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Düdingens verpatzter Saisonstart

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SCD-Trainer Martin Lengen hatte seine Mannschaft vor dem Startspiel noch gewarnt, man müsse die letzte starke Saison möglichst schnell vergessen, denn ab sofort beginne alles wieder bei null. Seine Mannschaft hatte diese Botschaft wohl nur am Rande mitbekommen, anders lässt sich die zum Teil ungenügende Vorstellung des Heimklubs am Samstag nur schwer erklären. Besser machten es die Gäste aus Yverdon, die aus ihren Möglichkeiten mehr herausholten und in dieser Verfassung wohl an der Tabellenspitze mitmischen dürften. Das Spielgeschehen lief allerdings auch etwas für den ehemaligen NLA-Klub, denn vor beiden erzielten Kontertoren hatte der SCD zuvor selber beste Chancen verpasst. Trotzdem war der Sieg Yverdons am Schluss nicht gestohlen, hatte man doch in der ersten Halbzeit noch zwei Stangenschüsse zu beklagen.

«Zu wenig über die Flügel gespielt»

In der letzten Spielzeit agierte Düdingen oftmals mit einer Doppelspitze, die aus den torgefährlichen Abdoulaye Koné und Ermin Gigic bestand. Wegen des Trainingsrückstandes von Gigic begann der Gastgeber diesmal mit einem Einmannsturm: Der von Bulle gekommene Murat Ural agierte als Stossstürmer und hatte es in dieser Position bis zu seiner Auswechslung nicht einfach. Sein Chef an der Seitenlinie hätte sich für ihn mehr Unterstützung von der Seite her gewünscht, um die nicht immer sattelfeste Abwehr der Waadtländer vermehrt unter Druck zu setzen. Chancen für das eine oder andere Tor mehr hatte der SCD, doch vor allem beim Kopfball von Elvis Corovic kurz vor dem 0:1 stand dem Sensler Team das Glück nicht zur Seite. Die an der WM eingesetzte Torkamera hätte in dieser heissen Szene Klarheit bringen können, ob der Ball hinter oder auf der Linie war.

Yverdons Konter

 Den einzigen Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Luis Rosas kurz nach der Pause nach einem herrlichen Zuspiel mit Frédéric Piller. Der Mexikaner gehörte nicht nur wegen des Tores zu den wenigen Pluspunkten im Verliererteam. Auch nach der Hereinnahme von Gigic, eine halbe Stunde vor Ende, waren die klaren Torchancen der Roten an einer Hand abzuzählen. Der letzten Biss vor dem Tor von Marc Ummel fehlte diesmal gänzlich.

Der grösste Unterschied zwischen den beiden ziemlich ebenbürtigen Teams an diesem Tag war die Angriffsauslösung. Während sich der SCD meistens mit langsamem Passspiel nach vorne bewegte, schalteten die Welschen in der Angriffsauslösung viel schneller um. Dieses präzise Konterspiel führte dann auch zu ihren beiden Treffern: Beim 0:1 knallte Toni Jankuloski den Ball aus wenigen Metern wuchtig ins Lattenkreuz (41.), und beim entscheidenden Siegestreffer überlobte der beste Gästespieler Juan Parapar den aus dem Tor eilenden Keeper Adrian Schneuwly (61.). Aber auch ansonsten waren die wenigen, aber immer wieder schnellen Angriffe der Gäste gefährlicher als jene der Düdinger, die sich gegen Schluss des Spiels auch immer mehr in Einzelaktionen verstrickten. Einzig Einwechselspieler Sylvain Mora hatte in der Nachspielzeit noch den Ausgleich auf dem Fuss, jagte aber den Ball weit übers Tor.

Auch wenn Trainer Martin Lengen nach dem Spiel verständlicherweise enttäuscht war, sei dieser Match sicher eine Lehre für seine junge Mannschaft gewesen: «Schon heute hat man gesehen, dass die Liga in dieser Saison noch ausgeglichener ist. Gratis-Siege gibt es keine. Wir haben dem Gegner bei den Toren zwei Geschenke gemacht, und sie haben sie eben im Gegensatz zu uns ausgenutzt.»

Telegramm

Düdingen – Yverdon 1:2 (0:1)

Birchhölzli.–218 Zuschauer.–SR: M. Schwaller.Tore:41. Jankuloski 0:1. 55. Rosas 1:1. 61. Isabella 1:2.

SC Düdingen:A. Schneuwly; Cassarà, Corovic, Baeriswyl, Ch. Schneuwly (68. Salihi); Brügger, Hartmann (68. Mora); Mvondo, Piller, Rosas; Ural (58. Gigic).

Yverdon-Sport FC:Ummel; Ciavardini, Ferathovic, Margairaz (83. Gschwind), Dimonekene ; Demiri, Momo, Pitronacci, Jankuloski ; Isabella (78. Gashi), Parapar.

Bemerkungen:Düdingen ohne Sturny; Yverdon ohne Becirovic, Bühler, N’Kufo (alle verletzt). Pfostenschüsse: Isabella (7.), Demiri (33.).

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