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Drogen-Affäre Albatros

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Ex-Chef des Albanerklubs vor Gericht

Autor: Von REGULA SANER

Der Kauf von fünf Kilogramm Heroin, der Tausch von einem Kilogramm Heroin gegen ein Kilogramm Kokain, der Empfang von 40 Kilogramm des Streckmittels Paracetamol sowie der Verkauf von fünf Kilogramm Paracetamol, Geldwäscherei, Mitgliedschaft bei einer kriminellen Organisation und der Verstoss gegen das Gesetz über Aufenthalt und Niederlassung: Die Taten, die dem 44-jährigen Mann aus Serbien-Montenegro zur Last gelegt werden, wiegen schwer. Seit 40 Monaten sitzt er deswegen bereits in Untersuchungshaft.

Im Zweifel für den Angeklagten

Es ist wohl einer der schwierigeren Fälle in der Affäre Albatros, den das Strafgericht des Saanebezirks unter Vorsitz von Nicolas Ayer zu beurteilen hat. Denn im Unterschied zu anderen Verfahren haben weder Telefonabhörungen noch Wohnungsdurchsuchungen brauchbare Beweise hervorgebracht. Die Anklage beruht in erster Linie auf Aussagen von Belastungszeugen aus dem Drogenmilieu, die zum Teil in der gleichen Affäre oder in anderen Strafverfahren schon verurteilt wurden. Die Anwälte des Angeschuldigten plädierten denn auch auf einen Freispruch ihres Mandanten, dies nach dem Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten».Der Angeschuldigte V. war zur Zeit der Polizeioperationen Patron des ehemaligen Albanerklubs im Espace Boxal. Der Ort gilt in der Affäre Albatros als Drehscheibe des aufgedeckten Heroinhändlerrings. V. bestritt jedoch, je etwas mit Drogen zu tun gehabt zu haben. Vielmehr versuchte er das Gericht von einem Komplott zu überzeugen. Die Polizei und der Untersuchungsrichter hätten anderen Angeschuldigten versprochen, dass sie frei kämen, wenn sie gegen ihn aussagen würden.

Anklage fordert 10 Jahre Gefängnis

Der stellvertretende Staatsanwalt Fabien Gasser hatte für solche Vorwürfe jedoch kein Gehör. Es gebe keinen Grund an der Glaubwürdigkeit der Zeugen zu zweifeln. Er rief zudem in Erinnerung, dass im Auto und in der Garage, im Haar sowie in einem ehemaligen Dancing des Angeschuldigten bei Lausanne Spuren von Heroin respektive Kokain gefunden worden seien. Die Anklage sah auch in der Tatsache, dass die Telefonabhörungen nichts Belastendes hergaben, keinen Beweis für die Unschuld von V. «Als Patron des Albanerklubs, wo alle bisher Verurteilten verkehrten, brauchte der Angeschuldigte für seine Drogengeschäfte kein Telefon», argumentierte Gasser. Und er fragte: «Wie konnte der Angeschuldigte für 500 000 Euro ein Hotel und für 100 000 Franken eine Sägerei im Kosovo kaufen, bei einem Monatslohn von 4000 Franken?» Verschiedene Indizien sprächen im Weiteren dafür, dass mit dem Kauf des Hotels Drogengelder gewaschen worden seien.So plädierte die Staatsanwaltschaft auf eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren und auf eine Ersatzforderung von 400 000 Franken respektive den Einzug des Hotels im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Angeschuldigten.Die Urteilsverkündung findet heute statt.

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