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Düdingen baut Betreuungsangebot aus

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«Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf», stellte der Düdinger SP-Generalrat Markus Roggo am Montagabend fest. Und er erntete kaum Widerspruch: Generalräte von links bis rechts waren sich einig, dass die aus­ser­schu­li­sche Betreuung im Dorf ausgebaut werden muss. «Ein zeitgemässes Angebot der ausserschulischen Betreuung ist für die Attraktivität des Standortes Düdingen wichtig und eine nachhaltige Investition», sagte etwa Brigitte Giroud von den Freien Wählern.

Der Generalrat beschloss mit grosser Mehrheit eine Ausdehnung des Betreuungsangebots auf neun Ferienwochen. Düdingen nimmt damit eine Pionierrolle im Sensebezirk ein: Zwar bieten einige Gemeinden die Betreuung an einzelnen Ferientagen an, aber nicht während ganzer Wochen.

Änderungsantrag wollte mehr

Bereits zuvor war beschlossene Sache, dass Düdingen ab dem Schuljahr 2018/2019 die Ferienbetreuung an einzelnen Tagen anbietet. Der Gemeinderat hatte dem Generalrat darum eine Anpassung des Reglements vorgeschlagen. Demnach sollten zudem die Öffnungszeiten eingeschränkt werden, wenn zu wenige Kinder angemeldet werden.

«Wenn beide Elternteile arbeiten wollen, wird es ohne umfassende Betreuung in den Ferien schwierig.»

Sara Lenherr

CVP-Generalrätin

 

Doch vier Generalrätinnen war das nicht genug. Susanne Aeschlimann (SP), Jacqueline Haymoz-Birbaum (Freie Wähler), Olive Haymoz (Junge Liste Düdingen) sowie Corina Stampfli (FDP) forderten in einem Änderungsantrag, die ausserschulische Betreuung in sämtlichen Schulwochen und während mindestens neun Ferienwochen von Montag bis Freitag anzubieten. Den Passus über die Einschränkung bei ungenügender Auslastung verlangten sie zu streichen: Dies führe zu einer unnötigen Unsicherheit. Sie begründeten ihren Antrag damit, dass dieser bessere Rahmenbedingungen für berufstätige Eltern biete und die Integration fördere. Sie glauben an eine positive Kosten-Nutzen-Bilanz: Langfristig flössen pro investierten Franken drei Franken zurück, etwa durch höhere Steuereinnahmen oder weniger Sozialhilfekosten.

Die Generalrätinnen rannten mit ihrem Antrag offene Türen ein. «Mein Partner und ich wollen weiterarbeiten, wenn wir Kinder haben werden. ­Ohne eine umfassende Betreuung in den dreizehn Ferienwochen wird das schwierig», sagte etwa CVP-Generalrätin Sara Lenherr. Markus Roggo gab zu bedenken, dass die vielen Neubauprojekte Zuzüger nach Düdingen brächten, die keine Verwandten in der Umgebung hätten. Sie seien auf ein gut ausgebautes Betreuungsangebot angewiesen.

Einzig die SVP zeigte sich skeptisch. SVP-Generalrätin Renata Rätzo bemängelte bereits den Vorschlag des Gemeinderats, weil nicht alle Zahlen zu den Kosten offengelegt worden seien. Sie verlangte darum, das Geschäft an den Gemeinderat zurückzuweisen.

Dies lehnte der Generalrat allerdings mit 36 Nein-Stimmen zu zehn Ja-Stimmen ab. Auch den Vorschlag des Gemeinderats lehnte der Generalrat mit 37 Nein-Stimmen ab. Hingegen wurde der Änderungsantrag zum Ausbau des Betreuungsangebots unverändert angenommen, mit 37 Ja-Stimmen zu drei Nein-Stimmen.

Mehrkosten auffangen

Das neue Angebot soll ab dem Schuljahr 2019/2020 eingeführt werden. Die Lohnkosten dürften laut dem Änderungsantrag 193 300 Franken pro Jahr betragen; das sind rund 70 000 Franken mehr als für 2018 budgetiert. Die Initiantinnen erwarten dank dem verbesserten Angebot aber höhere Betreuungserträge – dies werde einen Teil des zusätzlichen Personalaufwands auffangen. Der Generalrat genehmigte auch den neuen Maximalpreis von vier Franken für das Frühstück. Dieser betrug bis anhin 2.50 Franken.

Verkehr

Neue Haltestelle beim Camping

Beim Camping Schiffenen wird eine neue Bushaltestelle mit einer sichereren Strassenüberquerung gebaut. Das hat der Generalrat von Düdingen am Montagabend beschlossen. Das Geschäft sei schon lange im Gespräch; es liege auch eine Petition vor, sagte der zuständige Gemeinderat Patrick Stampfli (FDP). Gerade für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuss seien, sei die Querung schwierig. Der Kanton habe 2014 in einer Studie die Situation analysiert und sei zum Schluss gekommen, dass eine Verschiebung der Bushaltestelle Sinn mache. Zudem soll es neue Trottoirs und eine Fussgängerschutzinsel geben. Der Kanton übernimmt die Kosten für die Bushaltestelle, die Gemeinde einen Anteil von 170 000 Franken unter anderem für die Signalisation und Tiefbauarbeiten.

Stampfli sagte, der Gemeinderat sei nur halb zufrieden mit der Lösung. «Wir wollten Tempo 60 einführen», doch der Kanton sei damit nicht einverstanden gewesen. Deshalb wird es auch keinen Fussgängerstreifen geben, denn bei einer Strasse mit Tempolimit 80  km/h ist ein solcher nicht erlaubt. Da die neue Bushaltestelle jedoch bereits eine Verbesserung der Situation darstelle, empfahl er das Geschäft zur Annahme. Der Generalrat war der gleichen Meinung und stimmte dem Geschäft einstimmig zu. Zudem nahm er einen Antrag von Anton Haymoz (SP) an, der verlangte, dass sich der Gemeinderat beim Staatsrat für einen Fussgängerstreifen einsetzt.

Der Generalrat stimmte zudem der Ersatzbeschaffung eines neuen Mehrzweckgeräteträgers für 140 000 Franken zu. Dieser wird im Sommer zum Mähen und Düngen von Rasenflächen eingesetzt und im Winter zum Schneeräumen und Salzen. Der aktuelle Geräteträger hatte bereits mehrere Motorschäden und muss ersetzt werden.

nas

Gemeindeverband

Syndic Philipona: Entweder Region Sense oder Agglo

Der Düdinger Gemeinderat zog am Montagabend vor dem Generalrat eine Halbzeit-Bilanz der aktuellen Legislatur. Syndic Kuno Philipona (CVP) sprach dabei auch über das zeitweise schwierige Verhältnis von Düdingen zum Gemeindeverband Agglo Freiburg. Die Düdinger Bevölkerung hatte 2013 für einen Austritt aus der Agglo gestimmt – ein Austrittsantrag kann aber erst 2023 gestellt werden. Phi­lipona gab zudem zu bedenken, dass sich mit einer Fusion in Grossfreiburg in den nächsten Jahren grosse Veränderungen für den Vorortsverband Agglo ergeben werden.

Düdingen ist auch wichtiges Mitglied im Gemeindeverband Region Sense. Philipona glaubt: Langfristig muss sich Düdingen entweder für die Agglo oder die Region Sense entscheiden. Bis zu einem möglichen Agglo-Austrittsgesuch 2023 müsse die Gemeinde wissen, wie es weitergehe.

nas

 

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