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Dritte Endrunde für den Kosmopolit

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Euro 08 Für Beenhakker ist die EM 2008 nach der WM 1990 (mit Holland) und der WM 2006 (Trinidad & Tobago) die dritte Endrunde. Er gilt als Mann für den schnellen Erfolg. Mit Ajax Amsterdam (1980 und 1990) und Real Madrid (1987) wurde er gleich in der ersten Saison Meister. Die Karibik-Kicker aus Trinidad & Tobago formte er innerhalb weniger Monate erst zu einem WM-Team und dann zu einer Equipe, die an der Endrunde gegen Schweden einen Punkt gewann.

Ansehnlicher Fussball

Auch in Polen stellten sich die Erfolge unter dem Rotterdamer nach kurzem Anlauf ein. Ab dem vierten Spiel in der EM-Qualifikation war das Team auf einem der ersten zwei Plätze klassiert. Beenhakker setzt mangels Stars auf ein starkes Kollektiv, das durchaus ansehnlichen Fussball bieten kann. «Seit Beenhakker Coach der Polen ist, schaue ich diesem Team gerne zu», sagte der frühere serbische Internationale Sinisa Mihajlovic, obwohl seine Landsleute in der Qualifikation ausgerechnet an Polen scheiterten.

Für viele Polen ist Beenhakker nicht nur für sportliche Belange ein Glücksfall. Sie hoffen auch, dass er dank seiner Erfahrungen im Ausland (Spanien, Schweiz, Saudi-Arabien, Türkei, Mexiko, Trinidad) und seines Charismas positiven Einfluss nehmen kann auf die Seilschaften des Postkommunismus an der mutmasslich korrupten Verbandsspitze.

Dass ihm vertraut wird, zeigt der Umstand, dass der Vertrag noch vor der Qualifikation für die Euro 2008 um zwei Jahre verlängert wurde. Staatspräsident Lech Kaczynski verkündete nach dem entscheidenden Schritt an die Endrunde, dass Beenhakker das Verdienstkreuz überreicht werden soll, und der Schriftsteller Jerzy Pilch sieht im Holländer einen «Nationalhelden».

Die Kritiker sind erstummt

Den Respekt musste sich Beenhakker in Polen trotz seiner erfolgreichen Karriere indes erst erarbeiten. Zahlreiche Experten und frühere Internationale hatten sich im Sommer 2006 skeptisch oder negativ zum Engagement des 65-Jährigen geäussert.

Kritisch kommentiert wurde vor allem, dass Beenhakker als erster Ausländer zum Coach der PZPN-Auswahl berufen wurde. Er werde es genau so wenig schaffen, etwas zu erreichen, wie vor ihm die Einheimischen in diesem Amt, sagte etwa Zbigniew Boniek, der Star der Achtzigerjahre und gescheiterte Nationalcoach von 2002. Mittlerweile beschränkt sich Bonieks Kritik auf Nebenschauplätze. Nach dem entscheidenden 2:0 gegen Belgien meinte er: «Ich bin wütend auf Leo, weil er Smolarek fünf Minuten vor Schluss auswechselte. Der hätte sonst noch den Hattrick erzielt.» Si

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