Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Düdingen in der Hand der Turner

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Düdingen in der Hand der Turner

7000 Turner und 6500 Düdinger lernten einander während fünf Tagen kennen

Während fünf Tagen über zwei Wochenenden stand Düdingen ganz im Zeichen des Turnens. Bewohner und Turner hatten bei verschiedenen Anlässen Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu lernen.

Von URS HAENNI

Es ist Sonntagmorgen gegn 9 Uhr. Aus dem Begegnungszentrum Düdingen macht sich eine Gruppe Trachtenfrauen, die Haare kunstvoll zu Zöpfen geflochten, auf den Weg Richtung Dorfzentrum. Sie kommen an der Gartenwirtschaft des «Ochsen» vorbei, wo sich gerade eine Gruppe Turner bei Kaffee und Gipfeli den Schlafmangel einer langen Nacht hinunterspült.

Eine Turnerdelegation im gelb-grünen Trainingsanzug folgt dem Fahnenträger Richtung Hotel des Alpes. Vom Landi-Laden her macht sich eine weitere Gruppe auf, eingedeckt mit Verpflegung für den «Tag danach».

Vom Hotel des Alpes aus folgen Punkt 9.30 Uhr die Fahnendelegationen einer Guggenmusik in einem Umzug durchs Dorf. Die Turnerfiguren und die vier «F» – Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei – wehen im Wind.

Disziplin und Ausgelassenheit

Guggenmusik und Turnerfahnen – eine Kombination, die auf den ersten Blick komisch anmutet, ist durchaus symbolisch für das heutige Turnwesen: Tradition und Moderne, Disziplin und Ausgelassenheit.

Der Umzug am Sonntagmorgen stellt jenen Moment dar, an dem ein Turnfest vom sportlich-ehrgeizigen zum feierlichen Teil übergeht. Die wichtigen Wettkämpfe vom ersten Wochenende und vom Samstag des zweiten Wochenendes sind vorbei; am abschliessenden Sonntag steht nur noch ein Plausch-Volleyballturnier und die Abschlussdarbietung auf dem Programm.
Die Abschlussvorführung fand gestern in der Eishalle vor vollen Rängen – Turner wie auch Besucher – statt. Es ist dies der Anlass, an dem sich traditionsgemäss die Turnergemeinschaft selbst feiert. Die besten Sektionen dürfen zur Siegerehrung aufs Podest steigen; die stärksten Riegen geben nochmals ihre Wettkampfübung zum Besten.
Dass nebst den spektakulären Sprung- oder Schaukelringübungen noch die einheimischen Düdingerinnen als Turnfestsieger in der Gymnastik ihre Übung nochmals zeigen durften, war so etwas wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

Der Präsident des Westschweizer Turnverbandes lobte das Düdinger Organisationskomitee um Präsident Pascal Leimgruber für die «Professionalität und das Charisma» in der Organisation.

«Saalwette» verloren

Die Organisation zeichnete sich durch eine hervorragende Infrastruktur in Turnhalle, Eishalle und Sportplatz Leimacker sowie den Aussenstandorten Wolfacker und Wünnewil genauso aus, wie durch eine mustergültige Einhaltung des Zeitplans. Nur dies ermöglichte es den 7000 Turnern aus der ganzen Schweiz, reibungslose Wettkämpfe zu bestreiten.

Düdingen zeigte sich auch innovativ und organisierte im Podium zwei Gala-Shows, wo sich Turnerisches und Ausserturnerisches kreuzte. Beide Shows waren fast ausverkauft.

Ganz zum Schluss, am Sonntag nach der Darbietung der Waadtländer Seniorinnen mit Medizinball zu Technomusik, stellte der Vorstand des Westschweizer Verbandes dem OK-Präsidenten noch eine Art «Saalwette». Das ganze Düdinger OK sollte zu einem Erinnerungsfoto in die Eishalle kommen. Nur sieben der zwölf OK-Mitglieder trafen ein. Es war die einzige verlorene Wette des Wochenendes.
«Alles verlief nach Plan»

Unmittelbar nach der Schlussvorführung hat OK-Präsident Pascal Leimgruber gegenüber den FN eine erste Bilanz gezogen.

Mit PASCAL LEIMGRUBER
sprach URS HAENNI

Fünf Tage Turnbetrieb in Düdingen sind vorbei. Welches war Ihr persönlicher Höhepunkt?

Das war sicher am Samstag des zweiten Wochenendes, als die grösste Anzahl an Turnern, Helfern und Kampfrichtern im Einsatz standen und alles reibungslos ablief.

Wie sieht eine erste Bilanz aus in folgenden Bereichen: sportlich?

Es wurde auf einem sehr hohen Niveau geturnt; wir hatten auch Schweizer Meister. Bei der Jugend hat man gemerkt, dass die Risikobereitschaft für Topleistungen sehr gross ist. Das wird je länger je mehr zum Problem; da muss man sich etwas einfallen lassen.

. . . organisatorisch?

Zwei Tage vor Festbeginn waren wir mit allem «à jour». Es hat sich dann alles so abgespielt, wie es auf dem Papier und im Kopf geplant war. Alles hat geklappt.

. . . stimmungsmässig?

Wir haben gemerkt, dass das Verständnis zwischen Welschschweiz und Deutschschweiz nicht so da ist wie erwartet. Die Festhalle war gefüllt, dann spielte die österreichische Musikband zwei Lieder, und schon waren die Welschen weg Richtung Bierzelt.

. . . finanziell?

Da ist es noch zu früh, um etwas zu sagen. Unser Ziel war, dass das Budget von 870 000 Franken zumindest ausgeglichen ist. Ein Gewinn steht nicht im Vordergrund; wir wollten vor allem ein Fest für die Turner machen.

Wann ist für Sie das Turnfest abgeschlossen?

Der Abbau sollte zu einem grossen Teil schon am Sonntagabend erfolgen, dann bis Mittwoch mit Hilfe des Zivilschutzes. Bis Ende Woche sollte alles wieder wie vorher aussehen. Die Schlussberichte und Rapporte folgen später. Unser Ziel ist es, bei der Delegiertenversammlung des Westschweizer Verbandes am 26. November das Dossier abzugeben.

Meistgelesen

Mehr zum Thema