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Drohende Kirchenspaltung

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Im Streit um die orthodoxe Kirche in der Ukraine hat die russisch-orthodoxe Kirche scharfe Schritte gegen das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel beschlossen.

Abbruch der Beziehungen

Russisch-orthodoxe Geistliche sollten vorerst keine gemeinsamen Gottesdienste mehr mit Priestern des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel feiern, entschied das Leitungsgremium der russischen Kirche, der Heilige ­Synod, unter Vorsitz von Pa­triarch Kyrill I. in Moskau. In den Messen werde zudem das Ehrenoberhaupt der Welt­orthodoxie, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I., nicht mehr genannt. Der theologische Dialog mit Konstantinopel werde eingestellt, heisst es in der Erklärung des Leitungsgremiums weiter. Der Aussenamtschef der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion, sagte nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen, diese Entscheidungen entsprächen «ungefähr dem Abbruch diplomatischer Beziehungen» zwischen Staaten.

Ampel auf Gelb

Künftig würden in den Messen die Oberhäupter aller anderen orthodoxen Landeskirchen mit Ausnahme von Bartholomaios I.genannt. Kirchensprecher Alexander Wolkow sagte der Nachrichtenagentur Interfax, man habe mit dem Beschluss die Ampel in den Beziehungen zu Konstantinopel auf Gelb gestellt. Sie könne als Nächstes entweder Rot zeigen und so jede Bewegung stoppen oder grünes Licht für die Wiederaufnahme des Dialogs ­geben.

Es geht um die Ukraine

Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel hatte erst kürzlich zwei Bischöfe zu ­Exarchen für die Ukraine ernannt und sie beauftragt, in dem Land die Bildung einer eigenständigen (autokephalen) und damit von Moskau unabhängigen Kirche vorzubereiten. Die russisch-orthodoxe Kirche will ihre Oberhoheit über die orthodoxe Kirche in der Ukraine behalten.

Das Moskauer Patriarchat betrachtet die Ukraine als ihr kanonisches Territorium und spricht Konstantinopel das Recht ab, Bischöfe für das osteuropäische Land zu er­nennen.

kath.ch

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