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«Egal, wer spielt, ich stehe zu 100 Prozent dahinter»

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Im Eishockey kann es zuweilen schnell gehen. Im Frühling verlängerte Servette den Vertrag mit seinem Captain Jim Slater nicht mehr. «Ich habe die Zeit in Genf sehr genossen. Der Club gab mir die Möglichkeit, in der NLA zu spielen», sagt der 34-jährige Amerikaner, der vor seinem Wechsel rund 600 NHL-Partien für die Atlanta Trashers und die Winnipeg Jets bestritten hatte. «Wenn ein Team keine Verwendung mehr für dich hat, ist das immer eine Enttäuschung. Aber so ist das Business, und ich verstehe das.»

Hier geht’s zum Poträt des neuen norwegischen Verteidigers Jonas Holos.

Im Sommer profitierte Slater dann von eben diesem Business: Der designierte Gottéron-Goalie Reto Berra sprang nach Übersee ab, wurde mit Barry Brust durch einen Kanadier ersetzt, worauf der ursprünglich engagierte Michal Repik (CZE) den Vertrag auflöste, weil er nicht einer von fünf Importspielern im Kader sein wollte. Für Slater ist dies kein Problem, und er unterschrieb bei Gottéron für eine Saison– im Wissen, dass er in der Hierarchie der Ausländer zunächst wohl hintenanstehen würde. «Die Saison ist lang, es wird Hochs und Tiefs und Verletzungen geben. Für mich ist es kein Problem, mich bereit zu halten und meine Chance zu nutzen, wenn sie kommt. Egal, wer spielt, ich stehe zu 100 Prozent dahinter.» Es ist nicht zuletzt diese tadellose Einstellung, die Slater den Vertrag in Freiburg verschafft hat. Für den erfahrenen Center steht der Teamgedanke absolut im Vordergrund. «Deshalb wurde ich geholt. Man kann nie genug Leadership in einer Mannschaft haben.» Diese Rolle könne er auch als überzähliger Spieler ausüben. «Es geht darum, den Respekt und das Vertrauen der Kollegen zu gewinnen. Diese Dinge erarbeitet man sich, indem man mit gutem Beispiel vorangeht.»

 

Wie reibungslos der Wechsel von Rivale Servette zu Got­téron ablief, zeigte eine Szene im gestrigen Training. Der momentan verletzte Sebastian Schilt reichte Slater einen neuen Stock. Jener Schilt, der Slater noch im Januar im St. Leonhard mit einem Open Ice Hit ins Land der Träume geschickt hatte. «Als ich erstmals die Freiburger Kabine betreten habe, sagte ich zu Schilt, dass er mir im Training bloss vom Leib bleiben soll. Damit war das Eis gebrochen», schmunzelt Slater.

Der faire Check von Schilt gegen Slater.

«So hart wurde ich noch nie gecheckt», hatte Slater – als fairer Sportsmann – damals noch aus dem Spital seinen 50 000 Followern auf Twitter mitgeteilt und dazu auch gleich ein Youtube-Video der Aktion verlinkt. «Die Social Media sind eine gute Möglichkeit, um mich mit den Fans in Übersee austauschen zu können. Ich kann in der Schweiz viele Erfahrungen sammeln, die anderen nicht vergönnt sind. Über Twitter oder Instagram kann ich meine Erlebnisse teilen.»

Nur allzu gerne würde er seinen Followern am Freitag nach dem ersten Saisonspiel von einem Erfolg berichten. Gegner im St. Leonhard ist ausgerechnet sein letzter Arbeitgeber Servette, und aufgrund der Blessur Roman Cervenkas (siehe Kasten oben) wird Slater bereits zum Einsatz gelangen. «Es ist verrückt, wie die Dinge laufen können. Spiele zwischen Genf und Gottéron sind immer ein Kampf, das mag ich.» Kampf und Intensität, das passt zu Slater. «Wir haben starke Offensivkräfte, gute Rollenspieler und einen Goalie, der Siege für uns stehlen kann. Aber zu allererst sind wir ein Team, das hart für seine Siege arbeiten muss. Und ich wüsste nicht, warum uns das nicht gelingen soll.»

Das sagt Gottéron-Blogger Patrick Fasel vor dem Saisonstart.

Hier geht’s zum Interview mit Captain Julien Sprunger (Abo-Artikel).

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