Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Dreizehn Visionen für die Agglomeration

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Als der Bund 2008 über die erste Tranche der finanziellen Beiträge für Agglomerationsprogramme in der Schweiz entschied, ging Freiburg leer aus. Das Ende 2007 eingereichte Freiburger Agglomerationsprogramm überzeugte das Bundesamt für Raumentwicklung nicht: Zu wenig konkret und ungenügend in der Siedlungsentwicklung und bei der Förderung von öffentlichem und Langsamverkehr, so lautete die Kritik.

Breit abgestützt

Nun steht die Vergabe der zweiten Tranche von Fördergeldern bevor, und diesmal will die Agglomeration Freiburg profitieren. Dazu muss sie bis Ende Jahr das überarbeitete Programm, das sogenannte Agglomerationsprogramm der zweiten Generation, einreichen. Die Agglo hat die Zeit genutzt, um ein breit abgestütztes Studienauftragsverfahren durchzuführen.

Dreizehn interdisziplinäre Planungsgruppen haben teilgenommen; den Zuschlag hat das Zürcher Architektur-, Landschafts- und Stadtplanungsbüro Güller & Güller erhalten (die FN berichteten). Die Agglomeration macht jetzt alle dreizehn eingereichten Projekte der Öffentlichkeit zugänglich: In den kommenden beiden Wochen können alle Interessierten in den Räumen der Agglo in Freiburg die verschiedenen Pläne studieren und den anwesenden Agglo-Mitarbeitern und Fachleuten Fragen stellen.

Das ungewöhnliche Vorgehen mit dem Studienauftragsverfahren habe sich gelohnt, sagte Jean Bourgknecht, Gemeinderat der Stadt Freiburg und Präsident des Beurteilungsgremiums, am Donnerstag an der Vernissage der Ausstellung. «Das Verfahren war eine Bereicherung, erlaubte einen breiten Blick und ermöglichte es, verschiedene Ansätze miteinander zu vergleichen.» Am Ende habe sich das Gremium einstimmig für das Projekt von Güller & Güller entschieden. «Seine strategische Vision für eine nachhaltige Raumentwicklung hat uns überzeugt.»

ÖV und Urbanität

Das Projekt seines Teams baue auf dem Bestehenden auf, erklärte Michael Güller von Güller & Güller. Das Programm vereint die Ansprüche der urbanen Entwicklung und des Ausbaus von öffentlichem Verkehr (ÖV) und sanfter Mobilität: Die Siedlungsentwicklung solle primär dort vorangetrieben werden, wo bereits ein gutes ÖV-Netz bestehe. Parallel dazu gelte es, ÖV und Langsamverkehr weiter auszubauen. «Über den ÖV lässt sich auch der städtische Charakter des Zentrums der Agglomeration entwickeln.»

Ein Trumpf der Agglomeration Freiburg seien die vielen Naherholungszonen: «Von überall her ist man in zwei Minuten im Grünen», so Güller. Dieses Charakteristikum gelte es zu bewahren. Auch die Agglo-Gemeinden ausserhalb des städtischen Zentrums habe man unter die Lupe genommen. Jede habe ihre eigenen Merkmale und Bedürfnisse. Düdingen zum Beispiel sehe er in der Rolle eines regionalen Zentrums mit grossem Entwicklungspotenzial. Derzeit werde das Programm laufend angepasst, sagte Güller. Unter Beachtung der Realitäten vor Ort und im Gespräch mit den Gemeinden entwickle es sich stetig weiter.

Ausstellung bei der Agglomeration Freiburg, Perolles 2, Freiburg. Bis zum 21. April, jeweils werktags von 14 bis 19 Uhr.

Meistgelesen

Mehr zum Thema