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Drei starke Viertel und ein schwaches

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Mit einer 72:46-Führung gingen die Freiburger ins Schlussviertel–oder anders ausgedrückt: Das Spiel war längst gelaufen. Einer jedoch war weiterhin unter Strom: Olympic-Trainer Petar Aleksic. Was dem Serben so gar nicht in den Kram passte, war die Tatsache, dass seine Spieler untereinander zu diskutieren und zu lamentieren begannen, wenn ein Ball verloren ging oder einer die scheinbar falsche Entscheidung auf dem Parkett traf. Für Aleksic ein Unding. «Der Job der Spieler ist es, bis zum Ende fokussiert zu bleiben. Sie sollen weder unter sich noch mit mir zu diskutieren beginnen, sondern spielen.» Seine Mannschaft sei noch sehr jung, deshalb müsse sie lernen, diszipliniert zu sein. «Das gilt nicht nur für das Basketball. Ich will ihnen etwas fürs Leben beibringen. Plötzlich haben sie Kinder und müssen Verantwortung übernehmen. Dann steht auch kein Trainer hinter ihnen, der sie antreibt.»

Starke Trefferquote

Von der Nachlässigkeit seines Teams im letzten Abschnitt–der mit 20:12 an die Gäste aus Monthey ging–einmal abgesehen, war Aleksic mit der Vorstellung seiner Equipe durchaus zufrieden. Wie konnte es auch anders sein. Mit 25:10 entschieden die Freiburger das Startviertel im ersten Heimspiel der Saison zu ihren Gunsten und liessen den Wallisern, die beim Auftakt Basel klar dominiert hatten, nicht den Hauch einer Chance. «Wir mussten nach der Niederlage in Lugano eine Reaktion zeigen, insbesondere in der Defensivarbeit», sagte Center Arnaud Cotture. Spätestens nach der 50:30-Führung zur Pause sei es dann aber nicht einfach gewesen, die Konzentration hoch zu halten, räumte Cotture ein. «Zum Glück fiel unser Nachlassen nicht mehr ins Gewicht.» Dass dem so war, hatten die Gastgeber unter anderem einer ausgezeichneten Trefferquote insbesondere in der ersten Hälfte zu verdanken. 60 Prozent der Dreipunktewürfe von Olympic fanden bis zur Pause ihr Ziel. Zum Vergleich: Die Trefferquote von Monthey–aus allen Positionen–lag zunächst bei mageren 25 Prozent. Marc Overney, der Coach der Walliser, konnte der Partie denn auch nichts Positives abgewinnen. «Wir standen heute komplett neben den Schuhen. Unsere Verteidigung war geradezu eine Katastrophe.» Dies sei aber nicht zuletzt der Tatsache geschuldet gewesen, dass Freiburg seine Mannschaft schlicht nicht ins Spiel habe kommen lassen. Besonders ärgerte den Monthey-Trainer, dass seine Spieler keinen Profit aus dem nominellen Übergewicht unter dem Korb erzielen konnten. Auch das Duell in der Zone unter den Körben entschied Olympic mit 44:34 zu seinen Gunsten.

Resultate zweitrangig

Hinzu kam, dass die Freiburger über das gesamte Spiel hinweg die aggressivere Equipe stellten. Monthey kam mit diesem Druck kaum einmal zurecht. Die Folge waren nicht weniger als 21 Ballverluste, welche von Olympic mitunter provoziert wurden. «Olympic hat heute den Sieg ganz einfach mehr gewollt als wir», stellte Montheys Amerikaner Darryl Webb konsterniert fest. Wie sein Landsmann Rodney Glasgow, der im ersten Spiel noch 30 Punkte markiert hatte, kam er nie so recht auf Touren. Ganz anders die Freiburger und allen voran Marko Mladjan, der mit 21 Punkten Topskorer der Partie wurde.

Mladjan, der im Verlaufe der vergangenen Saison zu Olympic gestossen war, entwickelt sich zunehmend zu einem Schlüsselspieler der Freiburger. Der 21-jährige Nationalspieler ist in seiner Entwicklung noch lange nicht im Maximum angelangt. Und genau dies ist es, was Aleksic antreibt. «Ich schaue nicht auf die Resultate meiner Mannschaft. Mir ist viel wichtiger, dass jeder einzelne Spieler Fortschritte erzielen kann.» Die Ausgangslage, damit dies umgesetzt werden kann, stimmt. Olympic ist das einzige NLA-Team, dass nur drei Ausländer im Kader hat. Mladjan und Co. werden noch viel Gelegenheit erhalten, Fortschritte zu erzielen. Ein erster wäre es aus der Sicht von Aleksic gewiss, niemals nachzulassen.

Telegramm

Olympic – Monthey 84:66 (50:30)

St. Leonhard. 1050 Zuschauer. SR: Clivaz/Novakovic/Mazzoni.

Freiburg Olympic:Kazadi (10), Smith (6), Mladjan (21), Kovac (12), Kostic (0), Cotture (9), Calasan (16), Fridel (2), Miljanic (8).

BBC Monthey:Michellod (0), Reichen (0), Idlet (4), Mafuta (3), Glasgow (16), Reese (17), Moret (4), Molteni (7), Webb (15).

Bemerkungen:Olympic komplett, Monthey ohne Lukic (verletzt).

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