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Ein Asylprojekt im Zentrum Freiburgs

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Das historische Heim Foyer Sainte-Elisabeth an der Botzetgasse im Perolles-Quartier könnte seinen ursprünglichen Auftrag wiederfinden. Der Freiburger Staatsrat möchte nämlich die Liegenschaft kaufen und es als Unterkunft für Asylsuchende einrichten.

Das Foyer war 1896 als private gemeinnützige Einrichtung gegründet worden und setzte sich damals zum Ziel, politische Flüchtlinge aus Belgien während des Ersten Weltkriegs aufzunehmen. Später wurde das Heim umgebaut, und den Annunziata-Schwestern aus der Dominikanerinnengemeinschaft diente das Gebäude bis zu seiner Schliessung Ende 2015 als Altersheim.

Für bis zu 90 Personen

In seiner Botschaft zu einem Dekretsentwurf schreibt der Staatsrat zuhanden des Grossen Rats: «Heute steht das Heim Foyer Sainte-Elisabeth zum Verkauf. Das Gebäude könnte ohne grössere Umbauarbeiten für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen und 18- bis 25-jährigen Asylsuchenden genutzt werden.» Der Staatsrat hat sich mit der Aktiengesellschaft «Foyer Sainte-Elisabeth» als Besitzerin über einen Verkaufspreis von 6,55 Millionen Franken geeinigt (siehe Kasten).

Ein solcher Erwerb entspricht gemäss der Regierung den Zielen der Immobilienpolitik des Staates Freiburg. Durch ihn könnten die dauerhaften oder provisorischen Asylunterkünfte ersetzt werden, die früher oder später geschlossen werden müssten oder deren Zukunft ungewiss ist, heisst es weiter.

Laut der Botschaft bietet das Heim Foyer Sainte-Elisabeth Platz für 90 Personen. Wenn auch die Zahl der Asylsuchenden von Jahr zu Jahr aufgrund geopolitischer Faktoren variiert, so werde die Asylthematik auch in den kommenden Jahren aktuell bleiben. Der Staatsrat schreibt: «Der Kanton wird immer den Unterbringungsbedürfnissen nachkommen müssen.» Eine Investition in dieses Gebäude würde dem Kanton mehr Stabilität für sein Beherbergungsdispositiv und eine bessere Eindämmung der Kosten bringen.

Heute in fünf Foyers

Heute finden Asylsuchende in fünf dauerhaften Unterkünften des Kantons eine Erstaufnahme: Die Foyers des Remparts und Bourg in der Stadt Freiburg, das Foyer du Lac in Estavayer, des Passeraux in Broc und de la Rosière in Grolley. 387 Personen haben dort total Platz. Dazu gibt es die Asylunterkunft Poya für abgewiesene Asylsuchende. Seit mehreren Jahren musste Freiburg immer wieder provisorische Asylunterkünfte eröffnen, etwa in Düdingen, Bösingen und Châtillon. Diesen Herbst wohnten knapp 2000 Asylsuchende im Kanton Freiburg.

Eine Unterkunft mit 90 Plätzen wie im Foyer Sainte-Elisabeth sei zudem rentabler als zwei Unterkünfte mit je 50  Plätzen, betont der Staatsrat.

Foyer Sainte-Elisabeth

Fast keine Arbeiten am Gebäude nötig

Der Freiburger Staatsrat wird dem Grossen Rat ein Kreditgesuch von 6,72 Millionen Franken für den Kauf des Heims Foyer Sainte-Elisabeth unterbreiten. Dazu gehören der Kauf des Gebäudes für 6,55 Millionen Franken, der Umbau der Küche für 150 000 und die Immobilientransaktion für 20 000 Franken.

Wie der Staatsrat in seiner Botschaft schreibt, könnte entsprechend dem Asyl-Budget und den Bundesbeiträgen dem Gebäude ein Betrag von jährlich 265 000 Franken zugeteilt werden. Als Grundlage dient eine Aufnahmekapazität von 90 Personen. Gemäss einer Expertise befinde sich der Bau in einem guten bis sehr guten Zustand. Er enthält auch einen Lift für alle Stockwerke. Grössere Umbauarbeiten seien nicht nötig.

uh

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