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Drei eindrückliche Projekttage im Wald

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Untertitel: 138 Oberstufenschüler aus dem Seebezirk im Murtenholz

Autor: Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Die 350-jährige Murteneiche trotzte zwar dem Lothar-Sturm, am dritten Januar 2003 stürzte sie dann aber doch zu Boden. Förster sägten sie in grosse Stücke. Eine Stammscheibe wird als Dokumentation im Rathaus-Keller Murten ausgestellt werden, ein Teil wird zur Altersbestimmung verwendet. Eine weitere Scheibe soll Teil einer Skulptur werden und das grosse Stück mitsamt dem Wurzelteller bleibt auf der Waldlichtung liegen, an dem Ort, an dem der alte Baum über dreihundert Jahre lang stand. Damit die Waldspaziergänger, Hundefreunde, Jogger, Jäger und Beerensammler auf ihren Ausflügen in Ruhe den Ort geniessen können, gestalteten die 138 Oberstufenschüler von Murten den vom Sturm verwüsteten Platz neu. Sitzbänke aus Sturmholz laden nun zum Verweilen ein.

Projekttage im Wald

Sieben OS-Lehrer unter der Leitung von Urs Marthaler erarbeiteten für ihre Siebtklässler (Progymnasial-, Sek-, Real- und Werkklassen) das Programm für die diesjährigen Projekttage im Wald. Von Mittwoch bis Freitag wurde anstatt gerechnet und gelesen im Wald gearbeitet. Der Waldweg von der Murtenholz-Hütte bis nach Altavilla und der andere von der Hütte bis zur Murteneiche wurden von Ästen geräumt und mit frischen Holzschnitzeln belegt. Rund 20 Kubikmeter Schnitzel mussten mit Rechen verteilt werden. Ausserdem entfernten die Schüler Wildschutzzäune von rund zwei Kilometern Länge von Jungpflanzen. Die Buchen, Eichen und Fichten sind jetzt stark genug und die Gefahr von Wildverbissen ist gebannt.

«In diesen drei Tagen haben wir viel zusammen erlebt. Waldspaziergänger haben den Jugendlichen zu ihrer Arbeit spontan gratuliert und geklatscht», erzählt Marthaler. Die Erwachsenen sehen, wie die Jungen arbeiten. Die Kinder ihrerseits erleben, dass es viel harten Einsatz braucht, damit der Wald gepflegt und gesund bleibt. Neben der anstrengenden Arbeit durften die Schüler auch viel Wissenswertes über den Wald erfahren. Eine Gruppe von Jägern zeigte den Jugendlichen die Bedeutung der Jagd. Tierfelle, Hirsch- und Rehgeweihe und sogar einige ausgestopfte Wildtiere konnten bestaunt werden. Ein Frischling (kleines Wildschwein), ein Fuchs u.v.a. wurden dekorativ unter Büschen platziert.

Wald hat viele Funktionen

Heinz Bucher, Revierförster, sprach mit den Schülern bei der grössten Fichte im Murtenholz, die 180-jährig und rund 50 Meter hoch ist, über die verschiedenen Funktionen des Waldes: Nutzen, Schutz und Wohlfahrt.

Ralph Malzach, Vorarbeiter der Betriebsgemeinschaft Kerzers-Murten, beteiligte sich mit sechs Angestellten und zwei Lehrlingen an den Waldarbeiten. «Ich glaube, die Kinder haben bleibende Eindrücke mitgenommen. Sie erlebten den Sinn der Arbeit und die Kameradschaft. Bei der anstrengenden Waldarbeit müssen alle einander helfen, ein Abseitsstehen erträgt es schlecht», meint Malzach.
Die Schüler kamen jeden Tag mit ihrem Velo zum Besammlungsplatz im Wald. Für das leibliche Wohl sorgten gut gelaunte Mitglieder der Wandergruppe Murten. Pensionierte schleppten das «Znüni» zu den Arbeitsplätzen und kochten vor der Waldhütte warme Mahlzeiten. Beim Wurstbräteln am Freitag, dem letzten Arbeitstag im Wald, herrschte eine freudige Stimmung. «Wir hätten nie gedacht, dass die Waldarbeit so anstrengend ist», erklärten einige Mädchen. «Voll cool ist das hier im Wald», meinte ein Siebtklässler, und biss genüsslich in die Bratwurst.

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