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Ein Beinschuss als Knackpunkt

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Zwar lag Gottéron gestern nach dem ersten Drittel bloss mit 1:2 zurück. Dennoch war die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen. Genau gesagt fiel sie in der 19. Minute, als Micki Dupont den unsicheren Gottéron-Torhüter Benjamin Conz mit einem relativ harmlosen Schuss durch die Schoner erwischte. Es war ein Nackenschlag zum schlimmstmöglichen Zeitpunkt. In einer Phase nämlich, in der die Freiburger starkes Tempoeishockey zeigten, den Gegner dominierten und dem 2:1-Führungstreffer ihrerseits mehrmals nahe standen.

6 Schüsse – 2 Tore

Doch wieder einmal fehlte es den Gästen in dieser Phase an Effizienz. Fielen am Dienstag Freiburger Tore noch wie reife Früchte, schien es gestern im Startdrittel wieder wie verhext zu sein. Nachdem die Freiburger in den ersten acht Minuten nichts aus ihrer Überlegenheit gemacht hatten, schlug Kloten bei erster Gelegenheit zu. Timo Helbling bewies vor dem Klotener Führungstreffer, dass er sich mit seinem Spiel immer auf einem schmalen Grat befindet. War er am Dienstag noch zurecht gelobt worden, weil er Emotionen ins Spiel gebracht hatte, verursachte er gestern mit einem Crosscheck eine verhängnisvolle doppelte Unterzahl. Zu Helblings Verteidigung muss jedoch gesagt werden, dass die Zweiminuten-Strafe ein sehr zweifelhafter Entscheid war. Klotens Peter Mueller war es egal, er profitierte mit seinem ersten Playoff-Tor von der 5-gegen-3-Situation (9.). Der Schuss aus spitzem Winkel war jedoch ebenfalls nicht unhaltbar für Benjamin Conz, der bereits in den ersten zwei Halbfinalspielen nicht über alle Zweifel erhaben war.

Freiburgs Reaktion fiel heftig aus. Kurz danach, Kloten befand sich immer noch in Überzahl, entwischte Andrei Bykow der Gästeverteidigung und schoss via Pfosten und Kloten-Goalie Martin Gerber den Ausgleich. Danach waren die Freiburger vorübergehend deutlich gefährlicher. Sie hätten in derselben Unterzahl gar noch einen weiteren Treffer erzielen können. Auch bei fünf gegen fünf dominierten sie die Partie, störten Kloten oftmals früh und zwangen das Heimteam so zu Fehlern. Doch der Puck wollte trotz zahlreichen Chancen nicht ins Tor. Immer fehlte die letzte Präzision, stand Gerber, oder bei einem Slapshot Helblings (15.) der Pfosten, im Weg. Die Tatsache allein, dass es immer noch unentschieden stand, wäre für die zahlreich mitgereisten Fans bereits ein Grund zum Haareraufen gewesen. So richtig bitter wurde es aber in der 19. Minute, als Conz den alles andere als überragenden Schuss von Micki Dupont nicht abwehren konnte. So führten die Zürcher nach dem Startdrittel 2:1, obwohl sie nur gerade sechs Mal auf das Freiburger Tor geschossen hatten.

Kloten plötzlich wieder aggressiver

Irgendwann schlägt es natürlich bei den Feldspielern auf die Moral, wenn der Gegner immer derart leicht zu seinen Treffern kommt. So auch gestern–erst recht, nachdem Janick Steinmann in der 23. Minute mit Schuss Nummer sieben das 3:1 erzielt hatte. Diesmal traf Conz wie beim Shorthander Santalas zum 4:1 (28.) keine Schuld. Aber ein Big Save gelang ihm in diesen Situationen eben auch nicht. Hauptschuldige bei diesen Gegentreffern waren indes die Verteidiger. Beim dritten Gegentreffer war die Verteidigungsarbeit rund um das Tor zu lasch, beim vierten Tor verloren die Gäste im Powerplay fahrlässig den Puck. In diesem Mitteldrittel waren die Gäste plötzlich wieder bissiger und aggressiver als die Freiburger, bei denen sich in der Defensive das Fehlen des verletzten Jérémie Kamerzin negativ bemerkbar machte.

Auf den Dreitorerückstand hatte Gottéron wenig überraschend keine Antwort. Zu stilsicher war Klotens Defensivdispositiv in der Folge. Nach dem 5:1 durch Michael Liniger, dem ein Fehlpass Helblings vorausgegangen war, machte Conz zu Beginn des Schlussdrittels schliesslich Ersatzmann Kevin Huber Platz. Dieser kam immerhin zu einem Mini-Shutout, und Niklas Hagman in der 53. Minute zu seinem ersten Tor in der Serie. Das war es dann aber auch mit Freiburger Erfolgsmeldungen.

Dass selbst eine klare Niederlage in den Playoffs schnell verarbeitet werden kann, haben die Kloten Flyers gestern bewiesen. Finden die Freiburger wieder zu ihrem Spiel, das sie gestern im ersten Drittel gezeigt haben, ist diese Serie trotz beunruhigendem 1:3-Rückstand noch nicht verloren. Wenn nicht, geht die Saison für Gottéron morgen zu Ende.

Telegramm

Kloten – Gottéron 5:2 (2:1, 2:0, 1:1)

Kolping Arena. – 7624 Zuschauer (ausverkauft). – SR Prugger/Stricker, Espinoza/Kohler.Tore:9. Peter Mueller (Santala, von Gunten/Ausschlüsse Ngoy, Helbling) 1:0. 9. Bykow (Benny Plüss/Ausschluss Helbling!) 1:1. 19. DuPont (Peter Mueller) 2:1. 23. Steinmann (Blum, Liniger) 3:1. 28. Santala (Ausschluss Stancescu!) 4:1 (Eigentor Kwiatkowski). 41. (40:56) Liniger (Steinmann, Simon Bodenmann) 5:1. 53. Hagman (Kwiatkowski/Ausschluss Schelling) 5:2.Strafen:7-mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers, 10-mal 2 plus 10 Minuten (Hagman) gegen Gottéron.

Kloten:Martin Gerber; Vandermeer, Frick; Schelling, Blum; DuPont, von Gunten; Gian-Andrea Randegger; Herren, Jenni, Aurelio Lemm; Simon Bodenmann, Liniger, Steinmann; Bühler, Stancescu, Romano Lemm; Peter Mueller, Santala, Bieber.

Gottéron:Benjamin Conz (41. Huber); Helbling, Marc Abplanalp; Birbaum, Schilt; Ngoy, Kwiatkowski; Huguenin; John Fritsche, Ness, Tristan Vauclair; Mauldin, Pouliot, Benny Plüss; Sprunger, Bykow, Hagman; Mottet, Dubé, Monnet; Hasani.

Bemerkungen:Kloten ohne Du Bois, Stoop (beide verletzt) und Hennessy (überzählig), Gottéron ohne Jeannin, Kamerzin (beide verletzt), Dravecky, Jurcina, Lauper und Miettinen (alle überzählig). – Lattenschuss Helbling (16.). – Timeout Kloten (54.).

Die FN-Besten:Mueller, Bykow.

Stand Serie:3:1.

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