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Düdingen rutscht tiefer in den Abstiegssumpf

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Eigentlich dachte man nach der 0:1-Heimniederlage gegen das Schlusslicht am Wochenende zuvor, der SC Düdingen sei am sportlichen Tiefpunkt angelangt – die Vorstellung am Samstag in Naters war aber wohl noch ein Quäntchen schwächer. Hätten die Walliser nur die Hälfte ihrer Chancen in Tore umgemünzt, wäre diese Partie der Angst wohl nach einer Stunde schon entschieden gewesen. Erst, als der Heimklub kurz vor Ablauf der ersten Stunde beim Stande von 2:0 einen Foulpenalty durch seinen zweifachen Torschützen Saleh Chihadeh kläglich verschoss, schien nochmals ein Ruck durch das Gästeteam zu gehen. Die wohl beste Möglichkeit des Verliererteams vereitelte dann der junge Natershüter Diego Berchtold (21), als er kurz danach einen Schuss des vorgerückten Fabian Stoller um den Pfosten lenkte. Hätte sein Team in dieser Szene das Anschlusstor geschossen, wäre vielleicht noch etwas dringelegen, trauerte ein bös enttäuschter SCD-Trainer Martin Lengen nach dem Match dieser verpassten Möglichkeit nach. Aufgrund der Spielanteile und der klaren Torchancen war allerdings der Sieg der Walliser mehr als verdient und bringt Naters dem Ligaerhalt wieder ein Stück näher.

Naters zunächst überlegen

Dass nach zuvor vier Niederlagen in Folge im Spiel der Düdinger der Wurm steckt, zeigte dieses samstägliche Auswärtsspiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auf deutliche Art und Weise. «Hinten schenkten wir dem Gegner die beiden Tore, und vorne lief einmal mehr fast überhaupt nichts», lautete die offene und ehrliche Bilanz von Martin Lengen eine halbe Stunde nach Spielende. Wie recht er damit hatte, sahen die wenigen mitgereisten Zuschauer bei ungemütlichen Bedingungen fast über die gesamten 90 Minuten. Der SCD war nie imstande, den keck nach vorne spielenden Natersern Paroli zu bieten, und zeigte vor allem in der Abwehr unglaubliche Aussetzer. Der erst zum zweiten Mal auflaufende Junior Jannick Rytz (19) hatte wie die neu formierte Mittelabwehr – Stoller ersetzte dabei den gesperrten Corovic – gegen das vife Angriffsduo Chihadeh/Ziegler riesige Mühe. Der Flügelstürmer mit nordafrikanischer Herkunft zeichnete dabei für die beiden ersten und zugleich entscheidenden Tore verantwortlich. Beim 1:0 köpfte er den Ball nach einem Freistoss am herauslaufenden Wingeier vorbei ins Tor, und nach einer halben Stunde traf er wiederum am hinteren Pfosten fast ungehindert zum 2:0. Ausser einem Versuch von Christoph Catillaz kurz nach Spielbeginn hatte Düdingen im ersten Umgang keine einzige Torchance; das Team war beim Seitenwechsel mit dem 0:2-Rückstand noch gut bedient.

Offene zweite Halbzeit

Gleich nach dem Tee rettete Roger Wingeier gegen den allein auf ihn losziehenden Michel Ziegler und hielt so seine Mannschaft im Spiel. Zwischen den Stürmern und der Abwehr klaffte beim SCD an diesem Tag meistens ein riesiges Loch, das das überforderte Mittelfeld der Roten nie schliessen konnte. Dann folgten die eingangs erwähnten heissen Szenen mit dem verschossenen Penalty und Stollers Möglichkeit. In der letzten halben Stunde konnten die Düdinger nun das Spielgeschehen ausgeglichener gestalten, aber auch mit den drei Einwechslungen ergab sich kaum mehr Druck auf das Tor von Berchtold, der seit Rückrundenbeginn die Nummer 1 im Tor der Walliser ist. Für Naters-Trainer Dejan Markovic war der Sieg seiner Truppe denn auch mehr als logisch: «Wir hätten den Sieg längst vor dem Abpfiff in trockene Tücher bringen müssen. Was wir heute an Chancen hatten, reicht sonst für drei Siege.» Dabei dachte er wohl an die letzte verpasste Chance seines Doppeltorschützen, der es fertig brachte, aus zehn Metern alleine vor dem Düdinger Tor das leere Gehäuse zu verpassen (64.). Auch als Naters nun deutlich Tempo wegnahm, fanden die Sensler nie ein Mittel, wenigstens noch den Ehrentreffer zu erzielen.

Mit diesen drei Punkten sei man nun auf gutem Weg zum Ligaerhalt, sagte der Walliser Übungsleiter stolz und zufrieden über die Leistung seiner kompakten Truppe. Solche Sätze kamen nach dem Match aus dem Munde seines Antipoden Martin Lengen selbstredend nicht: «Wenn wir aus dem Schlamassel kommen wollen, müssen wir in den beiden kommenden Heimspielen ganz anders auftreten, als dies zuletzt der Fall war.»

Nebst dem Verlust der Punkte kam in der Nachspielzeit noch ein weiterer Rückschlag auf sein Team zu, denn Ermin Gigic kassierte nach einem Disput mit dem allerdings tatsächlich unsicheren Schiedsrichter noch eine völlig unnötige Rote Karte. Er wird in dieser Saison kaum mehr auflaufen. Diese unschöne Szene passte bestens in leidliche Bild, das Düdingen seit Wochen abgibt. Noch steht die Uhr bei fünf vor zwölf, und noch hält die Mannschaft den Ligaerhalt in den eigenen Händen, aber im Gegensatz zum Gegner hatte man in diesem Match von einigen Leistungsträgern nie das Gefühl, dass sie sich dem Ernst der Lage richtig bewusst sind. Und das ist wohl im Moment die grösste Gefahr, die dem Erstligaklub aus dem Sensebezirk droht.

Telegramm

Naters – Düdingen 2:0 (2:0)

Sportplatz Stapfen: 150 Zuschauer. – SR Nenad Skalonja.

Tore: 17. Chihadeh 1:0, 29. Chihadeh 2:0.

FC Oberwallis Naters: Berchtold; Steiner, Schalbetter, Robles, Korneta; Zwimpfer (88. Ritz); Sphaiu, Bernini, Feldner; Ziegler (68. Indermitte), Chihadeh (82. Mustafi).

SC Düdingen: Wingeier; Suter, Cassara, Stoller, Rytz (64. Boschung), Piller, Iseni, D. Rebronja (64. Arevalo); Catillaz (73. Metroglu); A. Rebronja, Gigic.

Bemerkungen: Naters ohne Amacker (verletzt); Düdingen ohne Bürgy, Muala, Mendizov (verletzt), Corovic (gesperrt). Chihadeh schiesst Foulpenalty neben das Tor (53.). Verwarnungen: Zwimpfer (24.), Stoller (37.), Iseni (90.); Rote Karte: Gigic (91. SR-Beleidigung).

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