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Eifersuchtsdrama endet vor Strafgericht

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Weil ihn die Eifersucht zu unüberlegten Handlungen getrieben hatte, musste gestern ein 30-jähriger Mann auf der Anklagebank des Strafgerichts in Tafers Platz nehmen. Staatsanwältin Christiana Dieu-Bach warf dem Beschuldigten vor, sich in der achtmonatigen Beziehung zu einer fünf Jahre jüngeren Frau gleich mehrerer Straftatbestände schuldig gemacht zu haben. Einfache Körperverletzung, Freiheitsberaubung, subsidiär Nötigung, Schändung und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes lauteten die Anklagepunkte, die dem Mann gestern zur Last gelegt wurden.

Drogen verstärkten Eifersucht

Die Beziehung zu der heute 25-jährigen Frau nahm ihren Anfang im Herbst 2013. Weil sie sich gut verstanden, beschlossen die beiden bald darauf, in der Wohnung des Mannes im Sensebezirk zusammenzuziehen. Dort kam es aufgrund seiner Eifersucht aber immer wieder zu Streit. Durch den regelmässigen Konsum von Kokain, Amphetaminen, Ecstasy und LSD seien die Eifersuchtsgefühle noch zusätzlich verstärkt worden, wie Dieu-Bach ausführte: «Immer wenn der Beschuldigte LSD konsumiert hatte, litt er unter der Wahnvorstellung, seine Freundin würde ihn betrügen.» Ab Anfang 2014 habe er deshalb begonnen, die gemeinsame Wohnung mit seinem Mobiltelefon und einem Diktiergerät abzuhören.

Anfang Mai eskalierte die Situation ein erstes Mal. Bei einem Streit, bei dem der Beschuldigte unter Drogeneinfluss stand, habe er seine Freundin kräftig am Hals gepackt und sie dazu gedrängt, ihm die Untreue einzugestehen. Als die Frau daraufhin die Wohnung verlassen wollte, habe der Beschuldigte sie daran gehindert. Dann sei er ihr auf die Toilette gefolgt und habe die Tür von innen für mehrere Minuten abgeschlossen. «Können Sie verstehen, dass ihr das Angst gemacht hat?», wollte Gerichtspräsident Reinold Raemy vom Angeklagten wissen. «Ja, das kann ich», gab dieser zu Protokoll: «Ich habe rumgebrüllt und dabei sicher nicht freundlich ausgesehen.» Er habe sich davor aber schon länger über die «Fremdgeh-Sache» den Kopf zerbrochen. «Es hat in mir gerattert, und ich wollte es endlich ausdiskutieren. Wegen der Drogen war ich zu einem normalen Gespräch aber nicht in der Lage.»

LSD im Sirup

Nachdem das Paar Ende Mai eine Openair-Veranstaltung besucht und dabei Alkohol und Kokain konsumiert hatte, kam es am Tag darauf zu einem weiteren Zwischenfall. Gegen Mittag bereitete sich die Frau einen Sirup zu und liess diesen einen Moment unbeaufsichtigt auf dem Balkon stehen. «In ihrer Abwesenheit schüttete ihr der Angeklagte zwei Tropfen LSD ins Glas», sagte die Staatsanwältin. «Er wusste, dass sie noch nie zuvor LSD konsumiert und Angst vor der halluzinativen Wirkung der Droge hatte.» Er habe sich vorgestellt, dass sie ihm dann endlich die Wahrheit sagen würde, erklärte der Beschuldigte sein Handeln. Erst als der Frau eine Stunde nach dem Konsum des Sirups übel und schwindlig wurde und sie ins Spital gehen wollte, offenbarte der Beschuldigte seine Tat. «Ich habe auch LSD genommen und etwas Panik gekriegt», gestand er gestern. Dieu-Bach fuhr fort: «Nachdem sie sich aufgrund ihres schlechten Zustands ins Bett gelegt hatte, legte er sich zu ihr und vollzog den Beischlaf – gegen ihren Willen.» Aufgrund der Wirkung des LSD sei sie zu diesem Zeitpunkt zu keinem Widerstand fähig gewesen. Er könne sich nicht mehr richtig an die Situation erinnern, sagte der Mann: «Wir standen unter Drogeneinfluss. Es war alles sehr verworren.»

Während die Staatsanwaltschaft und der Rechtsanwalt der jungen Frau auf eine bedingte 18-monatige Freiheitsstrafe und eine Geldbusse plädierten, beantragte die Verteidigung eine bedingte Gefängnisstrafe von nur sechs Monaten. Das Urteil wird nächste Woche erwartet.

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