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Düdingen sorgt für klare Verhältnisse

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Die Rollen im Playoff-Viertelfinal zwischen dem Qualifikationsdritten Düdingen und Volley Lugano sind klar verteilt. Auf der einen Seite die Power Cats, die sich zuletzt in blendender Form präsentiert und Tabellenleader Aesch-Pfeffingen besiegt hatten. Auf der anderen Seite die Tessinerinnen, die von ihren letzten sechs Partien nur gerade eine gewinnen konnten. Der samstägliche 3:0-Erfolg von Düdingen stellt so gesehen keine Überraschung dar. Die Deutlichkeit, mit der die Power Cats ihrem Gegner eine Abfuhr erteilten, schon eher.

Das Team von Dario Bettello zeigte von Beginn weg eine Topleistung, die vor allem im ersten Satz mit 25:9 zu einer veritablen Machtdemonstration geriet. Die Gäste dominierten das Geschehen auch in den weiteren Durchgängen nach Belieben. Nach nur 64 Spielminuten entschieden sie die Partie nach einem 25:18 und einem 25:17 ebenso klar wie verdient mit 3:0 zu ihren Gunsten. «Man hofft natürlich immer, dass man so locker gewinnen und Kräfte sparen kann», sagte Bettello nach dem Sieg. «Wir wussten, dass wir die Möglichkeiten dazu haben. Allerdings gibt es keine Garantie, dass es auch tatsächlich so läuft. Ich bin sehr zufrieden mit dem Team, es hat einen sehr guten Match gezeigt, im Service und in der Defensive viel Druck erzeugt und so Lugano den Schneid abgekauft.»

Luganos überraschende Verpflichtung

Düdingen liess sich nicht davon beirren, dass Lugano kurz vor den Viertelfinals noch eine prominente Verstärkung engagiert hatte. Die Tessinerinnen holten von Köniz die estländische Aussenangreiferin Nette Peit. Möglich war die Verpflichtung der Berner Topskorerin, weil Lugano seinen Medical Joker setzte und Köniz wegen eines Lizenzentzugs nicht an den Playoffs teilnehmen darf. «Auch wenn dieser Wechsel an sich korrekt verlaufen ist, so ist er doch nur wegen einer Lücke im Reglement überhaupt möglich», ärgerte sich Bettello. Diese Lücke müsse man schnellstmöglich schliessen, fordert er. «Es sollte nicht passieren, dass ein Verein wie Lugano kurz vor dem Viertelfinal eine neue Spielerin holen kann.» Mit sieben Skorerpunkten war Peit am Samstag beste Skorerin für Lugano, obwohl die Abstimmung auf dem Feld mit ihren neuen Teamkolleginnen (noch) nicht optimal klappte. «In den nächsten Spielen könnte es aber schon anders aussehen», warnt Bettello.

Bettellos Kritik am Spielmodus

Nicht zuletzt deswegen ist der Düdinger Coach erleichtert, dass es seinem Team in der Best-of-3-Serie gelang vorzulegen. Auch der Playoff-Modus, bei dem die unterklassige Mannschaft zuerst Heimrecht geniesst, sorgt bei Bettello für Stirnrunzeln. «Bei diesem Modus hat der Unterklassige einen psychologischen Vorteil. Hätten wir das erste Spiel auswärts verloren, wären wir in den zwei folgenden Heimspielen enorm unter Druck gestanden.» Überhaupt kann Bettello dem NLA-Meisterschaftsmodus nicht viel Positives abgewinnen. «Von zehn Teams sollten nicht acht in die Playoffs kommen, das sind zu viele. Die Hürde für die Finalspiele müsste höher sein, nur die Top 4 sollten dabei sein», findet er. Dann könnte man Best of 5 anstatt Best of 3 spielen. «Zieht man bei Best of 3 einen schlechten Tag ein oder hat grad Verletzungspech, dann kann man das kaum mehr wettmachen. Wenn die Serie länger dauert, ist das eher möglich – was aus sportlicher Sicht fairer ist.»

Bettello bedauert zudem, dass der dritte Platz seines Teams keine Bedeutung hat. «In den ausländischen Ligen werden die Europacupplätze nach der Klassierung in der Qualifikation vergeben, bei uns ist die Rangierung nach den Playoffs massgeblich. Wenn man in der Schweiz schon 27 Qualifikationsrunden spielt, dann sollten sie auch einen Wert haben», kritisiert Bettello. «Wofür investiert man sich sonst, wenn in den Playoffs eh alles wieder bei null beginnt?»

Zwei Matchbälle

Damit die Power Cats Ende Saison nicht plötzlich mit leeren Händen dastehen – trotz einer tollen Qualifikation –, müssen sie in den Halbfinal einziehen. Eine erste Möglichkeit dazu erhalten sie am kommenden Samstag in der heimischen Leimackerhalle (17.15 Uhr). Sollten sie das zweite Viertelfinalspiel gegen Lugano verlieren, käme es am Sonntag in Düdingen zur Belle (16.30 Uhr). «So weit wollen wir es nicht kommen lassen», blickt Bettello voraus. «Wir haben alle Vorteile auf unserer Seite. Wenn wir wiederum so fokussiert und engagiert auftreten, haben wir nichts zu befürchten. Zudem sind wir zu Hause vor unserem Publikum noch stärker als auswärts.»

telegramm

Lugano – Düdingen 0:3 (9:25, 18:25, 17:25)

Lambertenghi. – SR: Ciemiega/Wolf.

Volley Lugano: Amaral, Borelli, Trösch, Peit, Zini (Libera), Einarsdottir, Torterolo; Fanelli, De Marchi, Galic.

TS Volley Düdingen: Marbach, Felinski, Becker, Harbin, Granvorka, Deprati (Libera), Moffett.

Stand Playoff-Viertelfinal (best of 3): 0:1.

Die nächsten Spiele. 2. Spiel: Sa. 17.30 (Leimacker). ev. 3. Spiel: So. 16.15 (Leimacker).

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