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Ehrenamtlich im Sozialbereich tätig

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Vinzenzvereine Deutschfreiburgs hinterfragten ihre Arbeit

Der Ortsrat der Vinzenzkonferenzen Deutschfreiburgs führte im Frühjahr einen Kurs für ehrenamtliche Mitarbeit im Sozialbereich durch. Verschiedene Referenten aus dem Sozialbereich, Sozialarbeitende und Seelsorger waren eingeladen. So konnten sich die 47 Frauen und 11 Männer, die sich angemeldet hatten, während vier Abenden einen Überblick über den öffentlichen Sozialbereich und die umfassende Tätigkeit anderer Freiwilliger des Sensebezirks verschaffen. Ausgangspunkt dieser ersten Weiterbildung waren die Bedürfnisse und Fragen der Freiwilligen.

Die Ausschreibung des Kurses wandte sich an ehrenamtlich Tätige allgemein. Mehrheitlich hatten sich bei Markus Jungo, dem Präsidenten des Ortsrates, jedoch Mitglieder des Vinzenzvereins angemeldet. Der Kurs musste doppelt geführt werden, da nicht mit einer so grossen Anzahl Anmeldungen gerechnet worden war.
Die meisten von ihnen sind seit Jahren ehrenamtlich tätig. Sie besuchen Kranke und Betagte und organisieren Transporte, Mahlzeitendienste, gesellige Anlässe und Ferien. Die Aktivitäten sind vielfältig, bei der Organisation der Fastensuppe am Karfreitag wird mitgeholfen, mit Kindern werden Osternest-Suchen organisiert und Jubilare mit Geschenken beglückt.

Betroffene machen selten von
sich aus den ersten Schritt

Der Vinzenzverein unterstützt auch Einzelpersonen und Familien mit einem niedrigen Budget, so dass beispielsweise Eltern ihrem behinderten Kind ein Weihnachtsgeschenk kaufen können. Unterstützungsgesuche finanzieller Art an den Vinzenzverein, welche früher üblich waren, gehen jedoch zurück. Die staatliche Sozialhilfe hat diesen Platz eingenommen. Mit den Bestimmungen des Datenschutzes ist es für den Verein schwierig zu erfahren, wer sich über einen Besuch freuen würde oder wer einen finanziellen Zustupf gebrauchen könn-te. Insbesondere machen die Betroffenen selten von sich aus den ersten Schritt. Es wissen auch nicht alle, dass man sich in einer Notlage an den Verein wenden kann.

So stellen die Frauen des Vinzenzvereins Geschenkpakete zusammen und geben sie beispielsweise einem Sozialarbeiter zur Verteilung. Bei diesen Geschenken an eine dem Verein anonyme Adresse wird eine freundliche Karte mit einer Unterschrift beigelegt, so dass die Adressaten wissen, woher die Gabe kommt. Für Professionelle, Sozialarbeitende und in der Seelsorge Tätige ist es schwierig abzuschätzen, ob sie ihre Klientel weiterverweisen können oder ob dies als Vertrauensbruch gewertet werden würde. Je nach Situation sind aber auch andere Hilfsorganisationen die geeignetere Adresse. So klärt Viktor Riedener, Sozialarbeiter in Tafers, für jeden Einzelnen ab, welches die geeignete Stelle ist, an die er sich wenden könnte.

Nicht immer werden offene
Türen angetroffen

Der Vinzenzverein stösst bei seinen Besuchen auch nicht immer auf offene Türen. Es gilt abzuwägen, ob jemand keine Hilfe annehmen will oder ob es ihm oder ihr schwerfällt, ein Angebot anzunehmen. Der Kurs hat einiges zur Vernetzung beigetragen. Einerseits ergab sich die Gelegenheit des Austausches zwischen den verschiedenen Ortsgruppen. Zu den Zielen des Kurses gehörte auch, die Freiwilligen mit den sozialen Diensten wie dem Sozialdienst Freiburg, der Fürsorgedirektion Murten, der Pro Senectute Freiburg bekannt zu machen.

Das Ergebnis
einer Umfrage

Im Rahmen einer Seminararbeit wurden die KursteilnehmerInnen schriftlich befragt. Der Rücklauf betrug über 50 Prozent. Es fällt auf, dass praktisch alle Freiwilligen verheiratet sind. Die Freiwilligen der Vinzenzkonferenzen werden älter: Obwohl sie zu unterschiedlichen Zeiten ihres Lebens mit der Freiwilligenarbeit begonnen haben, sind die meisten ehrenamtlich Tätigen des Kurses über 50 Jahre alt. Die Einsatzdauer variiert zwischen einem halben Jahr und sechzig Jahren, beträgt jedoch meist zwischen 10 und 20 Jahren.

Die Motivationen für ein ehrenamtliches Engagement sind sehr unterschiedlich. Religiöse Motive, die Suche nach einem Ausgleich, einer Herausforderung oder auch einer Alternative zur Berufswelt und soziales Interesse wechseln sich ab. Es gibt Freiwillige, die in dem Verständnis aufgewachsen sind, dass man sich für schlechter gestellte Mitmenschen einsetzt. Andere tun es auch, weil man sie für ein ehrenamtliches Engagement angefragt hat.

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