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Drei Pfeiler zahlen an der Eishalle mit

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Über Nacht hat sich der Schleier über der undurchsichtigen Aktiengesellschaft Antre  AG etwas gelüftet. Diese soll den Um- und Ausbau des Eisstadions St. Leonhard in Freiburg realisieren.

Noch am Mittwoch war der Grosse Rat nicht bereit gewesen, seine Beteiligung am Bauprojekt in der Höhe von 20  Millionen Franken zu sprechen – solange nicht klar war, wer zum Aktionariat der Gesellschaft gehört. Staatsrat Jean-Pierre Siggen (CVP) sagte, Antre-Verwaltungsratspräsident Albert Michel gebe die Aktionäre nicht bekannt, und das Gesetz verpflichte ihn auch nicht dazu. Die Grossräte Gabriel Kolly (SVP, Corbières) und Pierre Mauron (SP, Riaz) verlangten daraufhin vom Staatsrat, dass dieser zumindest prüft, ob die vier Pfeiler der Freiburger Wirtschaft beteiligt sind. Bei diesen sitzt jeweils ein Staatsrat im Verwaltungsrat.

Gestern, zu Beginn der zweiten Lesung des Dekrets, sagte Jean-Pierre Siggen: «Ich habe mich angerempelt gefühlt, und ich habe deshalb die Gesellschaft Antre  AG angerempelt. Heute habe ich Informationen für Sie.»

Siggen sagte, dass sich drei der vier Pfeiler der Freiburger Wirtschaft mit insgesamt elf Millionen Franken am Ausbauprojekt der Eishalle beteiligen: die Freiburger Kantonalbank mit fünf Millionen Franken, Groupe  E und die Gebäudeversicherung mit je drei Millionen. Einzig die Verkehrsbetriebe TPF steuern kein Geld bei.

Zudem sagte Siggen, die Antre  AG habe ihm eine Liste mit sämtlichen Aktionären übergeben. «Die Namen kann ich nicht verraten. Aber alle Aktionäre sind solide und seriöse Unternehmen. Zwei von ihnen sind an der Börse kotiert.»

Diese Information bewirkte, dass der Grosse Rat anschliessend die staatliche Beteiligung am Eishallenprojekt bewilligte, statt sie auf die Septembersession zu vertagen. Der Kredit von 20  Millionen Franken teilt sich auf ein bedingt rückzahlbares Darlehen von 15  Millionen und auf eine Beteiligung am Antre-Aktienkapital über fünf Millionen Franken auf (siehe Kasten). Der Entscheid fiel mit 82 Ja- gegen zehn Nein-Stimmen deutlich aus.

SP wollte Kürzung

Dennoch hatte Grossrat Elias Moussa (SP, Freiburg) zuvor in einem Antrag gefordert, dass sich der Staat nicht am Aktienkapital der Bauherrin beteilige. Er sprach sich zwar für die 15  Millionen Franken an die Sportinfrastruktur aus, denn diese sei im öffentlichen Interesse. Hingegen seien die fünf Millionen Franken für den kommerziellen Aspekt des Projekts abzulehnen.

An diesem Einwand störte sich Grossrat Bruno Boschung (CVP, Wünnewil). «Ohne Private wäre es gar nicht möglich, eine so wichtige Sportinfrastruktur auf den neusten Stand zu bringen», sagte er. «Seien wir froh, dass die Antre  AG in Aktion tritt, das unternehmerische Risiko trägt und 55  Millionen Franken am Aktienkapital selber auftreibt.»

Moussa scheiterte mit seinem Antrag zur Kürzung des Kredits. 58 Grossräte stimmten für eine Beteiligung über 20  Millionen Franken, 39 Grossräte – darunter geschlossen die SP – für eine Kürzung auf 15  Millionen. Mit dem Entscheid wird der Staatsrat auch im Verwaltungsrat der Antre  AG Einsitz nehmen.

Zahlen und Fakten

Öffentliche Hand zahlt 40 Prozent

Das Investitionsbudget für den Um- und Ausbau des Eisstadions St. Leonhard beträgt rund 85  Millionen Franken. Dazu kommen die Rechte zur Nutzung des Grundstücks in der Höhe von 7  Millionen Franken. Die extra für das Projekt gegründete Immobiliengesellschaft Antre  AG tritt als Bauherrin auf und wird mit Schweizer Investoren 55  Millionen Franken zum Projekt beitragen. 95  Prozent seien bereits gesichert. Wie gestern bekannt wurde, stammen 11  Millionen davon von den staatsnahen Betrieben Freiburger Kantonalbank, Groupe  E und Gebäudeversicherung. Zudem beteiligt sich die Stadt Freiburg mit 15  Millionen Franken: 7  Millionen durch die Bereitstellung des Grundstücks und 8  Millionen als Investitionssubvention. Nun macht auch der Kanton mit: 15  Millionen Franken in Form eines Darlehens und 5  Millionen als Anteil am Aktienkapital. Da die öffentlichen Mittel weniger als 50  Prozent ausmachen, unterliegt das Bauvorhaben nicht dem öffentlichen Beschaffungswesen. Unterdessen liegt die Baubewilligung vor, und die Arbeiten haben begonnen. Das künftige Eisstadion soll Platz für 8500 Zuschauer bieten.

uh

 

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