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Düdingens Wettlauf gegen die Zeit

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Düdingen-Trainer Dario Bettello ist eigentlich ein ruhiger und besonnener Zeitgenosse. Am Mittwoch nach der 0:3 Niederlage gegen Schaffhausen fiel es ihm allerdings schwer, seine Gefühle und Emotionen zu bändigen. Aufgewühlt und mit starrem Blick auf die Turnhallenwand gegenüber, sass er auf seinem Stuhl und versuchte, die Niederlage zu erklären.

Der Tessiner hasst es, zu verlieren, daraus macht er kein Geheimnis. Der Ärger über die Niederlage war in seinen Worten zu hören, so wie die Enttäuschung über die Leistung seines Teams. Eines Teams, das sein sonst so grosses Kämpferherz lange vermissen liess. Und da war auch der Unmut über die beiden Schiedsrichter, weil sie einmal mehr nicht auf der Höhe des Geschehen gewesen seien.

In Bettellos Aussagen war aber auch eine gewisse Frustration zu spüren. Eine Verbitterung angesichts der Lage, in der sich die Power Cats momentan befinden. «Wenn es so weitergeht, dann riskieren wir, dass unsere ganze bisherige Arbeit umsonst war», erklärte der Trainer am Tag nach dem Kanti-Spiel seine aktuelle Gefühlslage. «Wenn es so weitergeht, dann werden wir unsere Ziele anpassen müssen – gegen unten.» Grund für Bettellos Hadern: der Ausfall von Top­skorerin Ralina Doshkova und die Langzeitverletzung von Elena Steinemann.

Doshkovas Ängste

Doshkova stand gegen Schaffhausen zwar in der Star­ting-Six, wurde aber noch im Verlauf des ersten Satzes ausgewechselt. Die Bulgarin wirkte gehemmt, sprang kaum hoch und ging nur zögerlich zu den Bällen. Es sind die Auswirkungen eines Vorfalls, der sich anfangs Januar im Spiel in Neuenburg zugetragen hatte. Doshkova verspürte im dritten Satz einen stechenden Schmerz in der Brust und bekundete plötzliche Atemprobleme. «Seit diesem Vorfall ist Ralina blockiert», erklärte Bettello. «Sie befürchtet, dass etwas Schlimmeres passieren könnte. Die medizinischen Untersuchenungen haben zwar nichts zutage gebracht, die Angst ist dennoch da. Ralina kann sie nicht überwinden, sie getraut sich nicht mehr, voll zu spielen.» Man habe ihr nach dem Erlebnis in Neuenburg zehn Tage Ruhe gegeben und gehofft, dass es dann wieder gehe. «Ralina weiss, dass sie als Profi in Düdingen ist, und sie merkt, dass sie ihrem Team nicht helfen kann. Das belastet sie zusätzlich. Wir suchen momentan nach Lösungen.»

Ein Medical Joker würde es Düdingen erlauben, auch nach Transferschluss eine Ersatzspielerin zu verpflichten, wenn jemand längerfristig verletzt ausfällt. «Da bei Ralina aus medizinischer Sicht alles in Ordnung ist, können wir den Medical Joker nicht ausspielen», erklärt Bettello. Abgesehen davon sei es zum jetzigen Zeitpunkt fast unmöglich, eine gute Spielerin zu finden. «Die Meisterschaften sind überall in vollem Gang.»

Steinemanns Pech

Unglücklich verläuft auch die Verletzung von Elena Steine­mann. Die 25-Jährige hatte sich Anfang November in Schaffhausen nach einem Block bei der Landung den Fuss verdreht. Medizinische Untersuchungen ergaben damals, dass weder Bänder noch Knochen in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Das Aufatmen war gross, ebenso die Wahrscheinlichkeit, dass Steinemann bald wieder würde spielen können. Der Heilungsprozess verlief allerdings nicht so reibungslos wie erhofft, die Schmerzen im Fuss der Aussenangreiferin wollten nicht abklingen. Mitte Dezember schien es dann endlich aufwärtszugehen: Während des Europacupspiels der Power Cats gegen Luka Bar stand Steine­mann zwar nicht auf dem Platz, aber sie absolvierte an der Seitenlinie Lauftrainings.

Umso überraschter war man bei den Power Cats, als in den vergangenen Tage die Diagnose «Fussbruch» eintraf. «Weil ich nach wie vor Schmerzen hatte, haben wir eine erneute MRI-Untersuchung gemacht», erzählt Steinemann. «Dabei ist herausgekommen, dass mein Fuss gebrochen ist.»

Mindestens zwei Wochen wird die Leidgeplagte eine Schiene tragen müssen, ehe sie das Training wieder aufnehmen kann. «Wir haben drei Monate verloren, weil bei der ersten Untersuchung der Bruch nicht hatte diagnostiziert werden können», seufzt Bettello. Jetzt müsse man schauen, wie man Elena bis zum Playoff-Start Mitte Februar wieder fit kriege. «Nach einer so langen Pause braucht der Muskelaufbau erfahrungsgemäss viel Zeit.»

Gegen den formstarken Aufsteiger

Zwei Ausfälle wichtiger Spielerinnen und die Ungewissheit, wann die beiden wieder mitmachen können – die Situation ist für die Power Cats nicht einfach. Auch wenn Düdingen diese Saison ein breites und ausgeglichenes Kader hat, die beiden Teamstützen lassen sich nicht ohne Qualitätsverlust ersetzen, das haben die letzten Partien schonungslos aufgezeigt. «Wir müssen positiv bleiben» fordert Bettello. «Es wäre fatal, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen weiter an uns arbeiten, damit wir bereit sind zuzuschlagen, wenn Ralina und Elena zurückkommen.»

Dass Doshkova morgen (18  Uhr) gegen Val de Travers auf dem Feld stehen wird, ist mehr als fraglich. Dennoch zählen die Power Cats im Duell gegen den Aufsteiger als Favoriten. Die Neuenburgerinnen befinden sich allerdings in einer guten Form. Zuletzt haben sie Genf Volley 3:0 geschlagen und dem Tabellenleader Sm’Aesch-Pfeffingen beim 2:3 einen Punkt abgetrotzt.

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