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Duell im Badezimmer

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Jeden Morgen wiederholt sich in meinem Badezimmer die gleiche Szene. Beim Zähneputzen wandert der Blick in die Ecke oben rechts über dem Fenster. Es war einst Zufall, dass ich das feine Spinnennetz entdeckte, das zwischen Duschwand und Fensterflügel gespannt war. Mittlerweile ist der Kontrollblick Gewohnheit, ja Routine.

Und sie ist hartnäckig, diese haarige, langbeinige Spinne. Zumindest glaube ich, dass sie haarig und langbeinig ist, denn gesehen habe ich sie noch nie. Aber sie muss gross und gut zu Fuss sein, sonst würde sie es nie schaffen, jeden Tag ein neues Netz zu spinnen. Denn jeden Morgen wische ich es weg, immer auf der Hut, die Verursacherin plötzlich krabbelnd im Lappen zu entdecken. Und am nächsten Morgen sind die ersten feinen Fäden wieder gesponnen, am gleichen Ort und offenbar mit der gleichen Entschlossenheit. Es ist ein Duell, bei dem bis jetzt keiner eine Schwäche gezeigt hat.

Da kann mir meine Mutter noch hundertmal sagen, ich solle die Spinne in Ruhe lassen, weil sie doch in ihrem Netz die Fliegen fängt. Das darf sie ruhig tun – aber bitte schön ausserhalb meines Badezimmers!

Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber ich habe das Gefühl, dass sie die Herausforderung ebenso persönlich nimmt wie ich: Du oder ich, zwei oder acht Beine, Netz gegen Putzlappen, sein oder nicht sein.

Bis jetzt habe ich gewonnen, und ich werde weitermachen und sie jeden Tag verjagen, bis ich in die Ferien fahre. Was dann? Mich plagen Visionen eines Badezimmers, das zur Spinnenoase geworden, mit Fäden von links nach rechts bespannt ist, mit Hunderten von kleinen Babyspinnen! So weit darf es nicht kommen: Ab morgen werde ich morgens und abends die Spinnenecke kontrollieren. Das wäre doch gelacht, wenn das nicht zu schaffen wäre. Ich bin zuversichtlich, dass ich den längeren Atem habe und sie zum Umzug bringen kann. Einen guten Platz hätte ich zu bieten: ausserhalb des Badezimmerfensters, wo sich bereits ein paar andere ihrer Art niedergelassen haben. Ausser Reichweite jeglicher Art von Reinigungsinstrument, so dass ich sie gezwungenermassen in Ruhe liesse.

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