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Düngen im Winter ist ein Risiko

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Während des Pflanzenwachstums ist das Ausbringen von Dünger nach Staatsrat erwünscht, im Winter aber ein Risiko.Bild Aldo Ellena/a

Düngen im Winter ist ein Risiko

Autor: Fahrettin Calislar

Beim Ausbringen von Hofdünger und der Zwischenlagerung von Mist steht die Vermeidung von Gewässerverschmutzungen im Vordergrund. Dies hält der Staatsrat in seiner Antwort auf die Anfrage der SVP-Grossräte Gabriel Kolly (Corbières) und Ruedi Schläfli (Posieux) fest. Der Staatsrat weist darauf hin, dass der Kanton eine der höchsten Nitrat-Konzentrationen in der Schweiz aufweist.

Die Grossräte zeigten sich über die neue Weisung (Kasten) befremdet und wollten Details wissen. Sie hielten fest: «Unserer Ansicht nach ist eine angemessene Verwendung von Hofdünger das ganze Jahr vernünftiger als das Ausbringen grosser Mengen im Frühling und im Herbst.» Sie sind auch der Meinung, dass die Lagerung von Hofdünger auf Wiesen und anderen Feldern eine bessere Zersetzung beim Düngen begünstigt. Ihr Fazit: «Die vorgeschlagenen Daten für diese Lagerung sind absolut nicht mit der Praxis vereinbar.»

Vorschriften gelten schon

Ein Landwirt kann nun erst verwarnt werden, statt gleich eine Strafanzeige zu erhalten. Der Staatsrat geht davon aus, dass die Situation einer konkreten Gefahr für die Gewässer objektiv schwierig zu beurteilen ist. Die Weisungen ermöglichen eine Prävention durch eine transparente Eingrenzung der Periode, während der die Gefahr am höchsten ist. Die Weisungen konkretisierten die geltenden Vorschriften.

Er betont, dass er die richtige Verwendung von Gülle und Mist fördern will. Diese werden traditionell als Hofdünger verwendet. Ihr richtiger Einsatz entspreche den Zielen der nachhaltigen Entwicklung, da dadurch die Verwendung von Mineraldünger eingeschränkt werden kann. Zugleich sei der Einsatz je nach Wetter auch mit Risiken verbunden. «Es ist daher verständlich, dass der Gesetzgeber jegliche Verunreinigung von Gewässern unbedingt verhindern wollte.» Diese Vorsicht schreibe auch übergeordnetes Gesetz vor.

Die Weisungen sollen einen transparenten und effizienten Gewässerschutz ermöglichen, ohne die Landwirtschaft zu stark einzuschränken. Die Vorschriften gelten auch ausserhalb der Periode, hält der Staatsrat fest, «wenn es absolut offensichtlich ist, dass Hofdünger ausgebracht wurde, als der Boden wassergesättigt, gefroren, schneebedeckt oder ausgetrocknet war».

Er räumt ein, dass die Umsetzung der Bestimmungen und ihre Auslegung nicht einfach sind. Er hält aber fest, dass auch andere Kantone Ausbringverbote während gewisser Zeiten kennen.

Zur Sache

Die umstrittene Staatsratsweisung

Vom 10. Dezember bis 10. Februar ist das Ausbringen von Hofdünger nicht gestattet. Vom 15. Oktober bis 9. Dezember und vom 11. Februar bis 31. März wird von den Landwirten eine erhöhte Vorsicht verlangt. Dies, weil während der Winterperiode die Gefahr einer Verunreinigung wegen wassergesättigter, ausgetrockneter oder gefrorener Böden höher ist. Bei Zuwiderhandlungen ist eine schriftliche Verwarnung möglich. Mit der Rüge ist die Aufforderung an den fehlbaren Bauern verbunden, beim Landwirtschaftlichen Institut in Grangeneuve Ratschläge einzuholen. Erst bei wiederholter Missachtung ist eine Anzeige vorgesehen. fca

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