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Drachen lange Zeit ohne Feuer

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Drachen lange Zeit ohne Feuer

Gottéron holt bei Aufsteiger Basel nur einen mageren Punkt

Beim ersten Auftritt in der neuen St.-Jakobs-Arena in Basel reichte es Gottéron gestern nur zu einem mageren 2:2-Unentschieden. Für Baseltrainer Cadieux wars sogar ein verlorener Punkt. Schümperlis 2:1 acht Minuten vor Schluss glich der Kanadier Toms drei Minuten später nach einem Abwehrfehler des HCF noch aus.

Von KURT MING

Auswärts ein Punkt sei eigentlich immer gut, sagte Freiburgs Trainerduo Popichin/Bykow nach dem Match, während Neutrainer Paul-André Cadieux seinerseits mit dem gestellten Gang keineswegs zufrieden war. Und ganz unrecht hatte der alte Haudegen an der Bande des Aufsteigers nicht, denn seine Mannschaft hatte übers ganze Spiel eigentlich fast die besseren Chancen gehabt. Auf beiden Seiten standen an diesem Abend allerdings die zwei besten Spieler zwischen den Pfosten. Sowohl Oliver Wissmann, der diesmal den Vorzug gegenüber Flavio Streit bekommen hatte, als auch Gianluca Mona verhinderten mit ihren Paraden mehr Tore. Das Comeback des Tessiners fiel jedenfalls positiv aus und dürfte der Mannschaft für die nächsten Wochen die Gewissheit geben, auf zwei gute Hüter zählen zu können. Lars Leuenberger, der den Match verletzungshalber von der Tribüne aus verfolgte, sprach im Nachhinein von einem verdienten Ausgang. Wem am Ende der Quali dieser eine Punkt mehr nützen wird, muss die Zukunft zeigen.

Gottéron fehlte die Aggressivität

Erst im letzten Drittel schaltete Freiburg gegen den Tabellenletzten einen Gang höher und kam so noch zu der einen oder anderen Torchance. Wie es sich am Schluss zeigte, kam diese Reaktion zu spät. «Wir können nur gewinnen, wenn bei uns alle 120 Prozent Leistung zeigen. Heute waren es höchsten 80 bis 90 Prozent», gab sich Popichin nach dem Match enttäuscht. Und auch Bykow konnte verständlicherweise kein Gefallen an der Vorstellung seiner Truppe finden: «Wir haben die ganze Woche mit der Mannschaft gesprochen, dass man auch gegen dieses Basel 60 Minuten lang Dampf machen muss. Aber nach der schnellen Führung haben wohl einige bei uns gedacht, es gehe ganz von selbst.» Im zweiten Drittel hatte der Gast zum Beispiel nicht eine einzige Torchance. Auf beiden Seiten fehlte der direkte Zug aufs Tor, wobei dieses Manko noch vermehrt die Drachenspieler betraf.

Cadieux: «Den Start verschlafen»

Seine Mannschaft habe einmal mehr den Start verschlafen, bemängelte Cadieux das Verhalten des Gastgebers bis zum ersten Seitenwechsel. Rhodin hatte Freiburg gleich beim ersten Powerplay in Führung gebracht. Den zweiten Umgang beherrschte dann der Aufsteiger klar, und der Ausgleich durch einen Weitschuss von Kessler, Berger lenkte dabei die Scheibe unhaltbar an Mona vorbei ins eigene Tor, war so gesehen ein zu kleiner Lohn für die Rheinstädter. Vorab der Ausländersturm mit Toms und Top-Skorer Karlsson und Stüssi machte in dieser Phase viel Druck. Und es war kein Zufall, dass ausgerechnet dieses Duo in der Schlussphase für den Ausglich besorgt war. Allerdings unter der gütigen Mithilfe des Verteidigerduos Birbaum/Berger, das sich beim schnellen Konter der Basler viel zu passiv verhielt. Vor und in der Verlängerung stand dann aber der HCF dem Siegestor einige Male näher. Vorab Valentin Wirz vergab 120 Sekunden vor Schluss aus kurzer Distanz das Siegestor.

Im Eishockey gibts für ein Unentschieden ja immer noch die Hälfte der Punkte eines Sieges, im Gegensatz zum Fussball; aber diese Partie wollte gestern Abend niemanden so richtig glücklich machen. Basel braucht bei seiner Aufholjagd auf Langnau und Co. Heimsiege, und bei Gottéron hat man nach dem 10:3 im Hinspiel sicher auch mit einem besseren Resultat gerechnet. Aber dieser insgesamt tempoarme Match, mit wenig Power und Klasse, hat einmal mehr aufgezeigt, dass beim HCF in solchen Situationen Stürmer mit Torqualitäten fehlen. Hentunen und Karlberg gingen erneut ohne Treffer vom Eis, und gerade gegen Team aus den hinteren Tabellenregionen erwarten die Drachenfans eben Tore von ihren Söldnern. Erschwerend für sie war die Tatsache, dass Vauclair in dieser Linie auch im Überzahlspiel wegen seiner mangelnden Spritzigkeit und Technik wie ein Fremdkörper wirkte. In Basel verdienten sich vorab Stürmer wie Howald und Schümperli gute Noten; zu wenig um den spielerisch biederen EHCB zu schlagen. Aber Hand aufs Herz, aufgrund der gezeigten Leistungen übers ganze Spiel hätte Freiburg in der herrlichen St.-Jakob-Arena auch nicht zwei Punkte verdient.

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