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Düdingen bekommt seinen Regioexpress

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Es war ein historischer Tag für den Sensebezirk: Seit sieben Jahren engagierte sich die Region Sense für einen Halt des Regioexpress in Düdingen. Gestern war es erstmals so weit. Der RE von Bulle nach Bern hielt in der Gemeinde. Zwar war es nur ein ausserfahrplanmässiger Sonderhalt zur Präsentation des Fahrplanentwurfs 2019, welcher vom 28. Mai bis zum 17. Juni in die Vernehmlassung geht. Doch ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember soll der Halt dann endgültig die Regel werden.

«Regioexpress- Züge halten an Orten mit wesentlich weniger Einwohnern: Romont oder Palézieux.»

Nicolas Bürgisser

FDP-Grossrat

 

Auf allen Ebenen gekämpft

«Wir haben lange für diesen Tag gekämpft, namentlich seitens des Gemeindeverbands Region Sense», hielt der Sensler Oberamtmann Manfred Raemy gestern fest. Das habe sich nun ausgezahlt. «Lange hiess es, dieser Halt sei aus technischen und finanziellen Gründen nicht machbar», ergänzte Raemys Vorgänger, Grossrat Nicolas Bürgisser (FDP, Giffers). «Wir hielten den Verantwortlichen bei den SBB jedoch vor Augen, dass in der Schweiz Regioexpress-Züge an Orten mit wesentlich weniger Einwohnern halten: so etwa in Romont oder Palézieux.»

Das Nachtbus-Angebot wird ebenfalls ausgebaut.

Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach (CVP) erinnerte ihrerseits an ihre Interpellation an den Bundesrat aus dem Jahr 2015. Nur dieses vereinte Ringen auf allen politischen Ebenen habe den Erfolg gebracht. Auch der Düdinger Ammann Kuno Philipona (CVP) zeigte sich hoch zufrieden: Denn es werde nicht nur Düdingen, sondern grosse Teile des Sense- und des Seebezirks profitieren.

Und die Kosten? Gemäss Corinne Rebetez, Kommunikationsverantwortliche der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, geht es bei diesem zusätzlichen Halt um indirekte Kosten. Die Aufteilung der Einnahmen zwischen den verschiedenen Unternehmen, die auf diesem Abschnitt unterwegs seien, müsse mit diesem neuen Halt geändert werden. Dies ist laut Rebetez gegenwärtig aber immer noch Gegenstand von Diskussionen zwischen den involvierten Partnern.

«Dieser Stopp ist ein wesentliches neues Element des Fahrplanentwurfs 2019», hielt Staatsrat Jean-François Steiert (SP) fest. Es ist aber nicht das einzige. Auch der Halbstundentakt der S 1 auf der Linie Freiburg–Bern soll in die Abendstunden verlängert werden – ein Anliegen, für das sich zuletzt die Grossratsmitglieder Eliane Aebischer (SP, Düdingen) und Olivier Flechtner (SP, Schmitten) in einer Anfrage vom März starkgemacht hatten. Die Neuerung bedeutet vier zusätzliche Kurspaare montag- bis sonntagabends und somit den durchgehenden Halbstundentakt bis Mitternacht. Zu den weiteren Neuerungen gehört ein zusätzlicher Kurs auf der Linie S 30 von Freiburg nach Yverdon, jeden Abend um 23.38  Uhr, sowie eine Erweiterung des Nachtbusangebots (siehe Artikel unten). Von anderen Veränderungen bei den Bussen pro­fitiert der Greyerzbezirk. So ­werden zwei zusätzliche Kurspaare auf der Linie von Bulle nach Jaun eingeführt, und es kommt zu einer Anpassung der Streckenführung von Corbières über Broc nach Bulle, um die neue Orientierungsschule in Riaz zu bedienen.

Fernziel Viertelstundentakt

Jean-François Steiert benutzte aber auch die Gelegenheit, um einen Ausblick auf die weiteren Planungen für die kommenden sieben Jahre zu bieten. So soll der Fahrplan 2020 dank der Modernisierung des Bahnhofs Châtel-Saint-Denis den Halbstundentakt zwischen Palézieux und Bulle bieten. In den Jahren 2020 bis 2022 ist die Modernisierung des Bahnhofs Bulle vorgesehen. Zwischen 2023 und 2025 soll der Abschnitt zwischen Bulle und Broc-Fabrique auf Normalspur umgestellt und der Regioexpress Freiburg–Bulle bis Broc-Fabrique verlängert werden. Parallel dazu ist die Einführung des Greyerzer Teils des Buskonzepts Süd geplant. Bereits zwischen 2021 und 2022 soll gemäss Steiert ­eine Haltestelle in Avry-Matran gebaut werden. Und spätestens 2025 sollen auch der Viertelstundentakt für die Bahn in der Agglomeration Freiburg, der Halbstundentakt zwischen Bulle und Greyerz ­sowie der Halbstundentakt auf den Linien der Freiburger S-Bahn, welche die Kantonshauptstadt bedienen, auch abends und am Wochenende Realität werden.

Reaktionen

«Es geht nicht nur um die Gemeinde Düdingen»

An Reaktionen auf die Einführung des Regio- express-Halts in Düdingen mangelte es gestern nicht. «Unsere jahrelangen Bemühungen tragen endlich Früchte», schrieb die Gemeinde Düdingen in einem Communiqué. «Der Gemeinderat machte immer wieder darauf aufmerksam, dass wir auch in Bezug auf den öffentlichen Verkehr unsere Aufgaben als regionales Zentrum wahrzunehmen haben.» Es gehe nicht nur um ­Düdingen, sondern darum, dass die ganze Region Sense besser an den öffentlichen Verkehr angeschlossen werde.

Das Engagement rund um den Bahnhof gehe aber weiter. Die Gemeinde beabsichtige noch in diesem Jahr die Ausschreibung eines Planermandats für die Erweiterung der Bahnhofunterführung und die Umgestaltung der Bonnstrasse. Noch vor Dezember werde die Gemeinde auch die Resultate aus dem verkehrstechnischen Bericht zur Machbarkeitsstudie für eine Lichtsignalanlage bei der Düdinger Ortsdurchfahrt präsentieren. Diese Anlage werde jedoch im Kontext von mehreren mittel- bis langfristigen Massnahmen zu analysieren sein. Und nicht zuletzt habe die Gemeinde auch weitere Projekte eingereicht: so etwa die Einrichtung einer ÖV-Schnittstelle und den Neubau einer Park-and-Ride-Anlage bei der Autobahnausfahrt.

Auch die Sektion Freiburg des Verkehrs-Clubs der Schweiz begrüsste in einer Mitteilung die Innovationen, die der Fahrplanentwurf 2019 mit sich bringt. Und sie ruft die Bevölkerung ­dazu auf, rege an der Vernehmlassung teilzunehmen.

jcg

 

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