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Düdingen erhält von NUC die Rute

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«Düdingens Stärke ist, dass es keine Schwäche hat», hatte Neuenburgs Coach Lauren Bertolacci im Vorfeld der Partie gegen Düdingen gesagt – und damit lag sie zumindest in Bezug auf den gestrigen Tag ziemlich daneben. Ohne Durchsetzungsvermögen im Angriff, mit Mühe in der Annahme und zu wenig Konsequenz in der Defense fehlte es den Power Cats an allen Ecken und Enden. Der Gast hingegen bestätigte seine Fortschritte der letzten Wochen und liess nie Diskussionen über den Sieger aufkommen. 0:3 (13:25, 23:25, 15:25) lautete das Skore des Duells «enttäuschendes Düdingen» gegen «formstarkes Neuenburg». «Bei uns hat heute nicht viel zusammengepasst, kaum eine Spielerin hat ihre gewohnte Leistung abrufen können», rang der sichtlich aufgewühlte Trainer Dario Bettello nach der Niederlage um Worte. «Neuenburg war das klar bessere Team und hat den Sieg verdient.»

NUC variabler

Der Match in der Leimackerhalle begann bereits um 13.30 Uhr, da Düdingen am gestrigen Samichloustag vor dem Spiel seinen traditionellen Brunch geplant hatte. Durchführen konnte der Verein sein geselliges Beisammensein wegen Corona nicht, stattdessen lieferte er insgesamt 140 Brunchboxen den Leuten nach Hause. Das stellte sich im Nachhinein als kluge Entscheidung heraus, denn beim gestrigen Auftritt wäre das Risiko gross gewesen, dass dem einen oder anderen Power-Cats-Fan in der Halle das Brunch-Gipfeli im Hals stecken geblieben wäre. 1:8 lagen die Düdingerinnen schon nach wenigen Minuten im Rückstand. Immer wieder liessen sie sich von den Finten, die Neuenburg ungewohnt häufig in sein Spiel einstreute, überlisten. Die Variabilität, mit der die Gäste angriffen, war beeindruckend. Während Düdingen zu oft gegen den Block angriff, fanden die Neuenburgerinnen fast immer einen Weg, um auch an einem gut positionierten Block vorbei zu punkten. So hatten sie den ersten Satz nach nur 16 Minuten mit 25:13 im Samichloussack – schneller, als jeder Brunch-Kaffee hätte kalt werden können.

«Es ist schwer zu beschreiben, aber man hat schon vor dem Spiel gefühlt, dass eine grosse Spannung über dem Team lag», versuchte Mittelblockerin Samira Sulser den verpatzten Startsatz zu erklären. «Zudem hat uns NUC mit seinen Services stark unter Druck gesetzt, so dass wir gar nie richtig ins Spiel fanden. Wir haben angefangen, alles zu hinterfragen, so dass wir immer verkrampfter wurden.»

Nur kurzes Aufbäumen

Bettello reagierte und schickte im zweiten Satz Méline Pierret anstelle von Anna Mebus als Passeuse aufs Feld. «Anna hat diese Woche besser trainiert, weshalb ich mit ihr angefangen habe. Da wir in der Annahme aber Mühe hatten und nicht so präzis waren, musste sich die Zuspielerin viel bewegen. Méline ist diesbezüglich agiler und schafft unter Druck die besseren Pässe», erklärte der Coach seinen Wechsel. Zudem ersetzte Sarina Wieland die bis dahin blasse Amerikanerin Rachel Giustino.

Die Wechsel zahlten sich aus. Düdingen, das dann am häufigsten punktete, wenn es schnell über die Mitte spielte, konnte das Geschehen bis zum 13:13 offen halten. Das Aufbäumen war aber nur von kurzer Dauer. Eine kleine Schwächephase von Elena Steinemann, der erst eine Annahme missriet und die dann zwei Bälle ins Out schlug, ermöglichte es NUC, auf 18:13 davonzuziehen. Dieser Vorsprung reichte, um auch den zweiten Satz mit 25:23 ins Trockene zu bringen. Dass beim Satzball Trine Kjelstrup einen Service ins Aus schlug, war irgendwie symptomatisch. Selbst die Düdinger Topskorerin blieb weit unter ihren Möglichkeiten.

Der erste Punkt im dritten Satz ging an Düdingen, danach lagen die Power Cats immer zurück. Durch eine Servicereihe von Xenia Staffelbach – sie hatte in der Vorrunde noch verletzungsbedingt gefehlt – zog NUC von 11:7 auf 16:7 davon. Damit war die Partie gelaufen, Düdingen leistete sich schlicht zu viele Eigenfehler, um noch eine Wende herbeiführen zu können. 31 Eigenfehler standen bei den Power Cats am Ende in der Statistik, 19 beim Gegner. So liess auch der dritte Durchgang mit 15:25 keine Fragen offen.

«Nicht überbewerten»

0:3, so hoch haben die Power Cats seit dem 20. Januar 2020 (gegen Kanti Schaffhausen) nicht mehr verloren. Innerhalb von zwei Wochen war es nach dem 2:3 gegen Sm’Aesch-Pfeffingen die zweite Niederlage gegen einen der Titelanwärter. Da drängt sich die Frage auf, ob man sich als Fan der Power Cats Sorgen machen muss … «Das war unser mit Abstand schlechtestes Spiel der Saison, aber überbewerten sollte man das nicht», beruhigte Bettello. «Neun Mal haben wir gut gespielt, jetzt haben wir einen schwarzen Tag eingezogen. Das kann jedem passieren.»

«Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen», fand auch Samira Sulser. «Wir werden das Spiel analysieren, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und es künftig besser machen. Das müssen wir schaffen, wenn wir den Anspruch haben, ein Spitzenteam zu sein.»

Eine Woche bleibt den Senslerinnen, um das Ganze zu verarbeiten, ehe es dann Schlag auf Schlag weitergeht. Drei Matchs innerhalb von acht Tagen warten auf sie: Am Samstag müssen die Power Cats auswärts bei Val-de-Travers ran, ehe dann am Mittwoch mit Lugano und am Samstag mit Kanti Schaffhausen zwei Heimspiele gegen starke Gegner folgen.

Telegramm

Düdingen – Neuenburg 0:3 (13:25, 23:25, 15:25)

Leimacker. – Keine Zuschauer. – SR: Hefti/Mordasini.

TS Volley Düdingen: Giustino, Susler, Kjelstrup, Steinemann, Deprati (Libera), Mebus, Cash; Pierret, Wieland, Knutti (Libera), Eiholzer.

Neuenburg UC: Holt, Staffelbach, Lengweiler, Trösch, Scambray, Page, Benson (Libera).

Bemerkungen: Düdingen komplett, Neuenburg ohne Halter. Wahl zu den besten Spielerinnen: Cash und Page.

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