Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Drei Ammänner standen 250 Bürgern gegenüber

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Tafers machte den Anfang, Alterswil und St. Antoni folgen später diese Woche: Gestern fand in Tafers die erste von drei Informationsveranstaltungen zur Fusionsabstimmung in den drei Gemeinden statt (siehe Kasten). Bürgerinnen und Bürger hatten dabei die Möglichkeit, den drei Ammännern der betroffenen Gemeinden Fragen zu stellen. Dieser Einladung folgten gestern rund 250 Personen.

Nach einer Einführung zur Fusionsvereinbarung zwischen den drei Gemeinden durch den Tafersner Ammann Gaston Waeber folgte eine Diskussionsrunde. Zu Beginn standen Fragen zur Gemeindeverwaltung im Raum. Eine Bürgerin fragte beispielsweise, weshalb nach der Fusion keine Personaleinsparungen bei der zusammengelegten Gemeindeverwaltung geplant seien. Denn die Fusionsvereinbarung sehe vor, alle Verwaltungsangestellten der heutigen drei Gemeinden zu übernehmen. «Indem wir fusionieren, wollen wir uns auch professionalisieren», antwortete der Tafersner Ammann. Heute sei es in den einzelnen Gemeinden vielfach ein Problem, dass es keine Stellvertretungen gebe. Zudem würden immer neue Aufgaben entstehen, die erledigt werden müssten. Eine weitere Bürgerin fragte im Anschluss, was mit den Liegenschaften der Gemeindeverwaltungen in Alterswil und St. Antoni passieren werde. «Die Gebäude sind Eigentum der Gemeinden und werden es nach einer Fusion bleiben. Die zukünftige Gemeindeversammlung wird darüber entscheiden, ob die Gebäude beispielsweise verkauft oder umgenutzt werden», antwortete Waeber.

«Keine armen Schlucker»

Neben der Verwaltung inte­ressierten sich die Anwesenden auch für den Finanz- und Investitionsplan der zukünftigen Gemeinde. Alle drei Gemeinderäte und die jeweiligen Kommissionsmitglieder haben einen Plan erstellt, der bis auf das Jahr 2023 blickt. Ein Bürger bemängelte, dass der Ammann in seiner Präsentation zu wenig auf den Inhalt der zukünftigen Finanzplanung eingegangen sei. Der Tafersner Gemeinderat Markus Mauron antwortete als Ressortverantwortlicher für Finanzen, dass der Finanzplan auf den Gemeindewebsites verfügbar sei. «Das Budget sieht einen leichten Verlust von rund 400 000 Franken vor.» Wie sich die Finanzen effektiv entwickeln würden, könne man im Vorhinein nicht wissen; es spielten auch noch andere Faktoren mit wie beispielsweise die Unternehmenssteuerreform. Ein Mitglied der Tafersner Finanzkommission merkte an, dass Alterswil und St. Antoni keine «armen Schlucker» seien, die nur von Tafers profitieren wollten. «Im Gegenteil, Alterswil beispielsweise hat keine Schulden, Tafers hingegen schon.»

Einzelne Bürger drückten ihre Angst aus, dass Tafers von dieser Fusion nicht profitiere, sondern verliere. «Es ist zu wenig Überzeugungsarbeit geleistet worden. Diese Fusion bringt nichts, ich bin dagegen», liess ein Bürger verlauten. Ein weiterer Bürger fragte, ob für die zwei anderen Gemeinden St. Ursen und Heitenried, die sich gegen eine Fusion im Sense-Mittelland ausgesprochen hatten, nach der Fusion der «rote Teppich ausgerollt» werde, wenn sie sich doch für einen Zusammenschluss entscheiden würden. Waeber versicherte, dass diese Gemeinden gute Argumente vorbringen müssten – und dass auch das Mitspracherecht anders gestaltet werde.

Ein Bürger gab der Diskussion eine andere Richtung und sprach zum Publikum: «Seit 20  Jahren herrscht im Sensebezirk Stillstand. Die Welschen haben vor uns begonnen zu fusionieren und konnten sich entwickeln. Wir hingegen befinden uns immer noch in der Minderheit.» Es sei nun an der Zeit, zu fusionieren, um nicht zum «Schlafgebiet» der Stadt Freiburg zu werden. Dafür erntete er grossen Applaus.

Nach der Frage eines Bürgers, ob es einen Plan  B gebe, endete die Diskussionsrunde mit der Antwort von Syndic Waeber: «Nein, entweder wir fusionieren alle drei oder niemand.»

Information

Am 19. Mai stimmen die Bürger ab

Sagen die Stimmbürgerinnen und -bürger von Alterswil, St. Antoni und Tafers am 19. Mai 2019 an der Urne Ja, entsteht auf den 1. Januar 2021 eine neue Gemeinde mit rund 7400 Einwohnern und 41 Quadratkilometern Fläche. Sie soll Tafers heissen. Der Steuersatz der neuen Gemeinde ist auf 75 Rappen pro Franken Staatssteuer festgelegt worden. Diese Woche findet in jeder Gemeinde eine Informationsveranstaltung statt. Gestern wurde in Tafers über die Fusion informiert. In St. Antoni wird der Anlass morgen Mittwoch durchgeführt, in Alterswil am Donnerstag.

im/jp

 

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema