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«Eidgenössisches»: Estavayer stärkt Kandidatur mit einer Defizitgarantie

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Autor: Marc Kipfer

Estavayer-le-Lac Der Generalrat der Stadt Estavayer unterstützt die Bestrebungen, das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in die Region zu holen. Ist die Kandidatur Estavayers erfolgreich, gewährt die Stadt den Organisatoren eine Defizitgarantie bis zur Höhe von 650 000 Franken. Mit seinem Entscheid vom Freitag entspricht der Generalrat einem Antrag der Organisatoren. Diese haben beim Kanton Freiburg eine weitere Defizitgarantie in gleicher Höhe angefordert. Der Staatsrat hat bereits zugestimmt, der Grosse Rat wird den Entscheid noch bestätigen müssen.

Westschweizer Konkurrenz

Der Freiburgische Schwingerverband hatte Ende November die Kandidatur des Schwingklubs Estavayer offiziell ins Rennen geschickt (FN vom 29. November). In der internen Ausmarchung waren die Bewerbungen aus Freiburg und Cottens unterlegen. Ob Estavayer das «Eidgenössische» in fünfeinhalb Jahren austragen darf, entscheidet sich im März 2012. Die Konkurrenten heissen Colombier und Genf.

Der finanzielle Aufwand für die Organisation des «Eidgenössischen» ist gross. Es fallen Ausgaben zwischen 20 und 25 Millionen Franken an. Mit der Defizitgarantie wird gewährleistet, dass Estavayer nach dem Fest dem eidgenössischen und den regionalen Verbänden die ihnen zustehenden Einnahmenbeteiligungen auszahlen könnte. Den Betrag würde die Gemeinde dem OK durch Erlass der Billettsteuern erstatten, welche rund 600 000 bis 700 000 Franken betragen dürften.

Einstimmige Unterstützung

Das Schwing- und Älplerfest könnte rund eine Viertelmillion Fans und Schaulustige in die Broye-Region locken. Den Festplatz würden die Organisatoren auf dem Flugplatzareal des Broyetals errichten. Der zu erwartende Publikumsaufmarsch und die willkommene Medienpräsenz waren denn auch die Hauptmotivation für den Generalrat, die geforderte Garantie zu gewähren. Vor der Abstimmung hatte Stadtpräsident Albert Bachmann erklärt, eine finanzielle Garantie in dieser Höhe habe noch nie jemand von der Stadt verlangt. «Aber wir könnten vom Fest profitieren», sagte Bachmann laut einem Bericht der Zeitung «La Liberté».

Cathy Roggen, Medienverantwortliche der Kandidatur Estavayer 2016, äussert sich gegenüber den FN «sehr zufrieden» mit dem Entscheid des Generalrats. «Es hat keine Diskussionen gegeben», freut sie sich. Roggen sieht gute Chancen für die Kandidatur, weil der Kanton seit Freiburg 1958 nie mehr ein «Eidgenössisches» ausgerichtet hat. Zudem sei die Zuschauerkapazität auf dem Flugplatzareal grösser als etwa in Genf.

Allfälliger Gewinn an Coreb

Gewinnen könnte die Region auch finanziell. Denn nicht nur ein allfälliges Defizit ist geregelt, sondern auch, was mit einem Gewinn geschähe: Die Stadt würde die Billettsteuern einkassieren und via den Regionalverband Coreb in ein sportliches oder kulturelles Projekt einfliessen lassen, das der ganzen Broye-Region zugute käme – zum Beispiel in den Bau einer Eishalle.

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