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Düdingen fehlte die Konstanz

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«Das Resultat ist etwas hart ausgefallen», sagte Düdingens Trainer Dario Bettello nach der Niederlage in Le Cannet. «Wir haben einige tolle Ballwechsel gespielt, konnten auch bis zu einem gewissen Zeitpunkt sehr gut mithalten. Insgesamt waren wir aber zu wenig konstant. Wir sind es schlicht nicht gewohnt, auf diesem Niveau zu spielen, und konnten dieses Level nicht über das ganze Spiel halten.» Auch wenn der Headcoach wusste, dass in Le Cannet die Trauben sehr hoch hängen, zeigte er sich nach dem harten 0:3 am Telefon etwas enttäuscht. «Von Spielen gegen solche Teams wie Volero träumst du. Es ist schade, haben wir nicht noch einen Schritt mehr machen können.»

Immer wieder Lazareva

Volero Le Cannet ist der neue Verein des ehemaligen Volero-Zürich-Präsidenten Stav Ja­cobi. Vor rund eineinhalb Jahren hat er seine Spielerinnen an die Côte d’Azur umgesiedelt, um mit ihnen in der französischen Ligue A anzutreten. Mit den beiden Passeusen Anastasiia Korienko und Petya Barakova und mit Liset Herrera Blanco sind allerdings nur noch drei Spielerinnen mit kurzer einjähriger Zürcher Vergangenheit im Team von Le Cannet. Überhaupt ist Jacobis neues Volero nicht mehr mit so vielen erfahrenen internationalen Top-Volleyballerinnen bestückt wie seine alte Liebe, dafür gehören einige vielversprechende Nachwuchstalente zum Team.

Eine davon ist die 22-jährige Russin Anna Lazareva. Die 191  cm grosse Diagonalangreiferin erzielt in der französischen Ligue A in fast jedem Spiel mindestens 20 Punkte, zuletzt brachte es die französische Ligatopskorerin gegen Saint-Raphaël gar auf 31 Zähler. Lazareva war es denn auch, die Düdingen im ersten Satz immer wieder vor Probleme stellte. Sie variierte ihre Angriffe geschickt, schlug den Ball immer wieder via Düdinger Block ins Seitenaus. Am Ende des Spiels hatte sie 21 Punkte und damit im Alleingang fast einen Satz für Volero gewonnen.

Die Power Cats hielten aber gut dagegen, wobei sich die Bulgarin Simona Dimitrova als Aktivposten gute Noten verdiente. So blieb das Geschehen bis zum Stand von 17:15 überraschend ausgeglichen. Mit einer Drei-Punkte-Servicereihe von Liset Herrera Blanco zog Volero aber davon. Und als dann auch noch Sarina Brunner einen einfachen Angriffsball verhaute und Ségolène Girard einen Service in das Netz schlug, zeigte sich, dass auf diesem Niveau eben jegliches Nachlassen konsequent bestraft wird. Mit 25:18 holte sich Volero den Satz (zu) deutlich. «Wir haben in der Schlussphase des Satzes etwas zu viel gewollt, wollten zu viel Druck machen und haben dadurch Fehler begangen», resümierte Dario Bettello.

Nie in Führung

Die Französinnen nahmen den Schwung mit in den zweiten Durchgang und gingen 6:2 in Führung. Den Power Cats gelang es aber gut, den gefürchteten Service von Volero zu kontrollieren. Sie griffen variantenreich an und schafften es, zwischenzeitlich bis auf zwei Punkte heranzukommen. Und doch hiess es am Ende nach einem Serviceass von Kornienko 25:19 für Volero.

Ähnlich verlief auch der dritte Satz: Düdingen spielte zwar fokussiert und konzentriert, kämpfte beherzt und kam dem Favoriten bei 15:14 so nahe wie noch nie zuvor. Doch immer dann, wenn Volero ernsthaft in Bedrängnis zu geraten schien, vermochte es, zwei Zacken zuzulegen. Was immer die Gäste auch versuchten, Le Cannet hatte eine noch bessere Antwort parat. Düdingen schaffte es während des ganzen Spiels nie, in Führung zu gehen. «Nach dem 15:14 hat fast nur noch Volero gepunktet», kommentierte Bettello die 16:25-Satzniederlage. «Wir haben immer wieder kleine individuelle Fehler gemacht. Doch auch kleine Fehler summieren sich.»

Vorteil Volero

Trotz der Niederlage können die Power Cats einige positive Aspekte aus Südfrankreich mitnehmen. Zum einen konnten sie in der Annahme und in der Defense überzeugen. «Dass die Schläge so wuchtig kommen, sind wir nicht gewohnt. Trotzdem konnten wir gut mithalten, das gibt Selbstvertrauen», sagte Bettello. Gute Noten verdiente sich auch die Blockarbeit der Power Cats. Und nicht zuletzt konnte Ralina Doshkova, die zuletzt wegen Angstgefühlen aufgrund von Herzproblemen ausfiel, wieder über längere Zeit spielen und Selbstvertrauen tanken.

Dennoch: Für das Rückspiel, das am 5. Februar im St.  Leonhard in Freiburg stattfindet, liegen die Vorteile ganz bei Volero. «Wir haben nun zwei Wochen Zeit, um die Partie zu analysieren und die Lehren daraus zu ziehen», blickte Bettello voraus. «Wir kommen noch stärker zurück.»

Telegramm

Le Cannet – Düdingen 3:0 (25:18, 25:19, 25:16)

Le Cannet, Gymnase Maillan. – SR: Arrarte Mira (Esp)/Georgiev (Bul).

Volero Le Cannet: Herrera Blanco, Kornienko, Yaneva, Hasanova, Lazareva, Bytsenko, Ortschitt (Libera); Abrhamova, Agbolossou, Celic.

TS Volley Düdingen: Pierret, Dimitrova, Girard, Brunner, Granvorka, Cash, Deprati (Libera); Mebus, Doshkova, Sulser, Zurlinden.

Bemerkungen: Düdingen ohne Steinemann (verletzt).

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