Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Durchzogene Bilanz von Park & Ride

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Agglomeration Freiburg zählt sieben Park&Ride-Anlagen mit insgesamt 1066 Parkplätzen. Das Prinzip ist einfach: Wer in die Stadt Freiburg fahren will, kann hier sein Auto stehen lassen und mit einem Kombi-Ticket auf Bus oder Bahn umsteigen. «Die Einführung 2008 erfolgte mit Pauken und Trompeten–und mit vielen Hoffnungen», sagte der Sozialdemokrat Pius Odermatt (Freiburg) am Donnerstagabend während der Sitzung des Agglorates. Leider hätten die sich aber nicht erfüllt.

Stattdessen hat die vom Agglomerationsvorstand in Auftrag gegebene Studie Ergebnisse hervorgebracht, die «noch schlechter sind als befürchtet». Der Auslastungsgrad der verschiedenen Standorte liegt zwischen 12 und 75 Prozent. Musterschüler sind dabei die Anlagen Chassotte am Freiburger Stadtrand und La Corbaroche in Marly; das Schlusslicht bilden die Parkplätze La Grange in Villars-sur-Glâne und St. Leonhard. Dort verzerrt aber das hohe Platzangebot die Statistik.

Kein Einfluss auf Verkehrsbelastung

Beunruhigender ist, wie die Anlagen genutzt werden und welche Auswirkung sie auf den Verkehr in Richtung Stadt Freiburg haben. Bei beiden Punkten ist die Ernüchterung gross. Rund ein Drittel der Nutzer steigt nicht etwa auf öffentliche Verkehrsmittel um, sondern stellt das Auto wie auf einem normalen Parkplatz ab. Das Verkehrsbüro Team+ in Bulle, das die Studie durchgeführt hat, sagt dazu: «Auch wenn der Auslastungsgrad heute kein vordringliches Problem darstellt, müssen langfristig neue Überlegungsprozesse stattfinden.»

Dazu kommt, dass die P&R-Anlagen die Verkehrsachsen verschwindend gering entlasten. Laut dem Büro lässt sich die Reduktion auf 0,2 bis 0,5 Prozent beziffern, zu Spitzenzeiten könne sie ein bis drei Prozent betragen. «Ein Tropfen auf dem heissen Stein», fasste Pius Odermatt an der Agglo-Sitzung zusammen.

Aggloräte wollen rasch Massnahmen sehen

Dass die P&R-Anlagen nicht alle Erwartungen erfüllen, weiss auch die Agglo und ihr Vorstand. «Die Studie ist ein wichtiges Element, um die nächsten Schritte festzulegen», so Vorstandsmitglied Benoît Piller (Avry). Mehrere Faktoren seien jedoch ausschlaggebend, ob ein Park & Ride funktioniere oder nicht–so zum Beispiel die Nähe zum Zentrum, die Verkehrsachsen und das Billettangebot. Jenny Leuba, Mobilitätsverantwortliche der Agglo, hatte bereits im Sommer erklärt, man denke über die Aufhebung einiger Anlagen nach (FN vom 11. August). «Vorher erscheint es jedoch wichtig, eine detaillierte Situationsanalyse durchzuführen», so Piller.

So lange wollen die Aggloräte aber nicht warten. Am Donnerstagabend kamen mehrere Anregungen zur Sprache. So verlangte Pius Odermatt eine rasche Umsetzung des einheitlichen Parkplatzkonzepts, Rabatte nicht nur für die Autolenker, sondern auch für die Beifahrer, sowie eine verstärkte Informationskampagne.

Einstimmig: Budget von 26 Millionen

Der Agglomerationsrat hat am Donnerstagabend das Budget für das kommende Jahr einstimmig angenommen. Mit knapp 26,2 Millionen Franken liegt dieses eine halbe Million unter dem Kostenvoranschlag 2012. «Dies ist hauptsächlich auf die Kostensenkung seitens der TPF zurückzuführen», erklärte Albert Lambelet, Finanzverantwortlicher des Vorstands.

Deren Leistungsvertrag mit der Agglo ist 1,27 Millionen Franken günstiger als vor einem Jahr. Lambelet warnte jedoch, dass die Kosten bald wieder ansteigen könnten – nämlich dann, wenn alte Busse und Züge durch neue ersetzt würden.

Der Leistungsvertrag sieht unter anderem vor, den eingeschränkten Sommerfahrplan während sechs statt bisher acht Wochen einzusetzen. Zudem fahren die Buslinien 1 und 2 samstags zwischen 9 und 17 Uhr neu im Zehn-Minuten-Takt. Die TPF haben auch die Fahrzeiten des städtischen Funiculaire im Sommer verlängert.

Energie in die Statuten

Weiter hat der Agglorat eine Motion überwiesen, nach der Planungsaufgaben im Energiebereich neu zu den Aufgaben der Agglo gehören sollen. Verfasser Christoph Allenspach (SP, Freiburg) argumentierte, der Bund werde bald von den Agglomerationen verlangen, sich mit Energie auseinanderzusetzen. cf

 

Mehr zum Thema