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Düdingen mit den besseren Nerven

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 Dreimal in Folge musste der TSV Düdingen zuletzt als Verlierer vom Platz. Die beiden 0:3-Niederlagen gegen das übermächtige Volero Zürich mussten zwar erwartet werden, für das Selbstvertrauen der Senslerinnen war die Niederlagenserie dennoch wenig förderlich. So war man auf Seiten des TSVD gestern Abend froh, mit Franches-Montagnes wieder einmal auf einen Gegner mit ähnlicher Kragenweite zu treffen. In der Qualifikation hatten sich die beiden Teams zwei hart umkämpfte Fünf-Satz-Duelle geliefert, wobei jede Seite einmal die Oberhand behalten hatte. Beim Finalrundenhinspiel fiel die Entscheidung in vier Sätzen, 3:1 lautete das Verdikt zugunsten von Franches-Montagnes.

Den Gegner überrumpelt

Vom erwarteten Kampf auf Biegen und Brechen war gestern Abend jedoch nichts zu sehen. Anstatt zwei ebenbürtigen Gegnern bekamen die spärlich anwesenden Zuschauer in der Leimackerhalle einen TSV Düdingen zu sehen, der sein Gegenüber im ersten Satz in Grund und Boden spielte. Ob beim Service, beim Angriff oder in der Verteidigung–die Senslerinnen waren auf allen Positionen besser besetzt. Nach einer guten Viertelstunde hatten die wacheren und agileren Gastgeber den ersten Satz mit 25:14 im Sack.

Düdingen nahm auch im zweiten Durchgang viel Risiko beim Service und setzte die Gegnerinnen so unter Druck. Franches-Montagnes hatte sich inzwischen besser auf die Düdinger Spielweise eingestellt und vermochte das Spielgeschehen nun ausgeglichen zu gestalten. Immer wieder war es Topskorerin Emily Stockman, die die Lücke im Sensler Block fand. Erst beim Stand von 20:20 vermochten sich die Düdingerinnen mit vier Punkten Vorsprung entscheidend abzusetzen. Den dritten Satzball verwerteten sie schliesslich zum 25:23.

«Liessen uns einlullen»

Das Spiel hielt nun das, was man sich von ihm versprochen hatte. Was anfangs nach einem leichten Durchmarsch Düdingens ausgesehen hatte, entwickelte sich nun zu einem packenden und phasenweise hochstehenden Duell. Weil der TSVD in der Annahme aber nun etwas die Präzision vermissen liess und sich auch sonst einige leichte Fehler leistete, musste er stets einem Rückstand nachrennen. Der Rückstand wuchs zwar nie über drei Punkte an, doch dies reichte Franches-Montagnes, um den ersten Satzgewinn zu feiern (25:22). «Wir haben uns von der langsamen und wenig druckvollen Spielweise des Gegners richtiggehend einlullen lassen», ärgerte sich Trainer Nicki Neubauer über den verlorenen Satz. «Die Spielerinnen verloren die Spannung und produzierten prompt zu viele Fehler.»

Düdingen liess sich von diesem Rückschlag allerdings nicht nervös machen und knüpfte im vierten Satz wieder an die Leistung aus dem ersten Durchgang an. Topskorerin Tara Mueller, die im dritten Satz etwas in der Versenkung verschwunden war, übernahm wieder viel Verantwortung. Ihre kraftvollen Smashes landeten wieder im gegnerischen Feld anstatt im Netz oder im gegnerischen Block. Zudem meldete sich Katie Fuller nach ihren eher bescheidenen Auftritten in den vergangenen Spielen erfolgreich zurück und steuerte insgesamt 29 Punkte für Düdingen bei. «Im vierten Satz ist es uns gelungen, den Schalter wieder umzulegen und unser Tempo zu spielen», so Neubauer. «Da hat man dann deutlich gesehen, das Franches-Montagnes von unserem Rhythmus überfordert war.» Unter der Regie einer stark aufspielenden Kristel Marbach sicherten sich die Düdingerinnen den vierten Satz verdient mit 25:22.

Die Chancen steigen

Hatte Düdingen in den vergangenen drei Jahren in sämtlichen Partien gegen Franches-Montagnes klar den Kürzeren gezogen, machte das Team von Nicki Neubauer gestern deutlich, dass es in dieser Saison grosse Fortschritte gemacht hat und niveaumässig zu den Jurassierinnen aufgeschlossen hat. Dank der gewonnenen drei Punkte haben die Senslerinnen auch in der Tabelle einen Schritt nach vorne gemacht. Weil Schaffhausen in Köniz ohne Zähler blieb, schob sich Düdingen in der Tabelle an Kanti vorbei und liegt nun punktgleich mit Franches-Montagnes auf Platz vier. Hinter den bereits enteilten Spitzenteams Volero Zürich und Volley Köniz ist der Kampf um die weiteren Plätze damit wieder völlig offen. Die Chancen, dass Düdingen die Finalspiele auf Platz 4 oder 5 abschliessen und damit nächste Saison international antreten kann, sind intakt. Während Franches-Montagnes noch gegen Köniz und Volero antreten muss, wartet auf Düdingen mit Neuenburg und Kanti Schaffhausen das deutlich einfachere Restprogramm.

Telegramm

Sporthalle Leimacker. – 150 Zuschauer.

TSV Düdingen Volley:Kristel Marbach, Tara Mueller, Vanja Matic, Katie Fuller, Pamela Leycik, Andrea Lakovic, Haley Jacob (Libera); Muriel Grässli.

Franches-Montagnes:Ana Cristina Vilela Porto, Emily Stockman, Kelsey Petersen, Aude Buchwalder, Cosima Wieland, Taryn Sciarini (Libera), Kelli Fiegen; Elise Boillat.

Rangliste:1. Volero Zürich 6/20 (18:3). 2. Köniz 7/20 (19:6). 3. Neuenburg 6/9 (10:9). 4. Franches-Montagnes 7/6 (8:16). 5. Düdingen 7/6 (7:17). 6. Schaffhausen 7/5 (7:18).

 

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