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Ein Anhänger des guten Geschmacks

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Auf dem Georges-Python-Platz in Freiburg, unweit von Universitätsgebäuden, Schulen und Büros, steht ein Anhänger. Bis zum Ende der Genusswoche (siehe Kasten) verkauft die Vereinigung «Produkte aus dem Freiburgerland» dort Leckereien aus dem ganzen Kanton. Auf der Karte figurieren kamingeräucherter Schinken im Sandwich, Hüttensuppe und ein Benichon-Teller sowie zum Dessert ein Vully-Kuchen. Die Würste sind aus Giffers, der Salat ist aus dem Seeland, der Rahm aus Broc und der Apfelsaft aus Salvenach.

Das breite Angebot soll vor allem Studenten und Schülern einen Anstoss geben, ihr Mittagessen zu bereichern, sagt Daniel Blanc, Präsident der Vereinigung. Mindestens 8000 von ihnen verpflegen sich jeden Tag im Stadtzentrum. Dafür stehen zwei Dutzend Schnellimbisse in der Umgebung bereit. Blancs Motto aber ist: «Handwerklich hergestellte Produkte zu moderaten Preisen statt Kebab und Hamburger.» Er sagt: «Terroir und Take-away sind kein Widerspruch.» Das wolle seine Vereinigung den Jugendlichen beweisen.

Feines Essen statt Apps

Doch einfach sei das nicht, wirft der Direktor der Vereinigung, Romain Castella, ein. Tatsächlich waren am ersten Tag vor allem Angestellte und Touristen Abnehmer der Produkte. «Viele Junge haben ihre Essgewohnheiten, und diese lassen sich schwer ändern», erklärt Amandine Blanc, die den Stand über die Mittagszeit gehütet, Häppchen verteilt, Menüs verkauft und in mehreren Sprachen zu allem Möglichen Auskunft gegeben hat.

«Genuss ist eine Frage des Stolzes, den Gästen eine Freude zu bereiten und dabei das Handwerk zu respektieren», fasst Roland Blanc, Präsident der Stadt-Sektion von Gastro Freiburg, zusammen. Sein Verband unterstützt die Aktion. Er wolle seine Mitglieder dazu bringen, dass der Gast überall auch Produkte aus dem Freiburgerland bestellen kann, mindestens einen Wein aus dem Vully.

Die Aktion sei ein typisches Element der nationalen Genusswoche. Es zeige jungen Menschen auf, dass sie sich auch mal ein feines Essen leisten könnten, anstatt nur Geld für neue Technologien auszugeben, erklärte Castella weiter. Auch sollen die Gewerbler sehen, dass eine Nachfrage nach Produkten aus der Umgebung besteht. «Terroir» habe heute bei vielen Menschen ein konservatives Image, bedauert Daniel Blanc. Ja, man berufe sich auf das kulinarische Erbe. Zugleich sei man aber auch innovativ und flexibel.

Zum Anlass

Über tausend Gelegenheiten, zu geniessen

Die Woche der Genüsse hat am Mittwochabend mit einer Gala in Lausanne begonnen und dauert bis zum 23. September. Richtig lanciert wurde sie gestern mit einem mittelalterlichen Mittagessen im Schloss Chillon zusammen mit dem Erfinder der Genusswoche, dem Waadtländer Alt-Nationalrat Josef Zisyadis. Insgesamt finden schweizweit 1000 Veranstaltungen statt. Lausanne ist dieses Jahr das Zentrum der Genuss-Anlässe. Im Kanton Freiburg sind 15 Veranstaltungen geplant, vor allem in Freiburg und im Seebezirk. Eines dieser Highlights war die gestrige Nacht der Genüsse in Murten.fca

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