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Düdingens Saison der Bestätigung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: michel spicher

Doris Hofstetter, Sie sind Teammanagerin von Volley Düdingen. Was muss man sich darunter vorstellen?

Ich kümmere mich um alles, was mit dem Team und den Spielerinnen zu tun hat. Im Zusammenhang mit den ausländischen Spielerinnen verhandle ich mit den Agenten, arbeite Verträge aus, organisiere die nötigen Papiere und schliesse die nötigen Versicherungspolicen ab. Ich besorge den Ausländerinnen hier eine Wohnung und suche ihnen eine Arbeitsstelle. Dann organisiere ich zum Beispiel das Trainingsweekend und die Freundschaftsspiele.

Als Teammanagerin sind Sie auch für die Verpflichtung der Spielerinnen zuständig …

Der Trainer ist für das Fachliche zuständig, er sagt, wen er gerne engagieren würde. Mein Job ist es dann, einerseits abzuklären, ob eine Verpflichtung finanziell überhaupt möglich ist, anderseits abzuschätzen, ob die Spielerin charakterlich zu uns passt. Selbst wenn wir das Geld dafür hätten – wir wollen keine Diva im Team, der wir einen roten Teppich ausrollen müssen. Bei uns müssen alle Spielerinnen mitarbeiten und ihren Beitrag an unsere grosse Familie leisten.

Diva haben Sie keine im Team, dafür treten Sie neu mit vier Ausländerinnen an …

Nach den vielen Abgängen im Sommer mussten wir ein neues, konkurrenzfähiges Team aufbauen. Wir haben zwar einige junge Talente in der Mannschaft, aber die brauchen noch Zeit, bis sie in der Nationalliga bestehen können. Deshalb geschah die Verpflichtung der vier Ausländerinnen einzig, um unseren Jungen weiterhin die Möglichkeit zu bieten, in der NLA zu spielen.

Die Düdinger Club-Philosophie, mit Spielerinnen aus der Region ein Team zu bilden, ist also nur vorübergehend auf Eis gelegt worden? …

Unbedingt! Der momentane Zustand kann und darf nur eine Übergangsphase sein. Wenn wir es nicht schaffen, in zwei Jahren den regionalen Nachwuchs an die Spitze zu bringen, dann müssen wir in Düdingen die NLA vergessen. Es kann längerfristig nicht sein, ein Team mit lauter Ausländerinnen zu formen.

Wir sind letztes Jahr mit einem Drei-Jahres-Plan in die NLA gestartet. Im ersten Jahr war der Ligaerhalt das Ziel, das zweite Jahr wird das Bestätigungsjahr und im dritten Jahr erfolgt die Evaluation: Können und wollen wir weiterhin unter den zehn besten Teams der Schweiz sein?

Welche Rahmenbedingungen müssen noch gegeben sein, damit Volley Düdingen weiter in der höchsten Spielklasse antreten kann?

Es braucht unbedingt mehr Leute, die am NLA-Karren ziehen. Momentan sind die vielen Aufgaben nur auf wenige Personen verteilt. So investiere ich wöchentlich ungefähr 15 Stunden für den Verein. Ich mache dies gerne, da ich mit viel Herzblut beim Volleyball bin, doch manchmal stosse ich an meine Limiten. Leider ist der Grundgedanke des Turnvereins, dass jeder dem anderen hilft, der Benevol der Leute, heute ein bisschen zum Wunschtraum geworden.

Zudem gestaltet sich die Suche nach Sponsoren immer schwieriger. Unser Budget von 200 000 Franken ist im Vergleich mit den anderen NLA-Vereinen bescheiden. Nur weil wir unseren Schweizer Spielerinnen überhaupt nichts bezahlen, reicht das Geld überhaupt.

Einerseits reagieren die Leute mit Kopfschütteln, wenn Düdingen neue Ausländerinnen engagiert, anderseits haben die Clubs aus der Region keine Freude daran, wenn ihre talentierten Spielerinnen zu Volley Düdingen abwandern. Wie gehen Sie mit diesem Spannungsfeld um?

Als Aushängeschild des Freiburger Volleyballs sind wir auf die Mitarbeit der anderen Vereine angewiesen. So kamen diese Saison mit der 16-jährigen Nicole Dietrich aus Rechthalten und der 18-jährigen Cosima Wieland aus Murten zwei junge Talente zu uns, ebenso Merlin Fagu aus Freiburg.

Ein Austausch mit den Vereinen findet also statt, auch wenn man in Rechthalten etwas verärgert war, dass Dietrich nach Düdingen wechselte. Aber am Ende entscheidet jede selber, wo sie spielen will.

Wie würden Sie reagieren, wenn Ihre Tochter Stéphanie Bannwart (Passeuse von Düdingen, Red.) von einem anderen Verein abgeworben würde?

Sie hat im Sommer tatsächlich Angebote erhalten, unter anderem von Voléro Zürich und Kanti Schaffhausen. Momentan ist es für sie aber kein Thema, da sie im letzten Maturajahr ist. Ich werde sie aber sicher nicht in Düdingen zurückhalten – und sie wird sicher nicht einfach in Düdingen bleiben, nur weil ihre Mutter die Teammanagerin ist.

Was wünschen Sie sich für diese Saison?

(Nach langem Überlegen) Ich wünsche mir, dass sich das Volleyball in der Schweiz mehr etabliert, dass die Akzeptanz dieses interessanten und technischen Sports bei den Medien und den Leuten zunimmt.

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