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Edler Sekt aus seltenen Äpfeln

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Helene soltermann

Alle zwei Jahre können die Freiburger Bauern unter Beweis stellen, wie innovativ sie sind. Dieses Jahr ist Jacques Perritaz, Landwirt und Biologe aus Montbovon, vom Kanton zum innovativsten Bauern gekürt worden. Staatsrat Pascal Corminboeuf hat dem Landwirt am Montag den mit 12 000 Franken dotierten Preis überreicht. Perritaz verarbeitet Äpfel und Birnen aus dem ganzen Kanton Freiburg zu verschiedenen Apfel- und Birnensekten. Produziert wird für jeden Geschmack: vom fruchtigen über haltrockenen bis zum trockenen Sekt – und in keinem der Produkte sind künstliche Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker enthalten.

Früchte rentabel machen

Das Spezielle an Perritaz’ Projekt ist, dass die Früchte an sogenannten Hochstamm-Obstbäumen wachsen. Hochstämmer sind, wie es der Name sagt, Bäume mit hohen Stämmen. Heutzutage rentiert es nicht mehr, Früchte von solchen Obstbäumen zu ernten. Vielmehr stammen die heutigen Äpfel und Birnen aus Erwerbsobstanlagen, die niedrige Stämme haben und in Reih und Glied stehen, damit die Früchte möglichst kostengünstig geerntet werden können. Perritaz spornt mit seinem Projekt die Bauern an, auf ihrem Land weiterhin Hochstammbäume zu bewirtschaften. «Ich bezahle den Bauern mit rund 50 Rappen pro Kilogramm einen guten Preis. So lohnt es sich, die Früchte zusammenzulesen und abzuliefern», sagt Perritaz.

Mit der Sektproduktion begonnen hat Perritaz vor drei Jahren; momentan verarbeitet er jährlich 50 Tonnen Früchte und kann so rund 25 000 Flaschen abfüllen. Eine Flasche Apfelsekt kostet um die zehn Franken, verkauft wird der Sekt in verschiedenen kleinen Läden und Gastrobetrieben in der Region Freiburg. Sogar im Ausland ist Perritaz’ Sekt gefragt: «Ich konnte bereits kleine Mengen nach Deutschland und Frankreich exportieren.»

Laut Dana Raemy, Jurymitglied und Präsidentin der Freiburger Sektion des Westschweizer Konsumentenverbandes «Fédération romande des consommateurs», hat Perritaz den ersten Preis nicht zuletzt darum gewonnen, weil er mit seiner Sektproduktion dazu beiträgt, alte Äpfel- und Birnensorten wieder bekannter zu machen. «Es existieren 911 Birnensorten, auf 90 Prozent der Obstanlagen in der Schweiz werden jedoch nur vier Sorten angebaut», sagte Raemy an der Preisverleihung.

Den Beruf Bauer würdigen

Als Bauer müsse man vorausschauend gute Ideen haben, um originelle Nischenprodukte zu entwickeln, sagte Staatsrat Pascal Corminboeuf an der Preisübergabe. «Heutzutage Landwirt zu sein ist keine leichte Aufgabe mehr», so Corminboeuf.

Der Kanton verleiht den landwirtschaftlichen Innovationspreis alle zwei Jahre. Insgesamt wurden 20 000 Franken an die drei besten Projekte verteilt (siehe Kasten).

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