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Druck gegen Missbrauch soll weiter erhöht werden

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Die kürzlich in Genf gegründete Organisation «End Clergy Abuse» (»Missbrauch durch Kleriker beenden», ECA) will künftig den Druck auf die katholische Kirche erhöhen, noch stärker gegen Missbrauch vorzugehen. Die Kirche müsse dazu gebracht werden, «strukturelle Mechanismen abzuschaffen, die den Missbrauch ermöglichen», sagte Gründungsmitglied Peter Saunders bei einer Pressekonferenz in Genf. Saunders, der als Jugendlicher von zwei Priestern missbraucht wurde, war 2016 nach öffentlicher Kritik an der Aufklärungsarbeit der Kirche aus der päpstlichen Kinderschutzkommission ausgeschlossen worden. ECA gehören Betroffene und Aktivisten aus 15 Nationen an, unter anderem aus Deutschland, Polen, Spanien, Italien und den USA. Ein besonderes Anliegen sei es, die Kirche dazu zu bringen, entschieden gegen Bischöfe vorzugehen, die Missbrauch vertuscht haben und Täter decken, hiess es bei der Pressekonferenz. Die Kirche müsse zudem alle tatrelevanten Daten zugänglich machen. Als «historisch» bezeichnete es Anne Barrett Doyle, Ko-Direktorin des Netzwerks BishopAccountability.org, dass Papst Franziskus jüngst eingeräumt hatte, in Chile habe es in der Tat systematische Vertuschung von Missbrauchstaten gegeben. Gleichwohl beklagte Saunders, der Vatikan winde sich immer noch zu oft aus der Verantwortung. Das chilenische Missbrauchsopfer Jose Andres Murillo, der von Papst Franziskus empfangen worden war, sagte, im Kampf gegen Missbrauch komme es auch auf Staaten und die jeweilige Gesellschaft an. In Regionen wie Afrika oder Lateinamerika würden missbrauchte Kinder immer noch zum Schweigen gebracht.

kath.ch

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