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Ein altbekanntes neues Einkaufserlebnis

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«Einweihung: 2. Dezember» verkündet ein Banner beim Eingang zur neuen Markthalle in der Murtner Hauptgasse. Noch erinnert die Halle an eine Baustelle. Kartonschachteln stehen herum. Lampen und die Schilder für die Geschäfte sind noch mit Plastik umhüllt, Arbeiter kümmern sich um die Leitungen, welche da und dort noch aus den Wänden ragen. Erst wenige Möbel und Dekorgegenstände stehen im Lokal, in dem bis im Frühling der Manor eingemietet war.

Trotzdem: Die Murtner Markhalle nimmt Konturen an. Das Erdgeschoss ist mit roten Backsteinen ausgekleidet. Auf der rechten Seite deckt eine Wand in freundlichem Orange den Zugang zu den technischen Installationen ab. «Wir haben der Markthalle ein historisches Aussehen wie Anfang des 20. Jahrhunderts gegeben», erklärt Gilbert Montani, der die Markthalle initiiert hat. «Gleichzeitig haben wir auf freundliche Farben geachtet.» Zum historischen Aussehen gehören auch die handgemalten Ornamente im Boden des Mittelganges und die Schilder, um die Geschäfte zu beschriften.

Metzger und Schuhmacher

15 Geschäfte finden auf zwei Etagen Platz. Sie sind entlang des Mittelganges angeordnet. Zwischen den Geschäften gibt es keine Trennwände «Shop-in-Shop», heisst das Konzept im Fachjargon und kommt laut Montani unter anderem auch im Berner Warenhaus Loeb zum Einsatz.

Im Erdgeschoss finden sich unter anderem eine Metzgerei, eine Käserei, ein Früchte- und Gemüsehändler und ein Weingeschäft. Im oberen Stock siedeln sich unter anderem eine Schneiderin, ein Schlüsselservice und ein Schuhmacher an. Dazu produziert ein Schokoladenatelier Pralinés und bietet Kurse zum Selbermachen an.

Nicht nur Kleinhandelsgeschäfte ziehen in die Markthalle ein: Im Erdgeschoss, gleich neben der Treppe, nimmt eine Cafeteria mit eigener Kaffeerösterei den Betrieb auf. Sie erhält als Erinnerung an frühere Lokalbezeichnungen den Namen «Au Louvre». Im oberen Stock findet eine Kinderkrippe ihren Platz. «Da können die Mütter ihre Kinder für einige Stunden abgeben, während sie die Einkäufe erledigen.» Wenn sie zurückkommen, bezahlen sie die Zeit, in der die Kinder betreut wurden. Auf zwei Ladenflächen, einer pro Stockwerke, kommen sogenannte «Pop-up»-Geschäfte. Diese lassen sich auch nur für kurze Zeit mieten. «Hier kann man etwas probieren», sagt Montani. Zuerst werden ein Antiquar sowie ein Fotograf diese Flächen übernehmen. Die Pop-up-Geschäfte seien keineswegs eine Reaktion auf ausbleibende Mieter, hält Montani fest. Sie seien von Anfang an so geplant gewesen, hält er fest. Das bringe stets wieder Neuigkeiten in die Markthalle.

Kontakt wieder herstellen

«Wir bringen mit der Markthalle Geschäfte zurück, die Murten in den letzten Jahren verloren hat», stellt Montani fest. Dies war von Anfang an sein Ziel. Die Markthalle soll auch ein neues Einkaufserlebnis bringen. «Die Kunden sollen ein Einkaufen wie zu alten Zeiten erleben.» Mit den Grossverteilern sei viel persönlicher Kontakt verloren gegangen, findet Montani. «Bei uns verkauft der Käser oder Metzger nicht nur das Fleisch, sondern macht noch Kochvorschläge.» Das entspreche einem Bedürfnis, ist sich Montani sicher.

Reaktionen

Die Gemeinde und die Detaillisten freuen sich

Der Murtner Stadtpräsident Christian Brechbühl setzt Hoffnungen in die neue Markhalle. «Unser oberstes Ziel ist, dass die Altstadt belebt ist.» Dafür seien vielfältige Geschäfte in den Gassen entscheidend. «Die Markthalle bringt mit ihren Geschäften ein neues Erlebnis in die Altstadt.» Dieses Angebot spreche einen gros­sen Kundenkreis an, ist Christian Brechbühl überzeugt.

Angst, dass die Markthalle ansässige Geschäfte konkurrenzieren könnte, hat Brechbühl keine. «Es geht nicht um Konkurrenz, sondern um Mitbewerber und das belebt die Altstadt.» Ob das neue Angebot Bestand habe, hänge von den Kunden ab. «Ich wünsche sehr, dass den Betreibern die Rechnung aufgeht.»

Mediterraner Anstrich

Janine Grützner, Präsidentin der Murtner Detaillisten, konnte bereits einen Blick in die Markthalle werfen. «Die Halle ist schön geworden», sie sei nicht kühl und modern, sondern habe einen mediterranen Anstrich.

«Die Markthalle ist eine Chance für Murten», findet Grützner. Sie bringe Geschäfte zurück, die Murten nicht mehr habe. Darum sei die Markthalle auch nicht direkt eine neue Konkurrenz. «Natürlich kommt nun zum Beispiel ein zweiter Metzger in die Altstadt.» Es werde aber so viel Fleisch gegessen, dass es durchaus auch eine zweite Metzgerei ertrage, «vor allem, wenn die Markthalle neue Kunden in die Altstadt bringt».

Ob das Konzept der Markthalle funktioniert, wagt Grützner nicht mit Sicherheit zu prognostizieren. Die Betreiber bräuchten sicher Durchhaltevermögen «Ich traue das Montani aber zu.» Ob die Markthalle langfristig bestehe, hänge in erster Linie von den Konsumenten ab. «Sie entscheiden, ob sie in der Altstadt einkaufen wollen und bereit sind, vielleicht auch etwas mehr zu bezahlen.»

sos

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