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Drei Tage und drei Nächte angereist

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Ständig auf der Bühne zu stehen kostet Energie. Am Mittwoch gab es für die Gruppen des Folklorefestivals deshalb ein Timeout: Entspannen amSchiffenensee. Der ganze Trossder Tänzer, Musiker und Helfer wurde nach Pensier gebracht, samt Küche und Musikanlage. Die Stimmung war ausgelassen, in vielen Sprachen wurde wild durcheinandergeredet. Und auch am Schiffenensee kamen Musik und Tanz nicht zu kurz.

Fahrende Musiker

Sichtlich gut gelaunt tanzt der Bulgare Mitko Lubenov mit einer Afrikanerin auf dem Rasen am Seeufer. Im Dorf der Nationen tritt er mit seiner zwölfköpfigen Gipsy-Band «Repertori» auf. Der 50-jährige Lubenov ist Sänger und Berufsmusiker. Speziell: Seine Band besteht ausschliesslich aus Fahrenden. «Ungarn, Deutschland, Spanien …», beginnt der Frontmann seine Aufzählung, wo seine Formation schon überall aufgetreten ist. Am häufigsten seien sie aber natürlich in Bulgarien.

«Ich mag die Natur hier sehr», verrät der Zweimeter-Hüne. Der Schiffenensee, dazu der Blick auf die Voralpen–das sei einfach fantastisch. Aber auch der Stadt kann Lubenov etwas abgewinnen:Freiburg wirke multikulturell, das mache die Stadt reizvoll. Der Bulgare meint, seine elf Mitmusiker teilten dieseMeinung: «Alle würden gerne noch etwas länger hierbleiben.»

Nur zwei Fahrzeuge

Kahlgeschoren und stets mit einem Bier in der Hand berichtet Lubenov von seiner Heimatstadt Weliko Tarnowo: «Fast meine ganze Verwandtschaft lebt dort.» Nur seine beiden Söhne–ebenfalls Musiker–hätten wie er keinen festen Wohnsitz. Ob er seine Familie nicht manchmal vermisse? «Sicher, aber dank des Internets kann ich den Kontakt aufrechterhalten.»

Drei Tage und drei Nächte lang seien die zwölf Musiker aus Bulgarien angereist, erzählt Lubenov. Ihre Transportmittel: ein kleines Auto und ein Minibus. Natürlich mussten auch Instrumente und Gepäck mit. «Ich weiss nicht, wie sie das gemacht haben»,kommentiert ihr BegleiterPierre-Yves Meyer die eher spezielle Anreise.

Lebendiges Freiburg

Ein etwas anderes Leben führt die 20-jährige Simona Astadurova: Sie stammt aus Bulgariens Hauptstadt Sofia, studiert in Glasgow und tanzt leidenschaftlich gern – allerdings in ihrer Heimat. Umbei der bulgarischen Folkloregruppe «Zhar» mittanzen zu können, müsse sie ihre gesamte Ferienzeit opfern. Mit ihrem Hobby könne sie dafür in der Welt herumreisen. Freiburg nehme sie bislang als sehr lebendig wahr, erzählt Astadurova. «Bei der Eröffnungsparade am Dienstag waren so viele Leute auf der Strasse.» Zu viele? «Nein», meint sie. Im Gegenteil–sie möge es, auf der Bühne zu stehen. «Es ist eine Chance, mein Land zu vertreten.»

Sprachen als Stolperstein

Simona Astadurova bemängelt jedoch etwas am Folklorefestival Freiburg: «Viele der Teilnehmer sprechen nur ihre Muttersprache.» Die Kommunikation mit den anderen Tanz- und Musikgruppen sei deshalb nicht immer leicht, findet sie. Doch irgendwie verstehe man sich auch immer: «Tanzen ist eben eine eigene Sprache.»

Fast wie in Bulgarien

Inzwischen ist Ivaylo Borisov–von derselben Tanzgruppe – hinzugestossen. Er schwärmt von der Aussicht, die man vom Turm der Kathedrale aus hat. Mit den Bergen ähnele die schweizerische Natur derjenigen Bulgariens, das finde er toll. Und er witzelt: «Bulgarien liegt am Schwarzen Meer. Und ihr in Freiburg habt einen schwarzen See.»

Programm

Märchen und Musik am Folkloretreffen

Auch heute Samstag gibt es ein abwechslungsreiches Programm am Folkloretreffen, das insbesondere für Kinder geeignet ist.

11.00-02.00 Uhr:Vorstellungen, Konzerte und Animationen für

Familien und Kinder (Dorf der Nationen, Festplatz St. Leonhard).

14.30 Uhr:«Ein anderer Blick»–Garten für Kinder. Märchen, Legenden und Imbiss aus Benin (im Ehrenhof des Kollegiums St.Michael). daf

 

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