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Düdingen sagt Ja zu allen Geschäften

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Im Vergleich zu den letzten Malen verlief die Gemeindeversammlung Düdingen am Mittwochabend ruhig und mit wenig Diskussionen. Die 170 Anwesenden stimmten einer Erhöhung des Trinkwasserpreises mit 156 zu 8 Stimmen zu. Im Oktober hatte die Versammlung ein überarbeitetes Trinkwasserreglement abgelehnt (die FN berichteten). Der Kanton fordert ein neues Reglement, der Gemeinderat pries dieses im Oktober als gerechter, die Bürger sahen es allerdings als zu kompliziert an. Die Erhöhung des Preises von 1.40 auf 1.90 Franken pro Kubikmeter Wasser geschieht nun im Rahmen des bisherigen Gesetzes, gilt allerdings als Übergangslösung. «Die Wasserversorgung war lange unterfinanziert. Eine Erhöhung ist dringend notwendig, damit wir die anstehenden Investitionen tätigen können», sagte Gemeinderat Markus Bapst. So seien etwa eine Quellsanierung, der Bau eines neuen Reservoirs und Sanierungen der Leitungen notwendig.

 Die Preiserhöhung tritt am 1. Juli in Kraft, innerhalb der nächsten drei Jahre wird der Gemeinderat den Bürgern ein neues, den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Reglement vorlegen.

Betreuungsreglement: Ja

Die Gemeindeversammlung bewilligte klar das Gemeindereglement über die ausserschulische Betreuung. In einer zweijährigen Pilotphase bietet Düdingen eine Betreuung für Schulkinder mittags und nachmittags nach der Schule (siehe FN vom 21. März). Die Anwesenden begrüssten diesen Schritt mit grosser Mehrheit. «Die Familienbetreuung liegt uns am Herzen», sagte Evelyn Baeriswyl, Präsidentin der CVP Düdingen. Sie wies jedoch darauf hin, dass die Gemeinde Synergien nutzen und die Kosten für die Betreuung tief halten solle.

Bérénice Wisard von der SP Düdingen betonte: «Eine grosse Gemeinde wie Düdingen sollte schon lange eine ausserschulische Betreuung haben.» Und Brigitte Giroud, Präsidentin der Freien Wähler, forderte: «Auch weniger gut Verdienende sollen sich die Betreuung leisten können.» Der Gemeinderat solle deshalb die Kosten für die Eltern so tief wie möglich halten.

Einzig Stefan Siegenthaler, Präsident der örtlichen SVP, kritisierte, dass die Limite für den maximalen Tarif tiefer angesetzt werden solle. Momentan beträgt der teuerste Beitrag für die Betreuung 8.50 Franken pro Stunde und pro Kind. Diesen bezahlen Eltern mit einem Jahreseinkommen über 130 000 Franken. Siegenthaler forderte, dass bereits Eltern mit einem geringeren Einkommen den Maximalbetrag bezahlen sollten. Gemeinderat Andreas Binz wies darauf hin, dass die Tarife für die ausserschulische Betreuung in Düdingen im Vergleich mit den umliegenden Gemeinden bereits sehr hoch seien.

Pfadi-Darlehen: Ja

Ja sagten die Anwesenden auch zu einem zinslosen Darlehen in der Höhe von 100 000 Franken an die Pfadi Düdingen. Die Pfadi Düdingen braucht das Geld, um in der Chlempa eine Liegenschaft für ein neues Pfadiheim zu erwerben (siehe FN vom 7. April). «Die Pfadi leistet wertvolle Arbeit, die nicht bezahlt werden könnte», sagte Gemeinderat Andreas Binz, als er das Geschäft vorstellte. Ein Anwesender fand, dass das Darlehen angesichts der angespannten Finanzlage der Gemeinde nicht bewilligt werden sollte. «Es ist nicht angebracht, dass die Pfadi die hohle Hand macht», sagte er. Damit kam er aber nicht gut an. «Wir haben die Fussballer unterstützt, jetzt sollten wir auch die Pfadi unterstützen», sagte einer. Und ein älterer Herr fügte an: «Es ist eigentlich eine Frechheit, dass die Pfadi das Geld zurückbezahlen muss. Ich beantrage, dass wir die 100 000 Franken schenken.» Er erntete Applaus–die Versammlung folgte aber dennoch dem Antrag des Gemeinderates.

Kommunalfahrzeug: Ja

Diskussionslos und ohne Gegenstimme bewilligte die Gemeindeversammlung auch den letzten Antrag des Gemeinderates: einen Kredit von 250 000 Franken für die Beschaffung eines Kommunalfahrzeuges.

Rechnung

Defizit tiefer als budgetiert

Diskussionslos und ohne Gegenstimme genehmigte die Generalversammlung Düdingen die Rechnung 2013. Sie schliesst mit einem Defizit von238000 Franken, bei einem Aufwand von rund31,5 Millionen. Der Voranschlag hatte ein Minus von706000 Frankenvorgesehen. Die Fürsorgekosten etwa wurden reduziert oder Beiträge an Sonderheime fielen tiefer aus. Es wurden leicht mehr Steuern eingenommen. Die Gemeinde investierte5,3 Millionen Franken. Wichtig waren der Beitrag an den Umbau der OS Plaffeien(2,7 Millionen Franken)und die zweite Etappe der Kugelfangsanierung(830000 Franken). Die Schuldenzunahme betrug3,5 Millionen Franken; dank des Bevölkerungswachstums sank die Bruttoverschuldung pro Kopfvon 5710 auf 5692 Franken. Die Nettoverschuldung pro Kopf stiegvon 4523 auf 4842 Franken.mir

Agglomeration: «Ein Austritt wird schwierig, vielleicht unmöglich»

A n der gestrigen Sitzung des Agglorates reichten die vier Düdinger Aggloräte eine Motion zu einer Statutenänderung ein. Denn die Gemeinde Düdingen will aus der Agglomeration Freiburg austreten. An der Konsultativabstimmung vom 9. Februar hatte sich die Düdinger Bevölkerung mit 54,6 Prozent dafür ausgesprochen (die FN berichteten). An der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend informierte Ammann Kuno Philipona, welche Schritte der Gemeinderat seit der Abstimmung unternommen hat. Er hielt fest, dass es für einen Austritt drei Möglichkeiten gebe, der Gemeinderat allerdings nur jene via Statutenänderung als realistisch betrachte. «Wir könnten auch eine Volks- oder Gemeindeinitiative einreichen, darüber würden aber schliesslich die Einwohner aller Agglogemeinden abstimmen und wir hätten keine Chance», so Philipona.

Der Gemeinderat habe dem Staatsrat zudem einen Brief geschickt, um dessen Haltung zu kennen. Denn für einen Austritt braucht es auch die Einwilligung des Staatsrates. «Wenn dieser nicht will, wird es schwierig, wenn nicht unmöglich, aus der Agglo auszutreten.» Er hielt fest, dass Düdingen bis zu einem allfälligen Austritt in der Agglo weiterarbeiten werde. mir

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