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«Du wärst auch einer für in den Keller»

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Sieben Schwinger von den Deutschfreiburger Clubs erstmals am Eidgenössischen

Autor: Von GUIDO BIELMANN

Meist kommen die Jungen durch ihre Eltern zum Schwingsport. Dass es auch anders gehen kann, zeigt das Beispiel von Patrik Spielmann aus Ried. Als er einmal mit den Kerzersern Schwingern nach deren Training bei einem Glas im Restaurant war, habe Stephan Tschachtli gemeint: «Du wärst auch einer für in den Keller.» Für in den Schwingkeller, wo die Schwinger ja in der Regel trainieren. Am folgenden Freitag war Patrik Spielmann im Training. Und Daniel Brandt, der Kerzerser Clubpräsident, habe ihn angespornt: «Du hast das Feuer, das wird gut.» So kam Patrik Spielmann zum Schwingen.Andreas Brand (Ried, SK Kerzers): Mit zwei Kränzen auf dem Konto geht Andreas Brand nach Aarau. Kniestich, Fussstich und Brienzer sind seine bevorzugten Techniken. Fragt man Andreas Brand nach seinem Vorbild, kommt etwas überraschend der Name eines Schwingers, der schon seit ein paar Jahren nicht mehr aktiv ist: Niklaus Gasser. Die Stärken von Andreas Brand sind die Ausdauer und die Geduld: «Ich gehe nicht allzu viel Risiko ein», hält der Gemüsegärtner aus Ried fest: «Ich schwinge, seit ich siebenjährig bin, und ich habe noch nie daran gedacht, aufzuhören.» In Aarau hofft er, «am zweiten Tag noch schwingen zu können».Simon Brand (Ried, SK Kerzers): Er besitzt den Kranz vom diesjährigen Walliser Kantonalen. Er bevorzugt den Kurz: «Aber ich variiere gerne und kontere auch.» Seine allgemeine Stärke ist das Mentale: «Parat sein», sagt er, «und nicht Angst haben. Ich denke immer, man kann jeden packen.» Ein Vorbild hat Simon Brand nicht: «Aber Matthäus Huber habe ich bewundert, sein angriffiges Schwingen, das gab immer Spektakel.» Seine Verbundenheit zum Schwingen sieht Simon Brand in der Tradition dieses Schweizer Brauchtums. Und sein Gefühl vor dem Eidgenössischen? «Ich bin fit, ich denke, dass das Fest für mich gut wird.»Joël Niederberger (Plaffeien, SK Sense): Er ist der zukünftige Schwager von Hans-Peter Pellet, der mit Clairine liiert ist – überflüssig also die Frage nach dem Idol. Und Joël Niederberger hat im Schwingen zwei wichtige Aspekte mit Pellet gemeinsam: «Keine Angst vor dem Gegner» und das Motto «Alles oder nichts.» Niederberger besitzt drei Kränze. Mit dem Fussstich ist er diese Saison einige Male zu schönen Erfolgen gekommen. Deshalb ist dieser Schwung mittlerweile auch sein bevorzugter. Im Schwingen haben es ihm die Tatsachen, dass es ein Nationalsport ist und dass man dabei viele Freundschaften knüpfen könne, angetan.Christoph Overney (Alterswil, SK Sense): Pellet und Zbinden sind die Vorbilder des Alterswilers Christoph Overney. Er besitzt fünf Kränze, den ersten errang er am Genfer Kantonalen 2005 – der wichtigste Kranz für ihn. Übers Knie leeren, der Kniestich, ist der Spezialschwung von Overney, der zugleich die Vielseitigkeit als seine eigentliche Stärke angibt: «Egal von welcher Seite, ich probiere überall anzugreifen.» Sein Gefühl vor dem Eidgenössischen: «Gemischt, aber es sind Neugier und Ehrgeiz dabei.» Dass Schwingen nicht jeder machen kann, versteht sich aufgrund der athletischen Voraussetzungen von selbst: «Auch solche mit grossen Dimensionen können sich in diesem Sport in Szene setzen», sagt Overney.Andreas Raemy (Guggisberg, SK Sense): Der Guggisberger Andreas Raemy schwingt seit eh und je beim Schwingclub Sense. Der Veterinärmedizin-Student beginnt im Herbst das vierte Jahr seines Studiums. Obwohl er in Guggisberg lebt, spricht Raemy auf dem Schwingplatz Senslerdeutsch. Das habe er gelernt, weil er die ganze Schulzeit in Plaffeien absolviert habe. Andreas Raemy geht mit drei Kränzen ans Eidgenössische, zwei vom Waadtländer Kantonalen und einen vom Freiburger Kantonalen 2006. Er bewundert Jörg Abderhalden, weil er sehr vielseitig in der Technik sei. «Im Schwingen ist jeder für sich selber verantwortlich. Wenn ich verliere, habe ich selber verloren, und mit dem gewinnen ist es auch so.» Sein bevorzugter Schwung ist der Kurz und seine Stärke ist die Fähigkeit, im Kampf die Technik umstellen zu können.Tobias Schär (Murten, SC Kerzers): Er hat drei Kränze und alle drei dieses Jahr gewonnen. Auf die Frage nach dem Vorbild antwortet Tobias Schär: «Unser Trainer Werner Jakob, er hat mir im vergangenen Winter in der Technik sehr viel beigebracht.» Tobias Schär war zunächst beim Judo bei Harasport Murten und kämpfte in der Mannschafts-Nationalliga B. Als Junior war er einmal Schweizer Vize-Meister. Dann kam er vor sechs Jahren zum Schwingen, weil sein Vater auch geschwungen habe. Heute weiss er: «Das Schwingen hat mir im Judo mehr geholfen als umgekehrt.» Seine Stärke sind die Kondition und die Kampfübersicht, was vom Judo herkomme.Patrik Spielmann (Ried, SK Kerzers): Mit drei Kränzen im Rucksack geht Patrik Spielmann ans Eidgenössische. Der vom Südwestschweizerischen 2006 sei der bedeutendste: «Der tut einem speziell etwas die Türen auf.» Er ist erst seit vier Jahren beim Schwingen. Vorbilder habe er zwei, zum einen Hans-Peter Pellet und zum anderen den Innerschweizer Heinz Suter: «Und zwar wegen der Art und Weise, wie er rüberkommt.» Der Gammen ist sein liebster Schwung, und sein Vorteil ist seine Kraft. Es heisst von Patrik Spielmann, dass nicht jeder ihn auf den Rücken legen könne. Er war schon am Unspunnen: «Jetzt habe er ein komisches Gefühl vor dem Eidgenössischen, wohl wegen der grossen Arena und der vielen Zuschauern.»

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