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Düdinger Roboter entfernt böse Viren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

«Pouletflügeliiiiii!», schreien die neun Schüler der Robotikgruppe im Wolfackerschulhaus in Düdingen laut und enthusiastisch heraus und werfen sich in Pose. Dies ist der Abschluss eines selbst komponierten Raps, den die Schüler an den Anfang ihrer Forschungspräsentation für den «First Lego League»-Wettbewerb stellen. Mit Erfolg: Es war unter anderem dieser Rap, der dazu geführt hat, dass sie heute Samstag an die Schweizer Meisterschaften im Roboterbau nach Windisch (AG) fahren dürfen.

Seit Anfang September sind die acht Jungs und das Mädchen daran, sich für den Wettbewerb vorzubereiten. An schulfreien Mittwochnachmittagen und manchmal auch an Samstagvormittagen haben sie an ihrem Projekt gearbeitet und insgesamt etwa 40 Stunden investiert. Angeleitet wurden sie von Benjamin Boschung und seiner Frau Karin Züger Boschung. Als ihr Sohn Interesse am Robotik-Projekt zeigte, haben sie in Zusammenarbeit mit der Schulleitung acht weitere interessierte Kinder gefunden.

Die First Lego League hat zum Ziel, das Interesse von Mädchen und Jungen an naturwissenschaftlicher Teamarbeit zu fördern (siehe Kasten). Im diesjährigen Wettbewerb lautet das Thema «Food Factor» – es geht um Nahrungsmittelsicherheit.

Genau zweieinhalb Minuten Zeit haben die «NXT Gangsters», wie sich die Sensler Gruppe nennt, für die Roboteraufgabe: Mit drei Lego-Motoren als Basis mussten sie einen Roboter zusammenbauen und programmieren. Dieser sollte möglichst viele Aufgaben lösen. Je mehr er schafft, desto mehr Punkte gibt es. Auf einem Parcours sammelt der Roboter schlechte Bakterien und Viren ein, liefert sie im Labor ab, rettet Fische, entsorgt Lebensmittel, holt Getreide ein und stellt den Schalter eines Thermometers um.

Das Projekt kennen

Das präzise Programmieren der Robotermotoren ist eine Schwierigkeit. Genauso wichtig ist die geschickte Handarbeit am Roboter, um für die verschiedenen Aufgaben rasch möglichst neue Aufsätze zu montieren. Weitere Punkte können die Zwölfjährigen sammeln, wenn sie der Jury genaustens über ihr Roboterprojekt Auskunft geben können. «So wird sichergestellt, dass die Gruppe das Projekt selber erarbeitet hat und nicht der Coach», sagt Karin Züger Boschung.

Pouletflügeli erforscht

Für die dritte Aufgabe mussten sie ein Thema auswählen, Nachforschungen betreiben, Probleme aufzeigen und mögliche Lösungen präsentieren. Die Düdinger Gruppe hat als Untersuchungsobjekt Pouletflügeli gewählt. Die Sechstklässler waren in einer Poulethalle, haben mit einem Mann gesprochen, der die Tiere vom Mastbetrieb in Lastwagen verlädt, forschten beim Metzger über Hygiene bei der Verarbeitung und sprachen mit einem Lebensmittelinspektor über mögliche Lücken in der Kühlkette.

Ein Professor der Uni Freiburg zeigte der Gruppe einen Kunststoff, der bei Temperaturveränderungen seine Farbe ändert. Die Kinder haben daraus die Idee einer Art Thermometerstab für Pouletflügeli entwickelt. Diese wurde auch Fleischverarbeitern vorgestellt und ihre Einschätzung dazu eingeholt. Für die Präsentation all dieser zusammengetragenen Informationen haben die Kinder genau fünf Minuten.

Eine unbekannte Aufgabe

Als letzte Herausforderung wartet an der Schweizer Meisterschaft ein Teamprojekt. Was genau die Schüler lösen müssen, wissen sie vorher nicht. Klar ist, dass nicht nur die Lösung selbst bewertet wird, sondern vor allem auch die Teamarbeit.

Motivierte Lego-Fans

Die aufgeweckte Gruppe hat sichtlich Spass am Projekt. Gemäss Karin Züger Boschung sprudelten die Ideen für die Umsetzung und mussten nur in geeignete Bahnen gelenkt werden. Der neunjährige Olivier hat sich gemeldet, weil er es cool findet, mit Lego-Technik zu spielen. Nervös sei er nicht, sagt er. «Wir haben ja bei der Vorausscheidung den dritten Platz erreicht.» Noemi, das einzige Mädchen, hat vor ihrer Teilnahme gerne mit Lego gespielt, aber kaum etwas über Roboter gewusst. «Ich habe viel gelernt», sagt sie. «Es ist erstaunlich, was der Roboter alles kann.» Es mache viel Spass, auch wenn sie dafür viel Freizeit habe investieren müssen, sagt die Schülerin.

Zum Wettbewerb

Für Roboterbauer und Forscher

Die First Lego League ist ein internationaler Wettbewerb für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren. Spielerisch sollen sie an Wissenschaft und Technik herangeführt werden. Um sich für den Final in einem Land zu qualifizieren, müssen die Teams die regionalen Vorausscheidungen überstehen. Die Düdinger Gruppe hat dies mit einem dritten Platz geschafft und dabei auch gleich zwei Preise abgeräumt: Als beste Newcomer und für die beste Forschungspräsentation. Die Idee der First Lego League stammt von der Lego-Gruppe und der Non-Profit-Organisation First. Für den Roboter-Wettbewerb erhält jedes Team das gleiche Material. Die auszuführenden Aufgaben werden acht Wochen vor dem Wettbewerb bekannt gegeben. Für die Forschungsarbeit wird jedes Jahr ein neues Thema vorgeschlagen. Die Teams müssen dazu eine Forschungsarbeit verwirklichen, originelle Lösungen vorschlagen und diese einer Jury vortragen. im

Bei der Roboteraufgabe geht es um Präzision und geschickte Hände.Bilder Aldo Ellena

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