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung in St. Gallen; Massimo Rocchi, Kabarettist; Martin Gutzwiller, Physiker mit Spezialgebiet Quantenchaos. Wissenschaftliche Preise erhielten: Uwe Wolff, Ariane Westphal, Amos Brocco, Esmailzadeh Jourabchi Tannaz, Stephan Metzger, Malgorzata Wasmer, Simon Schnyder, Gaël Monney, Michael Nussbaum, Regula Zwahlen. uh

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