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Dumont-Praxis wird abgeschafft – zur Konjunkturbelebung

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Autor: arthur zurkinden

Wer bisher eine Liegenschaft erworben hat, deren Unterhalt stark vernachlässigt worden ist, konnte die Instandstellungsarbeiten in den ersten fünf Jahren nicht von der Steuer abziehen. Dies entgegen dem allgemeinen Grundsatz, wonach bei Liegenschaften des Privatvermögens die Unterhaltskosten vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden können. Diese Einschränkung bei stark vernachlässigten Liegenschaften wird «Dumont-Praxis» genannt. Damit sollte der ungerechtfertigten steuerlichen Ungleichbehandlung des Erwerbers einer bereits renovierten und dem Erwerber einer noch zu renovierenden Liegenschaft entgegengewirkt werden. Bereits bisher konnte der neue Erwerber die Unterhaltskosten abziehen, wenn mit den entsprechenden Arbeiten eine Entwertung ausgeglichen werden sollte.

Bereits im Jahr 2009 abziehbar

Nun hat die Finanzdirektion des Kantons Freiburg beschlossen, die Dumont-Praxis auf den 1. Januar 2009 aufzuheben. Diese neue Steuerpraxis gilt also für Arbeiten, die nach dem 1. Januar 2009 ausgeführt werden. Die entsprechenden Kosten können dann im Jahre 2010 beim Ausfüllen der Steuererklärung für die Steuerperiode 2009 in Abzug gebracht werden.

Positiv für das Baugewerbe

Mit dieser Massnahme sollen die neuen Eigentümer von vernachlässigten Liegenschaften veranlasst werden, Unterhaltsarbeiten rascher in Angriff zu nehmen, wie die Finanzdirektion in einer Mitteilung vom Montag festhält. Der Staatsrat hofft, dass sich dies positiv auf die Unternehmen der Baubranche auswirken wird.

Der Staatsrat erinnert daran, dass die eidgenössischen Räte am 3. Oktober 2008 das Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung von Instandstellungskosten bei Liegenschaften verabschiedet haben. Dabei wurde beschlossen, dass bei Liegenschaften im Privatvermögen die Kosten der Instandstellung von neu erworbenen Liegenschaften in Abzug gebracht werden können. Die Referendumsfrist ist am 22. Januar 2009 abgelaufen. Der Bundesrat muss nun das Inkrafttreten dieser Gesetzesanpassung bestimmen. Die Finanzdirektion des Kantons Freiburg ihrerseits hat nun bereits beschlossen, die entsprechende Verordnung vom 21. März 2001 aufzuheben.

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